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Ausbau der betrieblichen Kinderbetreuung ab 2008

KiTa Elefant, Tiger und Knirps (c) familienfreund.de

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, fördert das Bundesfamilienministerium ab 2008 den Ausbau der betrieblichen Kinderbetreuung.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Ludwig Georg Braun streben an, für Kinder im Alter von unter drei Jahren Betreuungsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen. Dazu soll es eine Anschubfinanzierung von bis zu 10.000 Euro geben. Für den Zeitraum von 2008 bis 2010 stellt der europäischen Sozialfonds 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Durch den zunehmenden Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen gewinnen mitarbeiterfreundliche Lösungen zur Personalbindung immer mehr an Bedeutung. „Fachkräfte sind weiblich und Fachkräfte haben Kinder“, so von der Leyen. „Die Unternehmen realisieren inzwischen, dass Vereinbarkeit von Familienleben und echten Karrierechancen die Schlüsselfrage für die Gewinnung von Fachkräften ist.“

Mit einer guten Vereinbarkeit von Berufs- und Erwerbsleben fällt es Unternehmen leichter qualifiziertes Personal zu finden und langfristig ans Unternehmen zu binden. Eltern können Kind und Karriere optimal verbinden und die Kinder können mehr Zeit mit ausgeglichenen Eltern verbringen.

Nur jedes zehnte Kind unter drei Jahren kann derzeit in einer Krippe betreut werden. Mit den Betreuungszeiten in den Krippen ist eine Berufstätigkeit nur schwer vereinbar. Gerade in ländlichen Regionen schließen Krippen bereits mittags ihre Türen. Aus diesem Grund greifen immer mehr Unternehmen dieses Problem auf und bieten ihren Mitarbeitern interne Betreuungsmöglichkeiten, wie Kooperationen mit bestehenden Einrichtungen oder einen eigenen Betriebskindergarten, an.

Einer der größten Betriebskindergärten Deutschlands startet mit einem Spatenstich auf Kinderart. Bis 2009 werden auf 6.000 Quadratmetern 170 Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze für die Mitarbeiter der Volkswagen Financial Services AG entstehen. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besitzt in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Durch das breite Angebot und die flexiblen Öffnungszeiten der Einrichtung werden wir als Arbeitgeber für qualifizierte Fach- und Führungskräfte noch interessanter“, sagt Burkhard Breiing, Vorsitzender des Vorstandes der Volkswagen Financial Services AG.

Das pädagogische Konzept sieht seine Schwerpunkte in der musikalischen Früherziehung, der Stärkung des Gesundheitsbewusstsein, der Bewegungsförderung und wissenschaftlichen Förderung. Im Bereich Internationalität wird es bilinguale Angebote durch native Speaker geben.

Betriebsratsvorsitzender Waldemar Drosdziok dazu: „Für die Arbeitnehmervertretung bedeutet die Einrichtung einen großen Schritt, für unsere Kolleginnen und Kollegen Kinderbetreuung und eigene berufliche Selbstverwirklichung unter einen Hut zu bringen.“

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