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Fünftes Interdisziplinäres Gespräch: MINT – Zukunft schaffen. Technikbildung von Anfang an

MINT - Zukunft gestalten - Gräbe, Groepler-Roeser

Die Evolution der Menschen ist in vielem bestimmt durch Werkzeugherstellung und Werkzeugnutzung, und auch bei den vielfältigen Herausforderungen der heutigen Zeit ist eines gewiss – ohne den in Werkzeugen und Techniken angesammelten Sachverstand der Menschheit wird man diesen Herausforderungen kaum begegnen können. Im sachgemäßen Einsatz von Techniken und Werkzeugen verschwinden die Grenzen zwischen Herstellung und Gebrauch. Der „dressierte Gorilla“ am Fließband als eines der Bilder fordistischer Arbeitsorganisation des „ein Kopf und tausend Hände“ hat im Zeitalter immer billigerer Rechentechnik weitgehend ausgedient – lassen sich doch solche „Dressurleistungen“, in Handlung gesetzte Konzepte, heute viel einfacher und genauer über Software und geeignete Hardware und Aktoren realisieren. Die Verbindung zwischen handlungsmächtigem „Wort“ und dessen Realisierung in der „Tat“ ist seit den Zeiten eines darüber sinnierenden Doktor Faust noch enger geworden.

Die Zeit ist längst angebrochen, wo keine Hand mehr ohne den zugehörigen Kopf zu gebrauchen ist. Köpfe sind mehr denn je gefragt, um die richtigen Worte für die  „aufs Wort gehorchenden Technik“ zu finden. All dies ist ohne eine breit angelegte Technik-Bildung nicht zu haben. Gleichwohl zeigt die Bewerbersituation in den MINT-Fächern nicht nur an der Universität Leipzig, dass dabei einiges aus dem Lot geraten ist.

Mit diesem Fünften Interdisziplinären Gespräch wollen das Institut für angewandte Informatik und das MINT-Netzwerk Leipzig auf die Bedeutung einer frühzeitigen Orientierung auf Technikbildung hinweisen, die bereits im Vor- und Grundschulalter mit altersangemessenen Angeboten einsetzen muss. Wir wollen zugleich auf Beispiele und Aktivitäten hinweisen, wie diese Gedanken an Orten wie der  Inspirata praktische Umsetzung finden und welche übergreifenden Möglichkeiten der Zusammenarbeit sich an einem entwickelten Wissenschaftsstandort wie Leipzig auf diesem Gebiet ergeben.

Das Institut für Informatik der Universität Leipzig lädt ein zum

Fünften Interdisziplinären Gespräch: MINT – Zukunft schaffen. Technikbildung von Anfang an

Termin: 25. Oktober 2013, 10-15 Uhr

Ort: Universität Leipzig, Neuer Senatssaal, Ritterstraße 26, 04109 Leipzig

Mit diesem interdisziplinären akademischen Gespräch wird die im Herbst 2011 begonnene Reihe akademischer Reflexionen über die Umbrüche unserer Zeit fortgeführt. Die Reihe wird unterstützt vom  Institut für angewandte Informatik (InfAI) und dem MINT-Netzwerk Leipzig.

Um die Teilnehmerzahl abschätzen zu können, wird um Anmeldung per Email an graebe@informatik.uni-leipzig.de gebeten.

Programm
10-12:30 Uhr Impulsbeiträge (jeweils 20 Minuten) und erste Diskussion

  • Prof. Hans-Gert Gräbe (Uni Leipzig): Technik und Sprache. Technik, die aufs Wort gehorcht …
  • Sylvia Schöne (LJBW Dresden): Entwicklungspsychologische Aspekte frühkindlicher Technikbildung
  • Sylke Saupe (BIP Kreativitätsgymnasium): Zur Gestaltung von „Erfinden Entdecken Erforschen“ in der Orientierungsstufe nach dem Crossover-Prinzip
  • Ramona Bernt-Kuhn (BIP Kreativitätsgrundschule): Zur Umsetzung des Rahmenplanes „Erfinden Entdecken Erforschen“ zur Kreativitätsförderung in der Grundschule
  • NN (BIP Kreativitäts-Kindertagesstätte MiniMax): Zur Frühförderung im Bereich „Erfinden Entdecken Erforschen“
  • Ines Petzschler (Inspirata Leipzig, angefragt): Die Bedeutung der Inspirata als außerschulischer Lernort für die frühkindliche MINT-Bildung in der Region Leipzig
  • Dr. Hans-Peter Schmidt (Haus der kleinen Forscher Borsdorf, angefragt): Das Konzept „Haus der kleinen Forscher“

12:30-13:00 Uhr Imbiss vor Ort
13-15 Uhr Fortsetzung der Diskussion

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