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Beratung für Erwerbstätige mit Pflegesituation

Vereinbarkeit von Beruf und Familie | Beispiele von Unternehmen (c) demografienetzwerk-frm.de

Dieser Beitrag ist Teil 14 von 24 der Serie Demografienetzwerk Frankfurt Rhein Main

Work-Life-Effectiveness heißt das Motto, das sich die Dow Corning GmbH zum Ziel gesetzt hat. Dahinter steht der Anspruch, Mitarbeiter/ innen Privat- und Berufsleben so effektiv wie möglich gestalten zu lassen. So umfassen die Maßnahmen des Chemiekonzerns nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern auch Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Neben Gleitzeitmodellen, individuellen Teilzeitlösungen und der Möglichkeit zum Homeoffice gehören umfassende Beratungs- und Vermittlungsangebote in den Bereichen Kinderbetreuung und pflegebedürftige Angehörige zum Leistungsspektrum.

Das Kompetenztraining zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist eines der Beratungsangebote für die Beschäftigten von Dow Corning. Die Trainingsreihe hat das Bündnis für Familie Wiesbaden ins Leben gerufen. Finanziert werden sie von den zehn teilnehmenden Kooperationspartnern, zu denen unter anderen die R+V Versicherungen, die AOK Hessen und Dow Corning gehören. Das erste Kompetenztraining fand am 16. Februar 2011 statt. Im monatlichen Rhythmus erhalten die Teilnehmer/innen Informationen rund um Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Pflegebedürftigkeit, Demenz, Depressionen im Alter, praktische Hilfen und Übungen im Umgang mit Pflegebedürftigen, sowie finanzielle und rechtliche Fragen werden in den fünf Modulen besprochen. Die Dozentin der Landesärztekammer Hessen bietet den Teilnehmern/innen darüber hinaus kostenlose telefonische Beratung an. Dow Corning stellt seinen Mitarbeitern/innen 25 Plätze zur Verfügung. Ein Angebot, das von den Beschäftigten gern angenommen wird. Angela Heese, Personalleiterin der Dow Corning GmbH, war selbst ein wenig überrascht, als sie auf ihre erste Informationsmail vor Start der Kompetenztrainings prompt 30 begeisterte Zusagen von den Mitarbeitern/innen erhielt.

Dass der Bedarf für dieses Thema in der Belegschaft so groß ist, hat Angela Heese nicht erwartet: „Die überwältigende Resonanz unserer Beschäftigten unterstreicht den hohen Bedarf an Unterstützung in Pflegesituationen.“ Kristin Berta, Mitarbeiterin Produktionsplanung und Teilnehmerin am Training, ist besonders begeistert davon, dass die Verantwortung für das eigene Älterwerden ebenfalls angesprochen wird: „Die praktischen Tipps kann jeder, auch jüngere Menschen, in seiner Lebensplanung umsetzen.“

Die Teilnahmekosten für seine Mitarbeiter/innen trägt Dow Corning. Während der außerbetrieblichen Trainingszeiten am Nachmittag werden die Mitarbeitenden von Dow Corning von der Arbeit freigestellt. Dabei sind die Mitarbeiter/ innen in der Belegung der Module flexibel – ob sie nur ein oder alle Module besuchen, können sie selbst entscheiden. Genauso ist es möglich, die ersten Module im Frühjahr zu durchlaufen und im Herbst die anderen. Denn mittlerweile findet das Training halbjährlich statt. Mit Start der nächsten Reihe im Frühjahr 2012 etabliert sich das Kompetenztraining zu einer festen halbjährlichen Instanz. „Es freut mich sehr, dass der Zuspruch so groß ist!“ Angela Heese ist überzeugt: „Es ist bereits kurz vor zwölf. Unternehmen, die jetzt nicht anfangen auf den demografischen Wandel zu reagieren, können auf Dauer nicht überleben.“

Autorin: Franziska Brocksch, Internal Relations GmbH

Dow Corning GmbH, Rheingaustraße 34, 65201 Wiesbaden, www.dowcorning.com

Branche: Chemie

Ansprechpartnerin Angela Heese, Telefon 0611 237236, angela.heese@dowcorning.com

Belegschaft:

  • 360 Mitarbeiter/innen in Deutschland
  • Prozent Frauen und 67 Prozent Männer
  • 50 Prozent Frauen in Führungspositionen
  • Altersdurchschnitt 42 Jahre

Über das Entstehen und die Idee dieses Beispieles

Die Wirtschaft in der Region FrankfurtRheinMain boomt, die Bevölkerung nimmt immer noch leicht zu, doch die Unternehmen stellen fest, dass sie die neuen Mitarbeiter, die sie benötigen, nicht bekommen.Um Unternehmen Anregungen zu geben, wie sie Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter vereinbar gestalten können, hat das IHK-Forum Rhein-Main gemeinsam mit dem Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain 25 Unternehmen in der Region FrankfurtRheinMain besucht, die interessante Maßnahmen in ihren Betrieben umsetzen.

In 25 Artikeln beschreiben die Interviewer/innen Maßnahme und Unternehmen. Fotos aus den Unternehmen ergänzen die Darstellung. Damit möchten die Industrie- und Handelskammern der Region und der Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FRM einen Beitrag dafür leisten, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Menschen und Unternehmen leichter gelingt. So könnte die Erwerbstätigenquote von Frauen erhöht, mehr Frauen in Führungspositionen gebracht und für Väter Familienzeit gewonnen werden – und nicht zuletzt den Unternehmen erleichtert werden, ihre Fachkräfte zu finden und zu binden.

* Hinweis: Es handelt sich bei der Wiedergabe des Beitrages um ein wörtliches Zitat. Lediglich zu Zwecken der Lesbarkeit wurden  Formatierungen vorgenommen. Die Rechte des Beitrages liegen weiterhin beim Autor bzw. dem Demografienetzwerk. Der vollständige Download der Broschüre ist auf deren Seite kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

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