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Bedarfsplanung Kitaplätze Leipzig – Spatenstiche, Urteile, Neuigkeiten

Ampelmännchen Plätze frei (c) familienfreund.de

Wir informieren Eltern und Interessierte rund um die Bedarfsplanung Kitaplätze Leipzig. Laufend fassen wir hier aktuelle Infos zu Kitaplätzen, Verwaltungshandeln, Bau und Planung zusammen. Frei nach dem Motto: ‚und wieder ein spatenstich … neue kitaplätze in leipzig‘ berichten wir über Wunsch, Suche, Rechtsanspruch, Wirklichkeit, Kitaplatzmangel, Bedarfsplanung, Förderung, Forderungen und Unterdeckung.

und wieder ein spatenstich…für 170 kitaplätze – diesmal in leipzig wiederitzsch. was länge währt, wird endlich gut? zumindest hofft das der träger der kita und ist, nachdem er 2006 den zuschlag von der stadt erhielt, vorsichtig optimistisch mit dem voraussichtlichen eröffnungsdatum ende 2009.

die leipziger offline- und online-medien verkündeten stolz den bau der kita im jahre 2006. die leipziger eltern kommen seit dem aus dem feiern nicht raus. die telefone laufen heiß beim träger und die warteliste muss nach 3 jahren sicher schon einmal wegen generationswechsel general überholt werden. so gab es bereits im jahr 2005 artikel in der lvz , der 2811 neue kitaplätze ankündigte. 2005 und 2006 wurde in der presse über die kitas forum thomanum und uni-klinikum in mitte berichtet. ziel der eröffnung damals mitte 2007. in der leipziger online zeitung wird die kita im seniorenpark dölitz ebenfalls 2005 mit eröffnung für den 1.8.2006 ausgelobt. die vom stadtrat beschlossene kitabedarfsplanung 2007 beinhaltet folgende aufstellung (seite 22/23) :

Die nachfolgend genannten Maßnahmen zur Sicherung einer wohnortnahen Versorgung mit Kindertagesstättenplätzen sind für die Planjahre 2008 ff. in Vorbereitung bzw. im Gespräch:

  • Neubau Kindertagesstätte des Forum Thomanum (SBZ Mitte: BBW – 100 Plätze)
  • Ersatzneubau für die Kita Nordplatz 4 mit Platzerweiterung um ca. 70 Plätze
  • Neubau einer Kita im Uni-Klinikum (SBZ Mitte- IB als Träger – 128 Plätze)
  • Neubau Kindertagesstätte auf dem Gelände der ehemaligen Kita Zum Kleingartenpark 15 (SBZ Ost Ev.-Luth. Kirchgemeinde Sellerhausen/Volkmarsdorf – ca. 75 Plätze), Standortverlagerung der bisherigen Kita des Trägers
    20
  • Neubau einer Kita auf dem Gelände der Alten Messe (SBZ SO: Int. BSW – ca. 100 Plätze)
  • Errichtung einer Kita in der Biedermannstraße (SBZ Süd: Int. BSW – ca. 100 Plätze)
  • Neubau einer Kindertagesstätte in der Demmeringstraße 81 (SBZ AW: Volkssolidarität SV Leipzig e.V.; 130 Plätze)
  • Neubau einer Kindertagesstätte in Wiederitzsch (SBZ Nord – 170 Plätze; Bau im Jahr 2007)
  • Errichtung einer Kita im Stadtbezirk Altwest (Initiative Buchkinder e.V. – ca. 80 Plätze)
  • Neubau einer Kita mit 75-100 Plätzen am Standort Stallbaumstraße durch die WBG Lipsia (SBZ Nord; Trägerauswahl erfolgt durch WBG Lipsia)
  • Schaffung einer Einrichtung Täubchenweg/Breite Str. (SBZ Ost – 80 Plätze, Inbetriebnahme durch Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. 2009)
  • Neubau einer Einrichtung in der Dauthestraße (SBZ Südost – 80 Plätze, Inbetriebnahme durch Kinderland 2000 gGmbH 2009)
  • Lößniger Str./Arthur-Hoffmann-Straße (SBZ Süd – 120 Plätze, Inbetriebnahme durch Verein berufstätiger und alleinerziehender Eltern e. V. Ende 2008)
  • Rietschelstr. 10 (SBZ Altwest – 70 Plätze, Inbetriebnahme durch Diakonie Ende 2008)
  • Grünauer Allee 18 (SBZ West – 70 Plätze, Inbetriebnahme durch Mitra e. V. Ende 2007)

 

[Update: 18.12.2008] rares gut – krippenplatzsuche in leipzig!

die krippenplatzsuche in leipzig gleicht einem lotteriespiel. auf auf zu fröhlichen jagen heißt es nun seit 17.12.2008 in leipzig. das neue portal zum suchen, finden und buchen von kitaplätzen ging gegen 11.30 uhr online. sicher haben sie, liebe eltern, diesen moment sehnsüchtig erwartet. der langversprochene kitaplatz war ganze 60 minuten in greifbare nähe gerutscht. schon nach kurzer zeit geriet das system an technische grenzen. nach aussagen von eltern waren die freigegebenen plätze innerhalb weniger stunden weg. heute um 20:31 uhr warten aktuell noch 3 freie kindergartenplätze auf dankbare kunden.

und neben allem elektronischem suchen und dem vorsprechen in den einrichtungen gibt es gerade für eltern mit kleinen kindern unter 3 noch weitere möglichkeiten. die kindertagespflege ist einseit vielen jahren in leipzig auf dem vormarsch. 400 tagesmütter und -väter betreuen mittlerweile zwischen 3 bis 5 kinder. vom eigenem haus bis zu angemieteten räumen gibt es auch pädagogisch keine unterschiede. die fachlichen anforderungen an kindertagespflegepersonen sind ebenso hoch wie die, die an eine erzieherin gestellt werden. und auch in kindertagespflege gibt es je nach ortsteil und stadtbezirk weniger, mehr oder keine freien plätze. das lässt sich aber ändern, denn wir helfen ihnen ihre eigene ausgewählte kindertagespflegeperson an den start zu bringen. sie wissen schon genau, wie die aussehen soll?

prima! dann mailen sie uns an tm@familienfreund.de oder hinterlassen sie uns unter 0341 355540810 eine nachricht. wir rufen sie so schnell wie möglich zurück und informieren sie gern über die einzelheiten. von a wie ausbildung bis z wie zertifizierte qualität vereinen wir ihre individuellen wünsche und bedürfnisse und die ihres kindes in einer neuen kindertagespflegestelle. von mindestens 3 bis maximal 5 betreuten kindern ist alles drin.

 

[Update: 04.02.2010] Trägerportal: Gutes Potential – verschenkt!

Seit vielen Jahren ist die Stadtverwaltung bestrebt, das Problem der Doppelanmeldung, des Windhundverfahrens und der damit verbundenen seit langem ungenauen Bedarfsplanung bei Krippen- und Kindertagesstätten zu beheben. Durch die Kooperation der Verwaltung und dem eigenen Stromversorger war es letztes Jahr endlich möglich die Summe von jährlich 20.000 Euro für drei Jahre zur Verfügung zu stellen. Nach etlichen Verschiebungsmitteilungen wurde das Trägerportal am 16.09. in der Version 1.0.4. in den produktiven Betrieb gegeben. Knapp 4 Stunden später hatten die familienfreunde und weitere 23 Vertreter anderer Kommunen und Landkreise die Chance, ein paar Details zu erfahren.

Leider bezog sich die Präsentation während der KOMCOM, der IT-Messe für kommunale Anwender, fast ausschließlich auf Problemanalyse und Zielentwicklung. In einer (!) Folie wurde das Konzept zum Trägerportal kurz angerissen und vom Programmierer der LECOS auch fachinhaltlich in Bezug auf Bedarfsplanung und Bevölkerungsentwicklung erläutert. Leider wurde zu diesem Zeitpunkt, auch auf Nachfrage aus dem Publikum, auf einen direkten Einblick verzichtet. Mit Fragen zu Wunsch- und Wahlrecht gemäß sächsischem KiTa-Gesetz haben wir uns zurückgehalten, um nicht als ‚Stimmungsmacher‘ abgetan zu werden.

zu wenig technische details

Überrascht wurden wir mit dem technischen Hintergrund, dass Zugang zum Trägerportal nur über spezielle Computer und mit personen(!)bezogenen Zertifikaten erfolgen kann. Aus Datenschutzgründen begrüßen wir dies sehr, es wirft aber auch einige Fragen auf. In einer indivudellen Vorführung mit echten (!) Daten einer uns bestens bekannten Einrichtung haben wir einen noch tieferen Blick und leider auch Ernüchterung erlangt. Die Zahlen aus der Betriebserlaubnis sollen (so wahrheitsgemäß wie möglich) durch die KiTa-Leitung eingeben werden. Eine Prüfung durch das Jugendamt kann/soll aus technischen Gründen nicht erfolgen. Ebenso ist, nach Aussage auf der Messe, die Eingabe von Überkapazitäten jederzeit möglich.

Integrationsplätze, also Plätze für Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, können zwar im Trägerportal verwaltet, aber nicht über das Elternportal gebucht werden. Zu diesem Zweck sollen die Eltern zwingend den Weg in die Einrichtung gehen. Weiteres Manko scheint die Nichtbeachtung der Barrierefreiheit zu sein – wichtiger war das Look and Feel der leipzig.de-Seite zu übernehmen. Hier müssen Test mit Screenreadern und Textbrowsern zeigen, ob die Anforderungen der EU an entsprechende Auftritte erfüllt werden.

Sicher ist es für den oder die Eingebende im Trägerportal von Vorteil, wenn für das Beschreiben der Konzeption der Einrichtung ein großes Textfeld inkl. Verweismöglichkeit auf die Einrichtungs- bzw. Trägerseite besteht. Auch ist eine Volltextsuche sehr angenehm. Jedoch ist es aus Sicht der Filtermöglichkeit durch die verschiedenen beschreibenden Worte bzw. deren Schreibweise eher suboptimal.

Schlussendlich bleibt uns nur eines hinzuzufügen:

Die Eltern im Großraum Leipzig haben nun lange genug gewartet. Nach den vielen verschobenen Terminen ist es an der Zeit auch das Elternportal in Angriff zu nehmen. Außerdem bleibt zu hoffen, das trotz der starken Einbindung in das Vergabesystem die Freien Träger trotzdem Freie Träger bleiben und Wert auf ein individuelles und hochwertiges Konzept legen.

 

[Update: 27.10.2010] süffisant präsentiert – kita-planung 2011 in leipzig

obm jung und seine fachbürgermeister bonew und fabian hatten heute ins altehrwürdige rathaus gerufen, um die kita-planung 2011 bekanntzugeben. als unterstützung waren auch heike förster, chefin der jugendhilfeplanung, und thomas schmidt, herr über die finanzen im jugendamt, hinzugerufen worden. allein an dieser armada an fach- und führungskräften zeigt sich, wie wichtig das thema familien kinderfreundlichkeit für die verwaltungsspitze ist. dennoch gab jung zu, bei gesprächen mit seinen westkollegen das thema nur leise zu besprechen, um nicht begehrlichkeiten zu wecken. die ansage vom obersten ex-lehrer war klar: 2 millionen will ich mehr ausgeben – als signal. dann kam die schwierige frage: schaffen wir (die verwaltung) plätze oder lassen wir die beiträge für die eltern gleich? antworten mussten bonew und fabian. der eine hat ein großes, persönliches interesse und der andere, ähm, ja, antwortet einfach.

und der chef war zufrieden, mit der vorgelegten antwort; hatte jedoch auch mitdiskutiert, wie in der pressekonferenz zu erfahren war. es werden plätze geschaffen: 1425 mehr als 2010 geplant waren. und (!) die elternbeiträge bleiben quasi gleich. applaus! statt der 2 millionen, so des chefbürgermeisters ansage, werden nun sogar 4,6285 millionen mehr geplant. kein problem – so bonew, die steuereinnahmen wurden ja schon als steigend prognostiziert. fabian hakt sofort ein und freut sich, das man(n) allen, sowohl qualitativ als auch quantitativ, gerecht werden wird.

das die leipziger, mit und ohne kinder, die plätze schaffen, den beitrag niedrig halten und das gehalt der 5 wackeren zahlen, brauchen wir ja nicht zu erwähnen – sind ja steuern, die da verplant werden. ein bisschen konkretes aus den powerpointfolien, denn beschlossen wird ja im stadtrat.

  • 383 plätze für unterdreijährige bei kindertagespflegepersonen (tagesmütter, tagesväter) werden neu geplant
  • 119 plätze werden in krippe neu geplant
  • 1 platz wird bei kindertagespflegepersonen für kinder über 3 jahren geplant
  • 590 neue kindergartenplätze werden geplant
  • hortplätze soll es, wenn alles nach plan verläuft, 332 neue geben.

einziger wermutstropfen, den aber keiner erwähnt hat: die plätze, die 2010 trotz plan nicht geschaffen wurden, wurden hier nicht abgezogen. an dieser stelle sei einmal erwähnt, dass der kollege der leipziger volkszeitung außerordentlich kritisch nach dem unterschied zwischen plan und realität in 2010 gefragt hat, aber leider nur eine wischi-waschi-antwort vom stellvertretenden jugendamtsleiter bekam. dennoch werden, und das wissen ja mittlerweile alle, die kommenden geplanten plätze regelmäßig vorher in den zeitungen, radiobeiträgen und fernsehbeiträgen gefeiert.

bemerkenswert ist die tatsache, dass das jugendamt nicht etwa bedarfe bei den eltern erfragt, sondern einfach 1 % auf die bisherige nutzungsquote aufgeschlagen hat und dies als bedarf ‚verkauft‘; denn im gesetz steht ja, das es ein bedarfsgerechtes angebot geben muss (!) – nix mit freiwillig und von kassenlage abhängig.

noch ein kleines gedankenexperiment am rande, basierend auf der letzten folie. nehmen wir einmal an, die zahl der plätze in 2004 lag wirklich bei 24.300 und war nicht nur eine planzahl. unterstellen wir weiterhin (minimalannahme) eine plan-ist-abweichung von jährlich 10%, so haben die leipziger eltern statt der anvisierten knapp 37.000 plätze lediglich 35.500 plätze zur verfügung.

JahrPlanZuwachs, Planrealisierter ZuwachsPlan, realistischer
200424.300
200525.8791.5791.42125.721
200628.6902.8112.52928.250
200730.3571.6671.50029.750
200831.32797087330.623
200933.5642.2372.01332.636
201035.3741.8101.62934.265
201136.7991.4251.28235.547

was man mit statistik und planspielchen doch so alles erreichen kann, oder?

 

[Update: 09.11.2011] das kommt 2011 – 2015 … an neuen kindertagesstätten in leipzig

das kommt 2011 … an neuen kindertagesstätten in leipzig oder auch nicht. aber erstmal wollen wir sie über die von der stadt leipzig geplanten neuen einrichtungen informieren:

StadtbezirkAnschriftPlätzeTräger
MitteK.-Liebknecht-Straße 30-32120CARITASverband Leipzig e.V.
Puschstraße 952Diakonisches Werk – Innere Mission
SüdOstKarl-Siegesmund-Straße120wird ausgeschrieben
Kregelstraße120wird ausgeschrieben
SüdFichtestraße78Dr. P. Rahn & Partner
Prinz-Eugen-Straße 9-1380CARITASverband Leipzig e.V.
Frohburger Straße 33168Kindervereinigung Leipzig e.V.
Raschwitzer Straße 848Initiative Waldorfpädagogik
AltwestJosephstraße 11100Buchkinder e.V.
NordHerloßsohn-/Fechnerstr.70Kindervereinigung Leipzig e.V.
Hoepnerstraße 1784CARITASverband Leipzig e.V.

nach aussagen im jugendhilfeausschuss und stadtrat werden alle einrichtungen erst nach eröffnung in das städtische informationssystem kivan / meinkitaplatz-leipzig.de aufgenommen. ob sich eine bewerbung schon vorher lohnt oder ob große teile der plätze bereits verbucht verkauft sind, kann ihnen unser familienservice beantworten.

das kommt von 2012 – 2015 an kindertagesstätten in leipzig

aus dem maßnahmenkatalog kindertagesstätten für die jahre 2012 – 2015 der stadtverwaltung leipzig haben wir folgende vorhaben entnommen und freuen uns schon jetzt, dass viele neubauten und ersatzneubauten geplant sind. ob sie natürlich so auch kommen, steht wie immer auf einem anderen blatt. wie bereits in unserem beitrag ‚das kommt 2012 … an neuen kitas in leipzig‘ geschrieben, sind folgende vorhaben noch für 2011 zur inbetriebnahme geplant:

  • friedrichshafner str. 25 (waldorfschulkindergarten leipzig e.v.)
  • platner str. (deutscher kinderschutzbund e. v.)
  • palmstr. 4 (kinderland 2000 ggmbh)
  • tiroler weg (elterninitiative „regenbogenkinder“ e.v.)
  • raschwitzer straße 4 (initiative waldorfpädagogik)
  • prinz-eugen-str. 9-13 (st. elisabeth) (caritasverband leipzig e.v.)
  • w.-heinze-str. 22/ merseburger str. 14 (mütterzentrum e.v.)
  • frohburger str.33 (kindervereinigung leipzig e.v.)

ob sich eine bewerbung schon vorher lohnt oder ob große teile der plätze bereits verbucht verkauft sind, kann ihnen unserfamilienservice beantworten. die weitere, geplante kapazitätserweiterung sieht wie folgt aus:

kindertagesstätten in leipzig 2012

  • meininger ring (frühe hilfen für entwicklungsgestörte und behinderte kinder leipzig e.v.)
  • rietschelstraße 53 (fröbel ggmbh)
  • alte theklaer str. 15 (johanniter-unfall-hilfe e.v.)
  • blumenstraße 9-11 (outlaw gesellschaft für jugendhilfe e.v.)
  • güldengossaer straße (volkssolidarität leipziger land/ muldental e.v.)
  • puschstraße 9 (diakonisches werk innere mission)
  • josephstr. 11 (buchkinder e. v.)
  • hoepner str. 17 (caritasverband leipzig e.v.)
  • paul-gruner-straße 26 (diakonisches werk-innere mission)
  • schulze-delitzsch-str. (outlaw gesellschaft für jugendhilfe e.v.)
  • bästleinstraße / torgauer str. 114 (bip kreativitätszentrum ggmbh)
  • lößniger straße 6 (verein zur unterstützung berufstätiger und alleinerziehender eltern e.v.)
  • brandvorwerkstraße 52-54 (wird ausgeschrieben)
  • mosenthinstraße (ev.-luth. christuskirchgemeinde)

kindertagesstätten in leipzig 2013

  • g.-schumann-straße 60 (stadt leipzig)
  • riebeckstraße 63 (stadt leipzig)
  • am klucksgraben (volkssolidarität leipziger land/ muldental e.v.)
  • max-liebermann-str.15 (afjfb – errichtung über investor)
  • fichtestraße 28 (dr. p.rahn & partner)
  • audorfstraße (karl-liebknecht str. 30 – 32) (caritasverband leipzig leipzig e.v.)
  • richterstraße / f.-seeger-straße (ev.-luth. michaeliskirchgemeinde)

 

[Update: 10. 11.2011] Bedarfsplanung: Darf meine Schwester nicht in die KiTa?

So würde die BILD-Zeitung wahrscheinlich titeln oder auch : „Ist das noch sozial, Herr Bürgermeister Fabian (SPD)? Nur jedes 2. Kind darf in die Krippe!“ Zur besten Mittagszeit wurde am 9. November 2011 im Leipziger Rathaus das langfristige Entwicklungskonzept Kindertagesstätten bis 2025 vorgestellt. Auf einige, wenige Punkte möchten wir gerne etwas näher eingehen und womöglich Denkanstösse liefern.

Was sind eigentlich Kindertagesstätten?

Seit unserer Gründung im Jahr 2006 dürfen wir den Menschen erklären, wie nach Sozialgesetzbuch 8 und u.a. dem Sächsischen Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (Download unten) eine Kindertagesstätte, ein Kindergarten, eine Kinderkrippe und die Kindertagespflege definiert wird. Umso erstaunter waren wir wieder einmal, mit welcher Innovation die Vorlage für den Stadtrat im Jahr 2011 aufwartet:

In dieses Konzept neu aufgenommen wurden die Horte und die heilpädagogischen Einrichtungen, da sie für die Gesamteinschätzung des Themas Kindertagesbetreuung in Leipzig unverzichtbar sind.“ (Seite 3)

Auch im Rathaus ist also angekommen, dass Horte zu den KiTas gehören. Das freut uns sehr.

✅ Ja, ich möchte das SächsKiTaG kostenlos zugesandt bekommen.

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In unserer Datenschutzerklärung erläutern wir, wie verantwortungsvoll wir mit ihren Daten umgehen und diese selbstverständlich nicht an Dritte weitergeben.

Behindert oder nicht?

Nicht zum ersten mal mussten wir, die wir uns tagtäglich um Sorgen und Nöte von Menschen kümmern, mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen, wie teilend die Vertreter des Leipziger Dezernates für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule über die verschiedenen, wenn auch jungen Menschen, sprechen und schreiben.

Die Zielstellung besteht darin, die Schnittstelle zwischen SGB 12 und SGB 8 und der damit direkt im Zusammenhang stehende Auftrag der Inklusion behinderter Kinder zu optimieren.“ (Seite 3)

Schade, dass es nicht um das Miteinander von jungen Menschen mit unterschiedlichen Förderbedürfnissen geht. Aber nach der Aussage von Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der Eröffnung des Tages der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung, dass Inklusion für ihn ein neues Wort ist, ist das von seinen Mitarbeitern und Kollegen nicht anders zu erwarten. Leider.

Entwicklung wohnhafter Kinder in der Stadt Leipzig bis 2025 (Prognose)

Altersgruppe

2011

2012

2013

2014

2015

2020

2025

bis 3 Jahre

15.699

15.739

15.728

15.668

15.589

15.017

14.513

3 bis 7 Jahre

17.699

18.547

19.229

19.664

19.861

19.484

18.771

Summe

33.398

34.286

34.957

35.332

35.450

34.501

33.284

Auf die vielen, vielen tollen neuen Plätze der vergangenen Jahre, die bei der Präsentation präsentiert wurden, möchten wir hier verzichten. In der Vergangenheit (hier, hier) haben wir leider feststellen müssen, dass von den geplanten und angekündigten Einrichtungen nur ein Teil, meist sogar weniger als die Hälfte, umgesetzt wurden.

Und dennoch stimmen wir @signifikanten zu, der twitterte: „Jeder Tagesstättenplatz ist ein guter. Auch im Plan.

Was ist denn nun Bedarf bzw. wer hat Bedarf ?

Für die Definition des Bedarfes gibt es leider keine endgültige juristische Auslegung. So legt das Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig mit folgender Ausführung die Maßstäbe recht niedrig:

Bei der Ermittlung des Bedarfs wurde von dem Grundsatz ausgegangen, dass Nutzungsquoten zu einem Zeitpunkt erhoben werden, an dem ein repräsentativer Einblick in die tatsächliche und maximal zu erwartende Belegungssituation möglich ist. Für den Kinderkrippenbereich ist das der Monat Dezember, für den Kindergarten der Monat Juni und für den Hort der Monat September.“ (Seite 16)

Warum recht niedrig?

Wenn es keine Plätze gibt, dies über einen längeren Zeitraum und dazu noch stadtweit bekannt, werde ich, auch wenn ich meinem Kind die beste Bildung, Erziehung und Betreuung angedeihen lassen muss (Art. 6 Grundgesetz), diese Pflicht nicht wahrnehmen und keinen Bedarf anmelden. Somit sind die Nutzungsquoten viel niedriger als das wirkliche Bedürfnis des Bürgers, ein verbrieftes recht (§24 Abs. 2 SGB 8) auf ein bedarfsgerechtes Angebot einzufordern.

Für das Jahr 2011 wird bei der Berechnung des Platzbedarfs analog 2010 eine Nutzungsquote von 46 % wie 2010 verwendet und diese für die Fortschreibung der Jahre 2012-2014 jährlich um 1 % angehoben.

Andersherum betrachtet werden also von vornherein 54% der Kinder von einer hochwertigen und pädagogischen Bildung und Erziehung geplant ausgeschlossen. Und unter Berücksichtigung der nicht umgesetzten Pläne aus der Vergangenheit billigend in Kauf genommen, dass noch mehr junge Menschen ihrer gleichen Bildungschancen beraubt werden.

2015 soll damit eine Nutzungsquote für Krippenkinder in Kindertageseinrichtungen von 50 % erreicht werden, die dann für die Folgejahre bis 2025 fortgeschrieben wird. Für die Altersgruppe der Kindergartenkinder wird ab dem Jahr 2012 eine Nutzungsquote von 92 % zugrunde gelegt.

Platzbedarf aus geplanter Nutzungsquote im Vorschulalter

Altersgruppe2011201220132014201520202025
Krippenplätze in Kindertageseinrichtungen4.8805.0025.1105.2005.2775.0934.913
Kindergartenplätze in Kindertageseinrichtungen16.10617.06317.69118.09118.27217.92517.270
Kindertageseinrichtungen insgesamt20.98622.06522.80123.29123.54923.01822.182

Ob mit diesem Konzept das große Ziel einer kinder- und familienfreundlichen Stadt zu schaffen ist ?

Die gemeinsame Schaffung kinder-, jugend- und familienfreundlicher Lebensbedingungen muss auch künftig in Leipzig nicht als herkömmliche Sozialpolitik verstanden werden, sondern als eine zukunftsorientierte kommunale Entwicklungspolitik“.(Strategische Ziele der Kommunalpolitik für die Kaushaltsplanung ab 2006 – RB-Nr. 1286/05g vom 14.12.2005).

Quelle der Seitenangaben: die Stadtratsvorlage (pdf) ist im elektronischen Ratsinformationssystem der Stadt Leipzig zu finden.

 

[Update: 29.3.2012] Leipzig: KiFaZ wird weitergeführt

das modellprojekt „weiterentwicklung von leipziger kindertageseinrichtungen zu kinder- und familienzentren“ wird im april 2012 nach drei jahren erfolgreich bilanziert. weitere kindertagesstätten sollen künftig zu kinder und familienzentren (kifaz) entwickelt werden. beteiligt waren 10 kindertagesstätten aus leipzig. in das modellprojekt flossen insgesamt rund 853.000 euro, der städtische eigenanteil betrug ca. 647.000 euro, die eu-fördermittel beliefen sich auf rund 146.000 euro und die fördermittel vom freistaat sachsen auf 60.000 euro.

im rahmen des modellprojektes standen sozialpädagogen im umfang von zehn wochenstunden pro kita zur konzeption und koordination der weiterentwicklung zu familienzentren zur verfügung, gab es ein zusätzliches einrichtungskonkretes budget zur umsetzung des familienzentrenangebotes, wurden umfangreiche fortbildungen und supervision für alle kita-teams angeboten, fand trägerübergreifende vernetzung und austausch statt und führte die htwk leipzig eine wissenschaftliche evaluation durch. die beteiligten fachkräfte wurden zu themen des modellprojektes qualifiziert. die erziehungspartnerschaft wurde mittels elterncafés, werkstatt- und vorlesenachmittagen, babygruppen, offenen elterntreffs und elternfrühstücken ausgestaltet. wo zusätzlich sprach- und kulturmittler eingesetzt waren, konnte der zugang zu familien mit migrationshintergrund stark verbessert werden.

wichtigstes kriterium für diese neue qualität in der zusammenarbeit mit familien ist das entstehen einer kooperationsbeziehung, in der beide seiten, erzieher und eltern, gemeinsam verantwortung für die förderung des kindes übernehmen und sich gegenseitig als experten für das kind wahrnehmen.

geplante maßnahmen ab mai 2012

  • die weiterentwicklung von kitas zu kinder- und familienzentren in leipzig soll an den bestehenden standorten gesichert und an bis zu acht neuen standorten ausgebaut werden.
  • das qualitätssicherung wird durch eine neu zu schaffende stelle „projektkoordination kifaz“ im amt für jugend, familie und bildung unterstützt.
  • ab 2013 werden jährlich vier weitere kitas in sozialen schwerpunktgebieten zu kinder- und familienzentren weiterentwickelt. dazu wird 2012 ein ausschreibungsverfahren entwickelt.
  • ab 2013 werden sprach- und kulturmittler an sechs ausgewählten kifaz-standorten eingesetzt, ihre arbeit wird durch die htwk leipzig evaluiert.
  • die kooperationsbeziehungen zu den jeweiligen grundschulen und horten des sozialraumes sollen gestärkt werden.
  • es soll eine externe qualitätsprüfung der arbeit der kifaz- einrichtungen (gütesiegel) durch die htwk leipzig erfolgen.

kontakt:

petra supplies, amt für jugend, familie und bildung, telefon: 0341 123-4390,

e-mail: petra.supplies@leipzig.de

 

[24.11.2012] Bedarfsplanung für 2013: neue Jubelzahlen für Krippenplätze in Leipzig

Am 23. November 2012 war es wieder soweit und Bürgermeister Fabian sowie Heike Förster und Thomas Schmidt hatten zum Pressegespräch ins Leipziger Rathaus geladen, um die Bedarfsplanung für 2013 ff. vorzustellen. Gerne zeigen wir Ihnen, wo Kommune, Freie Träger und Investoren zukünftig vorhaben, Plätze für die Bildung und Betreuung von kleinen und kleinsten Kindern anzubieten.

Zunächst möchten wir auf die Ankündigungen aus 2011 und 2012 hinweisen, denn einige Einrichtungen sind auch in 2013 zu finden bzw. es muss befürchtet werden, das diese sogar erst 2014 ‚ans Netz‘ gehen.

StadtbezirkAnschriftTrägerPlatzkapazität, SollHinweis
MitteBlumenstraße 9-11Outlaw Ges. für Jugendhilfe gGmbH90 (davon 41 neu)Ersatz für Coppistr.

Ziel: Q4 2013

Anmerkung:

im Bedarfsplan seit 2012

OstSchulze-Delitzsch-StraßeOutlaw Ges. für Jugendhilfe gGmbh163Ziel: M9 2013

Anmerkung:

im Bedarfsplan seit 2012

AltwestJosephstraße 11Buchkinder e.V.120Ziel: M3 2013

Anmerkung:

im Bedarfsplan seit 2009

Gemeinsam mit Freien Trägern bzw. Investoren plant das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule für 2013 folgende 8 Neubauten bzw. Ergänzungsbauten:

StadtbezirkAnschriftTrägerPlatzkapazität, SollHinweis
MitteLinnéstraße 4-9150Ziel: M12 2013
InselstraßeMitra e.V.68Ziel: M12 2013
Lößniger Straße 6Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern89Ergänzungsbau

Ziel: M12 2013

SüdwestWeißenfelser StraßeLeipzig International School e.V.Anmerkung: eventuell Käferhaus e.v. ?112Ergänzungsbau

Ziel: M08 2013

Erich-Zeigner-Allee 75FAIRbund e.V.60Ziel: M3 2013
Knautnaundorfer Straße 6Volkssolidarität Leipziger Land / Muldental e.V.82Ziel: M11 2013
AltwestThietmarstraße 1-11Stadt Leipzig, Amt für Jugend, Familie und Bildung165Ziel: Q3 2013
NordwestFreirodaer Straße 2Volkssolidarität Leipziger Land / Muldental e.V.60Ziel: M3 2013

Darüber hinaus werden Nutzungserweiterungen bei bestehenden Kindertagesstätten in 2013 geplant und verteilen sich wie folgt über das Stadtgebiet:

StadtbezirkAnschriftTrägerErweiterung, SollBemerkungen
OstBisamstraße 15DRK Akademischer Kreisverband Leipzig e.V.51Ziel: M1 2013
SüdostSommerfelder Straße 29Ev.-Luth. Marienkirche36Ziel: M10 2013
WestJupiterstraße 37DRK Akademischer Kreisverband Leipzig e.V.45Ziel: M3 2013
AltwestRietschelstraße 52FRÖBEL Leipzig gGmbH60Ziel: M12 2013

Schlussendlich sei noch aus der Powerpoint Präsentation angefügt, das die Stadt Leipzig in 2013 erstmals auch Maßnahmen in sogenannter Modulbauweise realisieren wird. Nach der vorgestellten Tabelle sind dies 699 Kindergartenplätze und 160 Krippenplätze. Zusätzlich sind noch 250 neugeplante Plätze in Kindertagespflege aufgeführt.

Hinweis: Falls Sie nichts finden oder keine Lust und Zeit haben, selbst zu suchen, kann Ihr Arbeitgeber gerne unseren FamilienService mit dem fachlich korrekten Organisieren und Managen der Ganztagsbetreuung beauftragen. Neben der reinen Platzbeschaffung helfen wir Ihnen die generelle Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern und Sie können sich auf Ihre Angehörigen sowie Ihre Berufung konzentrieren – die dazwischenbefindlichen Hindernisse räumt der familienfreund gern und deutschlandweit für Sie (und mit Ihnen) aus dem Weg.

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