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Das Qualitätssiegel Familienfreundlicher Arbeitgeber der Bertelsmann-Stiftung

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Die gemeinnützige Hertie-Stiftung hat mit dem Audit Beruf und Familie ein erfolgreiches Marketing- und Managementinstrument zur besseren Vereinbarkeit und Familie geschaffen und unterstützt Arbeitgeber aller Wirtschaftsformen durch das Zertifikat bei der Umsetzung einer mitarbeiterorientierten Personalpolitik.

In unserer Datenerhebung ‚Das Audit Beruf und Familie im Zeitverlauf (2002-2012) ‚ haben wir ausführlich dargestellt, wie sich die Auditierungszahlen verändert haben und welche Rolle Fördermöglichkeiten, auch bei der Verteidigung des Zertifikates (Re-Auditierung), spielen. Seit 2011 etabliert nun die ebenfalls gemeinnützige Bertelsmann-Stiftung mit dem Qualitätssiegel ‚Familienfreundlicher Arbeitgeber‘ in das selbe Horn zu blasen, geht aber eigene Wege. Veränderte Schwerpunkte und die Schlankheit sollen bei der Prüfung, Bewertung und Auszeichnung familienbewusster Personalpolitik unterstützen. In weiten Kreisen der HR-Fachexperten ist das Qualitätssiegel noch nicht so bekannt und aus diesem Grund möchten wir etwas Licht ins Dunkel bringen.

Da wir nicht der Bäcker sind, der plötzlich Eis verkauft, dürfen Sie von uns erwarten, dass wir Sie an kompetente Berater im Interessensfall weiterempfehlen, Ihnen aber kein Prüfverfahren verkaufen. Unsere Spezialität ist – wie seit 2006 bestens bekannt und bewährt – die nachgelagerte Unterstützung durch praxisnahe, erprobte Lösungen an der Schnittstelle von Erwerbs- und Privatleben. Diese sorgen, für eine ernsthafte und ganzheitliche Wahrnehmung der Beschäftigten und deren Angehöriger, ohne diese aber als Last zu empfinden. Durch den Markterfolg ist eine Unterstützung durch Steuermittel weder vorgesehen noch notwendig. Bundesadler und ESF-Logos werden Sie vergeblich suchen, nicht jedoch zuverlässige Informationen, taugliche Lösungen und ehrliche Antworten im Beratungsgespräch.

Das Verfahren

Das Prüfverfahren besticht durch seine Schlankheit und wird nach Aussage der erfahrenen Prüfer in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten durchlaufen. Ziel ist es die Wirklichkeit bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im zu prüfenden Unternehmen zu erhalten. Dialog in unterschiedlichster Form mit den Beschäftigten und der Unternehmensleitung ist das zentrale Instrument.

Ablauf Prüfverfahren (c) familienfreundlicher-arbeitgeber.de

  • Anmeldung durch die Organisation
  • Vertragsschluss mit der Bertelsmann Stiftung
  • Freischaltung der Fragebögen
  • Workshop beim Arbeitgeber als Vor-Ort-Termin
  • Auswertung und Berichterstattung
  • Verleihung des Qualitätssiegels

Dauer des Verfahrens

Im Vorfeld des Prüfverfahrens hat es sich bewährt, wenn sich das Unternehmen ausreichend Zeit für die Sensibilisierung und Information der Mitarbeiter/-innen nimmt. Ebenso sollen die Mitarbeiterbefragung und die Bearbeitung des Unternehmensfragebogens ohne Zeitdruck durchgeführt werden. Für die professionelle Auswertung der Fragebögen muss ein Zeitraum von ca. 3 Wochen einkalkuliert werden. Im Anschluss kann unmittelbar der Workshop durchgeführt werden. Für die Erstellung des Abschlussberichts und die Ausgabe des Qualitätssiegels ist ein Zeitraum von ca. 3 Wochen zu rechnen. In Summe kann davon ausgegangen werden, dass das gesamte Prüfverfahren in durchschnittlich einem Quartal durchlaufen werden kann und genügend Puffer und Zeitreserven kalkuliert sind. Bei größeren Unternehmen und/oder mehreren Standorten verlängert sich insbesondere der notwendige Sensibilisierungs- und Befragungszeitraum.

Die Voraussetzungen

Grundlage der Erarbeitung des Qualitätssiegels ‚Familienfreundlicher Arbeitgeber‘ war die Anwendbarkeit auf alle Größen und Rechtsformen. Durch das Netzwerk an erfahrenen Prüfern ist sichergestellt, das Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet geprüft und zertifiziert werden können.

Die Prüfbereiche und Bewertungskriterien

Um ein ehrliches Bild vom Engagement des Arbeitgebers bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhalten, wird auf die Glaubwürdigkeit und Authentizität im Prüfprozess großes Augenmerk gelegt. Die Bewertungsdimensionen „Unternehmens- und Führungskultur“ sowie “ Kommunikation“ haben für die Zuerkennung des Qualitätssiegels „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ durch den praktischen Bezug gerade für kleine- und mittelständische Unternehmen (KMU) besondere Bedeutung.

Prüfbereiche (c) familienfreundlicher-arbeitgeber.de

Passgenaue und flexible Modelle der Arbeitsgestaltung und das Angebot geeigneter Services und Unterstützungsdienstleistungen sind Ausdruck der Unternehmens- und Führungskultur. Diese Kultur von Lenken und Leiten sind zusammen mit der Kommunikation nach Innen und Außen Schlüssel für den Erfolg. Ist den Inhabern, Unternehmern und Unternehmen zusätzlich die strategische Bedeutung von Mitarbeiterfreundlichkeit bewusst, steht einem Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ nichts mehr im Weg.

Beim Audit Beruf und Familie gibt es acht Handlungsfelder, beim Qualitätssiegel ‚Familienfreundlicher Arbeitgeber‘ konzentrieren sich die Prüfer auf 5 Prüfgebiete:

  1. Unternehmens- und Führungskultur:
    Wie glaubwürdig und verbindlich wird Familienfreundlichkeit gelebt,inwieweit engagieren sich die Führungskräfte in dieser Sache?
  2. Kommunikation:
    Herrscht bei Ihnen ein vertrauensvolles Kommunikationsklima, in dem Grundsätze wie Verschwiegenheit, Respekt und lösungsorientierter Dialog berücksichtigt werden?
  3. Arbeitsorganisation:
    Welche Möglichkeiten haben Ihre Mitarbeiter, ihre Arbeitszeit an familiäre Anforderungen anzupassen oder ggf. ihre Arbeit teilweise zu Hause zu erledigen?
  4. Unterstützungsangebote:
    Ob Kinderbetreuung, konkrete Hilfe bei der Pflege von Angehörigen oder Bügelservice: Es gibt viele Möglichkeiten, Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz praktisch zu erleichtern. Welche Angebote unterbreiten Sie konkret?
  5. Strategie und Nachhaltigkeit:
    Wie konsequent und vorausschauend gehen Sie vor? Wie strategisch nutzen Sie Ihre Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor im Personalmanagement und im Marketing? Haben Sie auch andere wichtige Bereiche einer sich wandelnden Gesellschaft im Blick, wie z.B. Gesundheit?

Die Instrumente und Leistungen

Arbeitgeberfragebogen

  • ca. 80 Fragen zur Erfassung der Angebote und Einschätzung durch den Arbeitgeber.
  • Dauer: ca. 45 – 60 Min. für den Arbeitgeber
  • Inhalte: z.B. Basisdaten des Unternehmens, Angebote, Maßnahmen und Einschätzungen zu Arbeitsgestaltung, Unterstützungsangeboten, Kommunikation, Gesundheit, Demografie, Strategie und Nachhaltigkeit, Unternehmens- und Führungskultur

Mitarbeitermeinungsbild

  • ca. 20 Fragen an die Beschäftigten.
  • Dauer: ca. 8-12 Min. je Fragebogen
  • Inhalte: z.B. Fragen zur Einschätzung von Wichtigkeit, Nutzung, Akzeptanz, Umsetzung der Angebote, Anregungen

Die Leistungen der Prüfer bzw. Bertelsmann-Stiftung im Detail

  • Handbuch mit genauer Beschreibung des Verfahrens
  • Checklisten und Musterbrief zur Ihrer Unterstützung
  • Instrumente zur Datenerhebung
  • telefonische Beratun bei noch offenen Fragen zum Ablauf
  • Datenerfassung aus dem Unternehmensfragebogen
  • Datenerfassung aus der Mitarbeiterbefragung
  • Datenauswertung und Zwischenbericht
  • Vor-Ort-Termin inkl. Präsentation und Diskussion der Ergebnisse
  • abschließender Ergebnisbericht

Bei positivem Ergebnis wird das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber “ für die Gültigkeit von 2 Jahren verliehen.

Aktivitäten des Unternehmens im Prüfverfahren

Eine aktive Mitarbeiter innerhalb des Prüfverfahrens ist durch das Unternehmen nicht nur erwünscht, sondern für den erfolgreichen Durchlauf auch erforderlich.

  • Beantwortung Unternehmensfragebogen
  • Verteilung Mitarbeiterfragebogen
  • Ermöglichung Workshop mit Führungskräften und Mitarbeitervertretung zur Diskussion der Zwischenergebnisse
  • Ermöglichung von Gesprächen mit einzelnen Mitarbeitern
  • Präsentation der geplanten Maßnahmen einer mitarbeiter- und angehörigenbewussten Personalpolitik

Die Kosten

Jeder Arbeitgeber soll in der Lage sein, das Prüfverfahren durchführen zu können. Daher richtet sich der Preis für das Verfahren nach der Größe des Betriebes (Anzahl der Mitarbeitern), der Anzahl von dezentralen Niederlassungen und dem Prüfaufwand.

Die Preise beginnen für Unternehmen mit 10 Beschäftigten bei 980 €, zzgl. MWSt., und staffeln sich bis auf 4450 € bei Unternehmen mit 100 Beschäftigten. Für größere Arbeitgeber, Unternehmen mit Niederlassungen oder der Nutzung von Papierfragebögen werden individuelle Angebote erstellt.

Bei der familienfreund KG wird die Berechnungsgrundlage (Anzahl der Köpfe) für den Familienservice auf vertraulicher Basis durch den zukünftigen Kunden festgelegt. Allerdings kam es in der Vergangenheit, wenn auch in ganz wenigen Einzelfällen, zu Missbrauch. Einen anderen Weg geht die Bertelsmann-Stiftung. Diese lässt sich die letzte Meldung zur Berufsgenossenschaft als Berechnungsgrundlage geben. Die Lohnsumme und die Anzahl der Arbeitsstunden spielen bei der Berechnung keine Rolle.

Der Antrag

Mit der Beantragung der Zertifizierung wird das Prüfverfahren für das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ eingeleitet. Nach Eingang der Anmeldung erfolgt eine Kontaktaufnahme und Besprechung der weiteren Details. Es ist zum Beispiel möglich einen Wunschprüfer, aus dem Bestand der Bertelsmann-Stiftung, zu wählen. Danach wird Vertrag und Rechnung zugesandt. Sobald die unterschriebenen Dokumente vorliegen, wird die Rechnung fällig und der Prüfprozess beginnt.

Auf den Internetseiten zum Prüfsiegel finden Sie Unternehmen aller Größenklassen , welche den Prüfprozess erfolgreich absolviert haben. Auf Wunsch stellen wir auch Kontakt zwischen Ihnen und Prüfern und/oder der Verantwortlichen der Bertelsmann-Stiftung her. Bitte lassen Sie uns eine Mail unter unternehmer@familienfreund.de zukommen. Alternativ erreichen Sie uns unter 0800-7727360 kostenfrei von Ihrem Schreibtisch.

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