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kurz und knapp: Änderungen für Arbeitgeber zum 1. Januar 2013

Geld allein macht nicht glücklich (c) olichel / pixabay.de

Über Änderungen für Arbeitgeber zum 1. Januar 2013 haben wir aus unterschiedlichsten Blickwinkeln schon umfangreich berichtet. Mit diesem Beitrag möchten wir noch einmal auf die wichtigsten Anpassungen und Neuerungen für Arbeitgeber eingehen.

  • Arbeitsmarktpolitik

    • Insolvenzgeldumlage
      • Der Anspruch der Arbeitnehmer auf Insolvenzgeld wird durch eine von den Arbeitgebern zu zahlende monatliche Umlage finanziert. Sie beträgt 2013 0,15 Prozent.
    • Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld
      • Durch die Verordnung über die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld wurde mit Wirkung zum 14. Dezember 2012 die gesetzlich auf sechs Monate begrenzte Bezugsdauer für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2013 entsteht, auf zwölf Monate verlängert. Durch die Möglichkeit einer bis zu zwölfmonatigen Bezugsdauer wird den Arbeitgebern Planungssicherheit gegeben.
    • Winterbeschäftigungs-Umlage
      • Durch die Änderung der Winterbeschäftigungs-Verordnung wird zum 1. Januar 2013 die Höhe der sogenannten Winterbeschäftigungs-Umlage für das Dachdeckerhandwerk von derzeit 2,5 Prozent auf zwei Prozent reduziert. Die Umlage wird anteilig von Arbeitgebern sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebracht. Die Senkung des Umlagesatzes führt nach dem Willen der Tarifvertragsparteien des Dachdeckerhandwerks zur Reduzierung des Umlageanteils der Arbeitgeber von 1,7 Prozent auf 1,2 Prozent.
  • Arbeitsentgelte (Zeitarbeit)

    • Branchen- bzw. Entgeltzuschläge in der Zeitarbeit
      • Nach in 2012 abgeschlossenen Tarifverträgen sollen im neuen Jahr in folgenden Branchen Entgeltzuschläge für Zeitarbeitnehmer geleistet werden:
        • Kunststoff verarbeitende Industrie ab 1. Januar 2013
        • Kautschuk verarbeitende Industrie ab 1. Januar 2013
        • Schienenverkehrsbereich ab 1. April 2013
        • Textil- und Bekleidungsindustrie ab 1. April 2013
        • Holz- und Kunststoff be- und verarbeitende Industrie ab 1. April 2013
  • Sozialversicherung, Rentenversicherung und Sozialgesetzbuch

    • Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung
      • Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung ab dem 1. Januar 2013  beträgt 18,9 Prozent in der allgemeinen Rentenversicherung und 25,1 Prozent in der knappschaftlichen Rentenversicherung.
    • Anhebung der Altersgrenzen: Rente mit 67
      • Im Jahr 2012 startete für Neurentner die Rente mit 67 und damit die schrittweise Anhebung der Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Zuge der schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters in der gesetzlichen Rentenversicherung („Rente mit 67“) steigen die Altersgrenzen um einen weiteren Monat. Versicherte, die 1948 geboren sind und für die keine Vertrauensschutzregelungen gelten, erreichen die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und zwei Monaten.
      • Für die folgenden Geburtsjahrgänge erhöht sich die Regelaltersgrenze zunächst um je einen weiteren Monat; später wird in Stufen von zwei Monaten pro Jahrgang angehoben. Erst für die Jahrgänge 1964 und jünger wird die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegen.
    • Änderungen bei den Minijobs
      • Zum 1. Januar 2013 treten Neuregelungen im Bereich der sogenannten Mini- und Midijobs in Kraft. weiterlesen
    • Künstlersozialversicherung
      • Der Abgabesatz der Künstlersozialabgabe steigt 2013 leicht von 3,9 Prozent auf 4,1 Prozent an.
    • Gleitzonenfaktor
      • Ab dem 1. Januar 2013 gilt für Beschäftigte in der Gleitzone (450,01 bis 850,00 € Entgelt im Monat) der neue Gleitzonenfaktor 0,7605.
    • Sachbezugswerte
      • Auf Grundlage der Entwicklung der Verbraucherindizes wurden die Monatswerte für die Verpflegung für 2013 von 219 auf 224 € und der Wert für Unterkunft oder Mieten von 212 auf 216 € angehoben.

Bei Detailfragen hilft unseren Kundinnen und Kunden der Familienservice weiter. Webseitenbesucher können sich beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales – Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 20 Uhr – telefonisch informieren und beraten lassen.

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