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unterschätzte gefahr – viele bundesbürger vernachlässigen die augen-vorsorge

auf Arbeit ist auch Leben - z.b. am Telefon (c) hfossmark / pixabay.de

rund eine million deutsche leiden an einem glaukom, auch grüner star genannt. etwa jedem zehnten betroffenen droht mit zunehmendem alter die erblindung. das problem: nur wenige wissen von ihrer erkrankung, denn sie verläuft völlig unauffällig und verursacht keine schmerzen. umso wichtiger wäre eine regelmäßige vorsorge beim augenarzt. die aber wird von vielen bundesbürgern vernachlässigt, das ergab eine umfrage von tns emnid im auftrag der ergo direkt versicherungen. demnach lag der letzte sehtest bei fast jedem fünften (18 prozent) bereits über fünf jahre zurück, weitere 20 prozent hatten ihren letzten sehtest vor drei bis fünf jahren absolviert.

ab 65 ein- bis zweimal pro jahr zum augenarzt

(djd/pt). dr. med. catharina latz, fachärztin für augenheilkunde und oberärztin an der universitätsaugenklinik bonn, empfiehlt vom 40. bis zum 64. lebensjahr im mindestens dreijährigen abstand eine messung des augeninnendrucks und eine messung der papille, also des sehnervenkopfs. ab dem 65. lebensjahr sollte man nach ansicht der medizinerin ein- bis zweimal jährlich den augenarzt aufsuchen. wird ein glaukom früh erkannt, lässt es sich heute mit modernen mitteln sehr gut behandeln: in der regel durch eine augendruckabsenkung mit augentropfen. zu einer operation wird meist erst dann geraten, wenn die behandlung mit tropfen den augeninnendruck nicht ausreichend senkt.

kassen übernehmen vorsorge nicht

die glaukom-vorsorge wird von den gesetzlichen kassen nicht übernommen. mit einer privaten augenzusatzversicherung kann man sich solche vorsorgeleistungen aber ganz oder teilweise ersetzen lassen. nach ansicht von kathrin sorger von den ergo direkt versicherungen sollte eine solche zusatzversicherung leistungen für augenärztliche vorsorgeuntersuchungen enthalten, aber auch leistungen für sehhilfen. „außerdem sollte sie eine sehschärfenkorrektur mittels laseroperation unterstützen und bei unfallbedingter erblindung einspringen.“ je früher der vertrag abgeschlossen werde, desto günstiger seien die beiträge, empfiehlt die expertin für augenzusatzversicherungen aus fürth.

kein frühwarnsystem

dr. volker rasch, facharzt für augenheilkunde aus potsdam, erklärt, warum die glaukom-gefahr unterschätzt wird: „bei den betroffenen gibt es kein frühwarnsystem“. die schädigung der netzhaut bzw. der sehnervenfasern fange in bereichen an, die vom sehzentrum etwas entfernt sind. zudem beginne der gesichtsfeldausfall nur ganz allmählich. ein glaukom entsteht aus einem missverhältnis des augeninnendrucks zum blutdruck. durch einen relativ erhöhten augeninnendruck verschlechtert sich die durchblutung des sehnervs, die versorgung mit sauerstoff und nährstoffen wird gestört.

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