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managerposten immer noch in männerhand

Handschlag (c) Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

eine am dienstag veröffentlichte studie des wirtschaftsinformationsdienstes hoppenstedt ergab, dass in deutschland nur 15,4 prozent der managerposten mit frauen besetzt sind. dabei wurden 225.000 unternehmensdaten ausgewertet. die studie zeigte weiterhin, dass der frauenanteil nur langsam wächst, da der anteil der manager 1995 bereits 8,2 % betrug. der anteil der weiblichen manager liegt in deutschland deutlich unter dem weltweiten durchschnitt von 22 %. aber auch in europa ist der managerinnenanteil mit 17 % höher als in deutschland. in großunternehmen ist der unterschied besonders groß, da sind nur 7,5 % der chefsessel weiblich besetzt.

wohin gegen frauen im oberen management ein rares gut sind, haben sie im mittleren management gut chancen. hier wird die weibliche kompetenz stark geschätzt. die studie zeigt weiterhin, dass in branchen wie bergbau, energiewirtschaft und versicherungen managerinnen mangelware sind, aber bereiche wie kommunikationsabteilungen, werbung und marketing dagegen dominieren. die forscher fanden heraus, dass wenn frauen chef sind, sie oft auch inhaber sind und je kleiner das unternehmen ist umso höher ist die wahrscheinlichkeit auf eine frau in der führungsetage.

[update: 27.06.2007] als chefs werden frauen oft schlechter bewertet

geht es um den job als chef werden die weiblichen chefs meist schlechter bewertet als ihre männlichen artgenossen. und das, obwohl sich keinerlei unterschiede zwischen weiblichen und männlichen führungskräften nachweisen lassen. führen männer nun wirklich besser als frauen? dr. hans-joachim wolfram, wissenschaftlicher mitarbeiter am institut für psychologie der universität leipzig ist im rahmen eines dfg-forschungsprojektes dieser frage nachgegangen. dabei fand er heraus, dass weibliche und männliche chefs sich weder im führungsstil noch im führungserfolg unterscheiden.

und trotzdem werden sie nach außen unterschiedlich wahrgenommen. „so wird weiblichen führungskräften weniger wertschätzung ihrer beruflichen fähigkeiten entgegengebracht – besonders dann, wenn die mitarbeiterinnen traditionelle einstellungen zur rollenverteilung vertreten, wenn unter den geführten männer in der überzahl sind und wenn die weiblichen führungskräfte ihre mitarbeiterinnen nicht in entscheidungsprozesse einbeziehen“, so wolfram.

zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf den rollenkonflikt, den frauen unterliegen. sie sollen einerseits typisch männliches führungsverhalten zeigen und andererseits ihrer rolle als frau gerecht werden. entscheidend ist aber auch der sogenannte „männer-bonus“. wenn männer ihrem team gegenüber respekt zeigen, wird ihnen das hoch angerechnet und lobend herausgestrichen. für frauen wird so ein verhalten als frauentypisch vorausgesetzt.

[update: 20.11.2007] weibliche manager auf dem vormarsch

insgesamt gewinnen frauen in der wirtschaft immer mehr an bedeutung. allerdings sind europäerinnen im ranking des „wall street journals“ nur spärlich vertreten. erstplazierte unter den „top 60 woman to watch“ ist angela braly vom us-versicherungsunternehmen wellpoint inc.  efolgt indra nooyi von pepsico inc. auf dem zweiten platz. die vorjahressiegerin melinda gates (gattin von microsoft-gründer bill gates), vorsitzende der bill and melinda gates foundation, erreichte in diesem jahr nur platz 22. platz 3 belegt die eu-kommissarin neelie kroes aus den niederlanden. deutschland ist im ranking der wichtigsten frauen leider nicht vertreten. weibliche führungskräfte nehmen eine immer größere rolle ein. mittlerweile sind 50 % der manager weiblich und deren akzeptanz steigt weiter an.

berücksichtigt wurden bei der globalen liste weibliche manager, welche bereits maßgebliche geschäftserfolge nachweisen konnten oder welche in der zukunft eine wichtige rolle spielen werden.

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