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Geschäftsreisende stehen im Ausland oft allein im Regen

Zug fährt vorbei (c) familienfreund.de

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Nicht immer geht alles glatt. Reisepass nicht dabei, Probleme am Zoll, politische Unruhen im Reiseland, die die Pläne durcheinander wirbeln – jeder Dritte Geschäftsreisende in Deutschland hat das schon einmal erlebt. Grund für die Klagen: Fehlende Informationen vor Antritt der Reise.

47 Prozent der Befragten sind bei Zwischenfällen während der Reise auf sich allein gestellt. Das sind Ergebnisse der Studie „Chefsache Business Travel 2016“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Jeder 3. Geschäftsreisende klagt über schlechte Erfahrungen in fremden Ländern

Vergessen, verloren oder geklaut: 33 Prozent der Geschäftsreisenden haben im Ausland plötzlich ohne Pass dagestanden. Jeweils 32 Prozent hatten in fremden Ländern schon mit politischen Unruhen oder Zollproblemen zu tun. „Oft fehlen schlichtweg die Informationen darüber, welche Risiken im Zielland lauern, welche Dokumente benötigt werden oder welche Waren ausgeführt werden dürfen“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. „Wie die Studie zeigt, kann die Zusammenarbeit mit einem Geschäftsreisebüro dafür sorgen, dass diese Probleme deutlich seltener auftreten in dem die Reisenden und Unternehmen die für sie relevanten Informationen erhalten“, so Vorndran.

Immerhin steigt die Zahl der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern ein professionelles Risikomanagement anbieten. 55 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Firma beispielsweise Rückholpläne bereitstellt. Im vergangenen Jahr waren es nur 49 Prozent.

Die drei häufigsten angebotenen Maßnahmen sind dabei:

  1. Rückholpläne bei Erkrankung,
  2. Hilfe bei verlorenen Papieren und
  3. ein Notfall-Ansprechpartner im Unternehmen oder Reisebüro.

82 Prozent der Reisenden können sich darauf verlassen, im Krankheitsfall vor Ort auf europäischem Niveau behandelt oder von ihrem Unternehmen nach Hause geholt zu werden. Dieses Angebot wurde von deutschen Firmen ausgebaut, im Vorjahr waren es noch 76 Prozent. 79 Prozent der Geschäftsreisenden erhalten von ihrem Arbeitgeber den Ersatz von verlorenen oder gestohlenen Papieren. Genauso häufig sind Ansprechpartner während der Reise erreichbar.

Infografik Allein im Ausland aus Chefsache Business Travel 2016 (c) DRV Deutscher Reiseverband e.V.
Infografik Allein im Ausland aus Chefsache Business Travel 2016 (c) DRV Deutscher Reiseverband e.V.

Doch nicht in jedem Unternehmen finden Geschäftsreisende den Rückhalt, den sie benötigen. Wenn es vor Ort tatsächlich zu Problemen kommt, ist jeder Zweite noch auf sich allein gestellt.

„Geschäftsreisen führen mitunter auch in potenzielle Krisengebiete. Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter vor Ort nicht allein lassen und sollten auf Schwierigkeiten vorbereitet sein“, so Vorndran. „Professionelle Geschäftsreisebüros können hier unterstützen – mit Informationen, einem 24-Stunden-Service und im Notfall auch mit der Lokalisierung Reisender.“

Zur Studie „Chefsache Business Travel 2016“

Die Studie „Chefsache Business Travel 2016“ wurde im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt. 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt. Die Daten wurden vom 11. bis 22.  September 2015 erhoben.

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4 Kommentare zu “Geschäftsreisende stehen im Ausland oft allein im Regen”

    1. Danke, Herr Priesemann, für diesen Hinweis. Welche (Business)versicherungen bieten denn solche Assistenzleistungen an? Haben Sie Beispiele? Und was kostet denn soetwas?

  1. Ein Auszug aus den AVB der AGA International S.A. Business Travel Assist:
    „Die Assistance bietet einen 24-Stunden Reisevermittlerdienst für
    • die Reservierung, Buchung und Hinterlegung von Flugtickets;
    • Hotel- und Mietwagen-Reservierungen;
    • Flugticketersatz;
    • Umbuchungen bei Störungen eines gebuchten Verkehrsmittels
    und bei Nichterreichen eines Anschlusses. Auf Wunsch
    der versicherten Person informiert die Service- und Notrufzentrale
    Dritte über die Änderungen des vorgesehenen Reiseverlaufs.
    Umbuchungskosten und erhöhte Reisekosten sind nicht versichert.
    Die gewünschte Maßnahme wird von der Assistance
    unter der Voraussetzung veranlasst, dass die anfragende Person
    die Kreditkarten-Verbindung bekannt gibt, auf welche die
    Kosten gebucht werden können….
    …Stationäre Behandlung im Ausland
    Bei stationärer Behandlung der versicherten Person in einem
    Krankenhaus erbringt die Assistance folgende Leistungen:
    a) Betreuung
    Die Assistance stellt bei Bedarf über ihren Vertragsarzt Kontakt
    zum jeweiligen Hausarzt der versicherten Person und zu
    den behandelnden Krankenhausärzten her; sie sorgt für die
    Übermittlung von Informationen zwischen den beteiligten
    Ärzten. Auf Wunsch informiert die Assistance Angehörige der
    versicherten Person.“
    Kostenbeispiel:
    0,79 EUR pro Tag/Person bis 90 Tage
    1,24 EUR pro Tag/Person ab 90 Tage
    (ohne Unfall- und Reisegepäckschutz)
    Hilft das?

  2. Der HDI Lebensversicherung AG hat ein Exklusivprodukt auf dem deutschen Markt, welches leistet bei:
    – Tod (150.000 EUR=
    – Krankheit
    – Arbeitsunfähigkeit (Tagegeld)
    – und Berufsunfähigkeit ( hohe Monatsrenten, auf Wunsch lebenslange Leistung !!!)
    Dazu noch umfangreiche Assistance-Leistungen. In der Jahrespolice sind beliebig viele Reisen bis zu 30 Tage versichert für nur 114 EUR p.a.(Modell Standard mit 12.000 EUR BU-Rente), geschlechts- und altersunabhängig kalkuliert.
    Detaillierte Informationen gern auf Nachfrage für interessierte Arbeitgeber bei mir.

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