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Briefaktion des Netzwerk Leipziger Tageseltern vom November 2012

Vater und Kind (c) hince / pixabay.de

Heute erreichte uns folgender Brief des Netzwerk Leipziger Tageseltern, den wir gern den Interessierten zur Kenntnis geben möchten. +++ Eilt!!! +++ Schnell weiterleiten und an alle TPP verteilen!!! +++ +++ Briefe sofort ausdrucken, ausfüllen und abschicken!!! +++

Liebe Tagesmütter und Tagesväter,

sieben Monate sind nun vergangen seit unserer ersten Briefaktion an die Stadtratsfraktionen und das Jugendamt der Stadt Leipzig.

Diese Aktion hatte einiges bewirkt, aber leider noch nicht genug, wie sich jetzt herausstellte. Auf Grund der Aktion kam es am 09.07.2012 im Rathaus zu einer gemeinsamen Sitzung der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, dem Jugendamt in Person von Herrn Thomas Schmidt, sowie ca. 100 interessierten Tageseltern. Seitens des Jugendamtes wurde uns damals versprochen, auf einem Workshop mit Leipziger Tageseltern einen Vorschlag für die Erhöhung unserer laufenden Geldleistung zu unterbreiten, diesen mit den Tageseltern zu diskutieren und ihn dann dem Stadtrat als Beschluss vorzulegen. Ende August gab es so einen Workshop, auf welchem aber kein derartiger Vorschlag vom JA vorgelegt wurde und demzufolge auch nicht diskutiert werden konnte.

In den darauf folgenden Monaten haben wir immer wieder das Jugendamt an sein Versprechen erinnert und um den versprochene Workshop gebeten – ohne Antwort, ohne Termin! Statt dessen hat man nun an den Leipziger Tageseltern vorbei und quasi hinter unserem Rücken einen Beschlussvorschlag für den Stadtrat erarbeitet, der in keiner Weise unseren Vorstellungen und Erwartungen entspricht. [Anmerkung: Es geht um diese Ankündigung. ]

Der negativste Punkt aus diesem Papier ist, dass die laufende Geldleistung pro Stunde und Kind nur um 20 Cent erhöht werden soll und dies auch erst ab 01.08.2012. Und ab dem 01.01.2015 soll die Fortschreibung der laufenden Geldleistung den gültigen Empfehlungen des Sächsischen Städte- und Gemeindetages unterliegen. Hiermit soll unser Lohnniveau, das aktuell bei nur 70 Prozent des Bundesdurchschnittes liegt, auf niedrigem Niveau festgeschrieben werden.

Unsere Hauptforderung betrifft den Stundensatz der laufenden Geldleistung für unsere Arbeit. Wir wollen, dass dieser in zwei Jahresschritten zu jeweils 0,55 Euro/Std, angehoben wird, damit er zum 01.01.2014 dem Bundesdurchschnitt entspricht. Dieser liegt aktuell bei 3.55 Euro/Std und Kind. Und wir wollen die nächste Erhöhung nicht am 01.08.2013 sondern am 01.01.2013! Denn die letzte Erhöhung liegt dann bereits schon 3 Jahre zurück!

Durch die beschriebene Überrumpelungs-Taktik will man uns kurzfristig vor vollendete Tatsachen stellen und uns weiterhin unseres demokratischen Mitbestimmunsgrechtes berauben. Wir sind es, die die Betreuungsarbeit an den Kindern und Familien leisten und dafür voll in der Haftung stehen. Deshalb wollen wir unbedingt über die Konditionen,  unter denen diese Arbeit stattfindet und wie sie vergütet wird, mitbestimmen! Die genannte Vorlage soll nun schon Anfang Dezember dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden. Es bleibt also nur noch wenig Zeit, von Seiten der Tageseltern darauf Einfluss zu nehmen. Deshalb haben wir uns entschlossen, kurzfristig eine neue Briefaktion zu starten. Wir rufen Euch alle dringend auf, SCHNELL die Briefe auszudrucken , auszufüllen und an die eingetragenen Adressen zu schicken. Es geht um unser Mitbestimmungsrecht und unsere Einkünfte der nächsten Monate und Jahre. Das sollte jeder/m von uns uns ein paar Cent Porto wert sein (Natürlich können die Briefe auch direkt beim Neuen Rathaus in den Briefkasten geworfen werden)

Wir sind keine unterdurchschnittlichen Bundesbürger und wollen deshalb auch nicht unter dem Bundesdurchschnitt bezahlt werden! Die Briefaktion vom Frühjahr war noch eine persönliche Initiative von Suzanne Haas und Axel Münster. Inzwischen hat sich eine trägerübergreifende Initiative gegründet, die die weiteren Maßnahmen zur Durchsetzung unserer Rechte koordinieren wird: Das „Netzwerk Leipziger Tageseltern“.

An diese Stelle möchten wir noch anmerken, dass bei der ersten Briefaktion ca. 85 Tageseltern teilgenommen haben. Die meisten davon bekamen höfliche Briefe vom Jugendamt, mit bisher allerdings unerfüllten Versprechungen. Und es hat keine einzige Tagesmutter und kein Tagesvater wegen der Teilnahme an der Aktion irgendwelche Schwierigkeiten bekommen. Habt Mut und seid Euch sicher – sie haben Respekt vor uns – so soll es auch sein!

Kämpferische Grüße!

Suzanne Haas Paul Franke

Tina Schleining Axel Münster

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