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Universität Leipzig qualifiziert ausländische Lehrer für Einsatz in Sachsen

lehrer (c) Gila / pixelio.de

An der Universität Leipzig ist vor Kurzem ein Projekt zur Qualifikation junger Lehrer aus EU-Ländern für deren Einsatz an sächsischen Schulen gestartet. Mit dem aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderten Vorhaben, das bis zum 31.12.2014 läuft, soll ein spezielles Bildungsangebot konzipiert werden. Damit soll auf den aktuellen und den zu erwartenden Bedarf an Lehrkräften in Sachsen reagiert und zugleich die Arbeitnehmermobilität in der Europäischen Union gefördert werden.

Das Projekt schafft die Grundlage für die Gewinnung von arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten, ausgebildeten jungen Lehrern aus EU-Ländern – vorrangig aus Polen, Portugal, Spanien und Tschechien. „Denkbar wäre, sie insbesondere im Fremdsprachenunterricht und in Fächern einzusetzen, in denen dringend zusätzliche Lehrkräfte gebraucht werden“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig.

Zunächst würden der Bedarf und die Qualifikationsprofile für den möglichen Einsatz von Lehrkräften aus dem EU-Ausland geprüft, um eine wissenschaftlich fundierte Aussage darüber zu machen, ob und unter welchen Bedingungen ein solcher Einsatz möglich wäre. Auf der Grundlage einer differenzierten Bedarfsanalyse sowie Analysen von Qualifikationsprofilen der ausländischen Lehrkräfte und der bisherigen Praxis der Anerkennung von Qualifikationen werden ein Bildungsangebot und eine Konzeption für die Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung entwickelt und evaluiert.

„Das Projekt nutzt die Potenziale der neuen Medien, um Bewerber zu gewinnen“, berichtet Rakhkochkine. Zudem trage es zur personellen Vielfalt an sächsischen Schulen und zur Etablierung transnationaler Kooperationen mit den lehrerbildenden Institutionen in den ausgewählten EU-Ländern bei. „Wir versuchen, eine Win-win-Situation zu schaffen“, erklärt der Projektleiter. „Das Vorhaben liefert uns Erkenntnisse im Hinblick auf die Erforschung der internationalen Lehrermobilität. Die Lehrkräfte aus dem Ausland erhalten ein attraktives Weiterbildungsangebot und erweitern ihre Qualifikation um eine internationale Dimension.“ Den Schulen im Freistaat Sachsen stehe zudem ein zusätzlicher Pool von qualifizierten und motivierten Bewerbern für Fächer mit größerem Lehrermangel zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Telefon: +49 341 97 31431
E-Mail: anatoli.rakhkochkine@uni-leipzig.de

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