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Ab März mehr Geld für Tagesmütter und Tagesväter geplant

Familienfreundin © matka_Wariatka - Fotolia.com

Die Stadt Leipzig will die laufende Geldleistung für die Kindertagespflegepersonen ab 1. März 2015 anheben. Dafür sprach sich Oberbürgermeister Burkhard Jung auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fabian in seiner Dienstberatung aus. Dem Stadtrat soll die Verwaltungsvorlage in der Februar-Sitzung zur Beschlussfassung vorgelegt werden und mehr Geld für Tagesmütter und Tagesväter ermöglichen. 

„Tagesmütter und Tagesväter leisten einen wichtigen Beitrag zur Kinderbetreuung in Leipzig“, so Fabian. „Sie sollen für ihre gute Arbeit künftig mehr Geld erhalten.“

Der Verwaltungsvorschlag sieht vor, dass die Förderleistung für die neunstündige Betreuung eines Kindes künftig mit 513,32 Euro pro Monat vergütet wird. Der Sachaufwand (Kosten der Räumlichkeiten, Hygienebedarf, Beschäftigungsmaterial u.a.) soll pro Monat und Kind für die neunstündige Betreuung im eigenen Haushalt der Kindertagespflegeperson 113,45 Euro, für die neunstündige Betreuung in angemieteten Räumen 129,72 Euro und für die neunstündige Betreuung im Haushalt der Eltern mit 20,83 Euro betragen. Bisher erhielten Tagespflegepersonen in Leipzig einheitlich 493,54 Euro pro neunstündige Betreuung eines Kindes für Förderleistung und Sachaufwand.

Tagesmütter und Tagesväter leisten einen wichtigen Beitrag zur Kinderbetreuung, so BM Fabian. Klick um zu Tweeten

Ab 1. Januar 2016 sollen Förderleistung und Sachaufwand dynamisiert werden. Die Anpassung orientiert sich an der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes in Sachsen.

Des Weiteren sollen Tagesmütter und -väter die nachgewiesenen Beiträge zu einer Unfallversicherung  sowie die Hälfte der nachgewiesenen Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung erstattet bekommen. Auf Nachweis werden weiterhin die hälftigen Kosten einer Kranken- und Pflegeversicherung erstattet.

Für die Betreuung eines Kindes mit besonderem Förderbedarf im Sinne der Eingliederungshilfe soll die zweifache Sach- und Förderleistung gezahlt werden.

Zur Umsetzung des Vorschlags sind im Haushalt der Stadt Leipzig Mehraufwendungen in Höhe von 3,63 Mio. Euro in 2015 und 4,5 Mio. Euro in 2016 vorgesehen.

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9 Kommentare zu “Ab März mehr Geld für Tagesmütter und Tagesväter geplant”

  1. nein das gefällt mir nicht, wieso haben die TM, die im eigenen Haushalt arbeiten weniger Sachaufwand, als die, die Räume angemietet haben? Das ist ja völlig unlogisch. Viele TM haben extra größere Wohnungen etc. angemietet, und haben nicht weniger Kosten, TM in angemieteten Räumen haben teilweise eine eigene kleinere Wohnung, um Mietkosten zu sparen. Da gehe ich nicht mit. Wir haben nicht weniger Betriebskostenaufwand.

    1. Ich habe angemietet…Und das obwohl meine eigene Wohnung gute 83qm hat. Aber ich habe zwei eigene Kinder, die inzwischen Anspruch auf eigene Zimmer haben und den ich ihnen auch gönne. Aber angemietet heißt für uns nun eben auch „Luxus“ (den wir uns aber auch gönnen zu Gunsten unseres Privatlebens). Ich habe deutlich Mehrkosten im Vergleich zu der Zeit als ich die Tagespflege in den eigenen vier Wänden hatte. Ich zahle schließlich auch zwei mal Nebenkosten, Heizkosten, Strom etc. Ich muss mindestens einen vollen Platz für die angemietete Wohnung rechnen. Ich denke da sollte man sich über knappe 16€ Unterschied nicht aufregen. Außerdem denke ich (wie wahrscheinlich auch etliche andere Tagesmütter/ Väter) daß es inzwischen auch ein gewisses Qualitätsmerkmal ist.

      1. Nein – das ist kein „Qualitätsmerkmal“
        Ich kann zu Hause gut betreuen und in angemieteten Räumen „schlecht“ – oder umgekehrt! Das hat doch keine Auswirkungen auf meine Arbeit?
        Es ist eine ANDERE Art der Betreuung, wenn ich in angemieteten Räumen arbeite, das ist näher dran an Kita und weniger familienangebunden. Deswegen, wie gesagt weder schlechter noch besser, sondern anders.

        Allerdings gehe ich mit der Annahme das höhere Kosten entstehen konform – es ist immer sparsamer beides in eines zu packen. Allerdings kann man die Einbuße an Lebensqualität und Lebensraum die durch Betreuung zu Hause ja gar nicht in Euro messen. Die Vorteile und Bereicherung aber auch nicht ;-)

  2. Das klingt sehr gut, aber was mich immer noch sehr verwundert ist, dass Tagesmütter und Tagesväter für die Betreuung des eigenen Kindes keine Förderung bekommen. Viele Tagespflegepersonen nehmen ihr eigenes Kind mit auf, da sie für dieses keinen Kitaplatz und keine andere Tagespflege finden. Somit geht der 5. Betreuungsplatz verloren und die Person bekommt lediglich die Herdprämie. Zieht man nun noch die Kosten für eine Kita ab, bleibt immer noch eine nicht unerhebliche Lücke!

    1. Wie jeder andere Bürger hat die Kindertagespflegeperson einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für das (mind.) 1-jährige Kind.

      Leider wissen wir aus eigener Erfahrung, dass das Netzwerken unter Tagesmüttern und Tagesvätern nicht so ausgeprägt ist, wie es eigentlich könnte und sollte. Sollte die Tagesmutter / der Tagesvater mit einer kostenfreien Suche unter http://www.familienfreunde.de/sachsen/leipzig/ nicht erfolgreich sein, steht es ihr als Unternehmer/Unternehmerin frei, einen Familienservice zu beauftragen. Kontaktaufnahme kann entweder über die bekannte Dienstleisterbetreuung oder einer kurzen Mail an unternehmer@familienfreund.de erfolgen.

  3. dann würden wohl alle weniger guten KTP aufschreien und soweit wollen die Fachämter und der Bürgermeister wohl nicht gehen. Zudem wäre es ja wieder neue ‚Arbeit‘ für die Ämter die Qualität zu messen und zu kontrollieren. – was nicht heißt, dass wir dies schlecht fänden.

  4. Also ich freu mich über die Erhöhung:) ich als alleinerziehende und verdienende stämme seid fast vier Jahren zwei Dreiraumwohnungen..2 mal Miete..2 mal Strom..usw..weil ich Arbeit und privat trennen wollte..und nach fast vier Jahren bin ich immer noch der Meinung das ich alles richtig entschieden habe..ich glaube..schätzen(was man hat) und gönnen sollte man wieder in der Priorität nach oben setzen:)aber einen Wunsch habe ich noch..ich muss mich WIRKLICH noch sehr oft fremdschämen über die ein oder andere Kollegin..wir arbeiten tagtäglich mit kleinen Wundern..das ist unser BERUF..wir haben uns alle dafür entschieden..Kopf und HERZ sollte immer benutzt werden!

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