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alkohol bleibt suchtproblem nummer 1

Drogen abhängig (c) Helga Schmadel / pixelio.de

die zahl der durch beratungsstellen unterstützen abhängigen hat sich im vergangenen jahr gegenüber dem vorjahr um sieben prozent erhöht. alkohol bleibt suchtproblem nummer 1. laut aktuellem suchtbericht der stadt wurden in den sieben anlaufstellen leipzigs 4620 menschen versorgt, davon rund die hälfte davon wegen eines alkoholproblems. am stärksten betroffen ist die gruppe der 40- bis 60-jährigen. die zahl der alkoholabhängigen jugendlichen ist nicht gestiegen, jedoch hat die trinkmenge stark zugenommen. eine mögliche ursache sieht die suchtbeauftragte der stadt, sylke lein, darin, dass „alkohol extrem billig und am leichtesten verfügbar“ sei.

problembewusstsein fehlt

nicht zuletzt wegen seiner gesellschaftlichen akzeptanz und des fehlenden problembewusstseins ist diese sucht so gefährlich. die menschen merken erst wenn es zu spät ist, dass ihr alkoholkonsum gesundheitsgefährdend ist. die meisten jugendlichen nutzen kaum ambulante angebote. unterstützung erhielten sie ersmals im krankenhaus, wenn sie bereits mit einer alkoholvergiftung eingeliefert worden sind. aus diesem grund will die stadt noch stärker auf prävention im kindergarten und in der schule setzen. geplant sind sowohl fortbildungsveranstaltungen für lehrer als auch ein fachtag im herbst.

illegaler drogenkonsum wird oft stationär behandelt

den großteil der stationär behandelten patienten macht nach wie vor die gruppe der menschen mit illegalem drogenkonsum aus. auffällig ist vor allem, dass viele betroffene gleich von mehreren suchtmitteln abhängig sind. die in leipzig registrierten rauschgiftdelikte gingen zwar um 14,7 % zurück. allerdings musste bei den allgemeinen verstößen im zusammenhang mit cannabis ein anstieg verzeichnet werden. elf leipziger starben im vergangenen jahr an den folgen des rauschgiftkonsums.

dies bestätigt auch eine befragung im auftrag der initiative markt- und sozialforschung. demnach haben 11,7 % der deutschen mindestens einmal in ihrem leben harte drogen konsumiert und jeder fünfte von ihnen in den letzten 12 monaten. positiv: mehr als die hälfte gab an, nach einmaligem konsum die finger davon gelassen zu haben.

auf die frage, was denn zu den harten drogen zähle, fiel die zuordnung mit marihuana, crack, heroin, kokain und lsd ganz klar entlang der gesetzeslage aus. nur ein geringer teil der befragten zählte auch alkohol, antidepressiva oder lösungsmittel zu den harten drogen.

interessant in diesem zusammenhang sind die erkenntnisse des forscherteams der rutgers university of newark und der new york university. untersuchungen brachten sie zu dem schluss, dass fröhliche gedanken das suchtverhalten beeinflussen können. mauricio delgado und elizabeth phelps fanden heraus, dass menschen vorfreude bewusst unterdrücken können, wenn sie sich gezielt auf etwas anderes konzentrieren. experten sind der ansicht, dass sich diese erkenntnis unter anderem dazu verwenden lassen, suchterkrankungen abzuwenden.

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