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Kinder für‘s Handwerk begeistern…Burg Stünz lädt ein

Burg Stünz Olav Petersen mit dem Ritter (c) familienfreund.de

Mit dem Spruch „Das Handwerk hat goldenen Boden…“ sind wir wohl alle groß geworden. Trotzdem hat der ein oder andere bei der Berufsorientierung einen anderen Weg eingeschlagen. Schon zu den Zeiten als Jan und Tini auf Reisen gingen, gab es den Versuch Kindern und Jugendlichen das Funktionieren der (Um-)welt näherzubringen.

Ein Blick ins Abflussrohr eröffnete die Welt des Klempnerns, eine Fahrt mit der Tatrabahn aus Sicht des Fahrers gewährte Einblicke in dessen Berufsbild und der Besuch auf dem Spielplatz wurde zum Berufsorientierungsevent, wenn es daran ging die Fertigung und den Aufbau bis zur eigentlichen Eröffnung zu verdeutlichen.

Was ich werden will…

Moderne Berufsorientierung- und vorbereitung sieht heute oft anders aus. Schon ab dem Kindergarten entwickeln Kinder Vorstellungen, was sie vielleicht mal werden wollen oder, wie sie das, was sie gerne machen einfach vertiefen können. Klassische Berufsbilder, wie der Feuerwehrmann oder die Krankenschwester hört man hier genauso wie Handwerker oder Bäckerin. Spätestens am Ende der 4. Klasse ist jedoch oft die erste Ernüchterung eingetreten. Berufsorientierung und Berufswünsche weichen dem (theoretischen) Schulstoff und dem Pauken für gute Noten. Die Schullust läßt spürbar nach. Erste Motivationsverluste manifestieren sich. Rein von den Lehrplänen starten erst im 7. oder 8. Schuljahr Berufswahlpass, Besuche von (Karriere-)messen oder der Gang zur Arbeitsagentur.

Vom Berufs-(wunsch) zur Wirklichkeit…

Was Sohn oder Tochter dann werden wollen und letztlich noch werden können, hängt von vielerlei Faktoren ab – nicht zuletzt von den Noten, den verfügbaren Studien- und Ausbildungskapazitäten und der richtigen Mischung aus Praktikas, Gesprächen sowie Beratung. Statistisch sind diese Bemühungen einfach auf einen Punkt zu bringen: Fast jeder Jugendliche lernt irgendeinen Beruf oder wählt ein Studium. Die Berufung allerdings findet man erst im 2. oder 3. Anlauf.

Es geht auch anders! Einmal mehr lohnt es sich auf den gesunden Menschenverstand zu hören! Es gilt unsere Kinder und Jugendlichen entsprechend Ihrer Fähig- und Fertigkeiten bei der Berufswahl zu unterstützen. Ganz praktische Ansätze, wie der Bau der Burg Stünz im Leipziger Osten sind hier genauso gefragt, wie die kontinuierlichen „Ausflüge“ in die die Schule umgebende Lebenswelt.

Soviel Theorie wie nötig so viel Praxis wie möglich!

Wer den Burgvogt der Burg Stünz, Olav Petersen, in der Cunnersdorfer Str. / Ecke Karl-Härting-Straße besucht, erfährt viel über die Holzverarbeitung sowie die Freude am Bauen und Konstruieren. In kurzer Zeit entsprang auf einem privaten Naturgrundstück eine ca. 3 m hohe von Handwerkern gezimmerte Burg. Eine Burg mit 2 Türmen und „unterirdischen“ Gängen. Rund herum ein naturbelassenes Wiesenstück mit schulkindshohen Bewuchs. Der Burgherr Olav Petersen und seine fleißigen Gesellen bieten vor Ort den Besuch der Burg an. Kinder aus den umliegenden Kitas und Schulen aber auch aus dem Stadtgebiet sind herzlich zum Spielen, Toben und Verkleiden eingeladen. Am 30.6.2013 öffnete die Burg Stünz feierlich um 12 Uhr. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) war höchstpersönlich der Einladung der Burgbesitzer gefolgt und gab sich die Ehre das rote Band durchzuschneiden.

Burg Stünz (c) familienfreund.de

Ob das nur der Anfang ist?

Das ließen die fleißigen Handwerker der Bauhütte Ost offen. Olav Petersen geht die Dinge immer praktisch an. Ohne auf Fördermittel zu warten oder lange über das Verfahren zu diskutieren, pakt er einfach an! So geschehen auch schon längst bei der Förderung von Jugendlichen, die nicht gleich auf dem direkten Weg durchgestartet sind. Die “Bauhütte-OST” sichert und rettet im bürgerschaftlichen Engagement kulturhistorisch wertvolle Gebäude aus der Gründerzeit und früher. Zum Einsatz kommen vor allem langzeitarbeitslose Jugendliche, die nicht nur den Zugang zum Handwerk sondern auch den praktischen Nutzen Ihrer Arbeit erfahren.

Mit der Eröffnung der Burg Stünz betonte Olav Petersen, dass die Kinder und Erwachsenen eingeladen sind, sich gern mit eigenen Ideen an der Gestaltung und Nutzung zu beteiligen. Während er schon vom Sommertheater mit den 3 Musketieren träumt, hisst die kleine Sarah zusammen mit Ihrem Papa die Flagge auf dem Turm.

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