Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

umsatzsteuererhöhung und offenlegungspflicht kommt

Geld | Mehrwertssteuer 19 % (c) Harry Hautumm / pixelio.de

laut einer umfrage von sage software ist der überwiegende teil der deutschen unternehmen gut für die umsatzsteuererhöhung gerüstet. allerdings ist ein nicht geringer teil auch noch nicht mit den neuerungen vertraut. das für die berechnung des steuersatzes das lieferdatum und nicht das rechnungsdatum entscheidend ist, wissen 86 % der befragten teilnehmer. daraus folgt, dass viele geschäfte, die anfang 2007 in rechnung gestellt werden noch mit dem alten steuersatz bewertet werden müssen.

das kann zur folge haben, dass pro rechnung verschiedene steuersätze zur anwendung kommen. 81 % der befragten wissen, wie sie mit jahresübergreifenden angeboten oder verträgen umzugehen haben und setzen die erhöhte steuer dann an, wenn die leistung bzw. die lieferung 2007 erfolgt. die hälfte der teilnehmer hat ihre buchhaltung bereits darauf hingewiesen, dass die belege anhand des leistungserbringungsdatums korrekt abzugrenzen und dem jeweils zutreffenden umsatzsteuersatz zuzuordnen sind. 32 prozent der teilnehmer benutzen ein system ein, das anhand des belegdatums auf dem lieferschein oder der leistungsabrechnung automatisch den richtigen steuersatz zuweist.

[update: 15.04.2007] künftig mahnbescheid per mausklick möglich

sächsische mahnverfahren werden in zukunft elektronisch und zentral bearbeitet. vorausgesetzt die am staatsvertrag zur bildung eines gemeinsamen mahngerichts beteiligten länder sachsen-anhalt, sachsen und thüringen stimmen zu, wird das automatisierte mahnverfahren zum 1. mai 2007 eingeführt. auf diesem weg will sachsen das mahnverfahren erheblich vereinfachen und beschleunigen und so mit säumigen schuldnern und mangelnder zahlungsmoral kurzen prozess machen.

mahnbescheide können dann rund um die uhr zu hause einfach per mausklick onlinebeantragt werden. dieses verfahren ist kostengünstiger als die bisherige manuelle bearbeitung. auf diesem weg leistet sachsen einen wichtigen beitrag zu einer modernen, effizienten und bürgerfreundlichen justiz. „ab dem 01. mai 2007 soll die zweigstelle staßfurt des amtsgerichts aschersleben in sachsen-anhalt zentral alle mahnverfahren der länder sachsen-anhalt, thüringen und sachsen automatisiert bearbeiten. ich freue mich auf die länderübergreifende zusammenarbeit bei diesem projekt der initiative mitteldeutschlands“ so justitzminister geert mackenroth. allein in sachsen wurden 2005 rund 127.000 mahnverfahren bearbeitet.

[update: 17.08.2007] öffentliche ausschreibungen in zukunft nur noch elektronisch

ab 2010 erscheinen die ausschreibungen des bundes nur noch elektronisch und nicht mehr in gedruckter form. das bundeswirtschaftsministerium hat jetzt  gemeinsam mit dem bundesverband der deutschen industrie, dem deutschen industrie- und handelskammertag sowie dem zentralverband des deutschen handwerks einen entsprechenden stufenplan veröffentlicht.

auf der seite des bundesministeriums kann dieser plan eingesehen werden. schon ab diesem herbst werden die it- und die kfz-branche nur noch elektronische angebote abgeben. „die vollständige digitalisierung des vergabeprozesses in deutschland verstehen wir als gemeinsame aufgabe der bundesregierung und der wirtschaft mit signalwirkung in die länder“, sagte staatssekretär walther otremba. über die ausschreibungen und angebote sollen die vergabestellen und die wirtschaft über die vergabeplattform   kommunizieren. hauptziele der elektronischen ausschreibungen sind die beschleunigung und vereinfachung des vergabeprozesses und die damit einhergehende kostensenkung für beide seiten.

[update: 22.11.2007] offenlegungspflicht von jahresabschlüssen für kapitalgesellschaften

fortan müssen jahresabschlüsse von kapitalgesellschaften und gmbh & co kg’s nicht mehr beim örtlich zuständigen amtsgericht sondern beim betreiber des elektronischen bundesanzeigers vorgelegt werden. es wird automatisch überprüft, ob die offenlegung erfolgt ist. ist dies nicht geschehen, drohen bussgelder. der jahresabschluss des geschäftsjahres 2006 muss bis zum 31. dezember 2007 übermittelt werden. die neuregelung der zuständigkeiten hat aber keinen einfluss auf den umfang der einzureichenden unterlagen und betrifft auch nicht den kreis der veröffentlichungspflichtigen unternehmen. kleine gesellschaften, bei denen zwei der drei folgenden punkte nicht überschritten werden, müssen auch weiterhin lediglich eine bilanz mit anhang einreichen.

  1. bilanzsumme bis 4.015.000 euro
  2. umsatzerlös der letzten 12 monate zum abschlussstichtag bis 8.030.000 euro
  3. im jahresdurchschnitt 50 arbeitnehmer

sollten sie unsicher sein, ob sie zu den veröffentlichungspflichtigen gesellschaften gehören, bietet das internetangebot des bundesanzeigers weitere informationen.

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.