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Die Arbeit im Wandel der Zeit

Arbeit | Tafel mit Wort Arbeit (c) derateru / pixelio.de

Viele Studien zeigen schon lang, dass sich die Anforderungen und Bedingungen rund um die Arbeit ändern. Der Arbeitsplatz ist nicht mehr nur an einem Ort. Die Arbeitszeit flexibilisiert sich und die MitarbeiterInnen müssen einfach auch mit fortschreitenden Altern fit und belastbar bleiben. Weiterbildung, Work-Life-Balance, Familienservice, Familienbeauftragte, Feel-Good-Manager, Eltercare, Ruhestandskompass – Schlagwörter einer neuen Arbeitskultur und einer anderen Einstellung zu Beruf(ung) und sozialem Umfeld.

Politik schafft Rahmenbedingungen, die es allen Bürgern erlauben soll gut und vernünftig durch ihre Ausbildungs-, Erwerbs- und Rentenalter zu kommen. Arbeitgeber entwickeln langfristige Personal- und Unternehmenskonzepte, um dem demografischen Wandel gewachsen zu sein. Arbeitnehmer und Beschäftigte sorgen vor, um nach getaner Arbeit auch ihren Lebensabend genießen zu können. Und trotzdem zeigen Studien, Gespräche und Zahlen, dass es noch wirklich viel zu tun gibt.

Jobanforderung demografisch meistern

txn-p. Der zweite Demografiegipfel der Bundesregierung Mitte Mai zeigte, wie brisant das Thema demografischer Wandel mittlerweile ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel ging in ihrer Rede verstärkt auf die Notwendigkeit ein, ältere Arbeitnehmer in Unternehmen zu halten, von ihrem Wissen zu profitieren und sie zu fördern. Denn einerseits wachsen die Jobanforderungen in den Firmen permanent, andererseits werden schon mittelfristig nicht mehr genug junge hochqualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Und dadurch wächst der Druck auf alle Beteiligten. Wie das Randstad Arbeitsbarometer zeigt, geben schon heute 18 Prozent der Befragten an, sich von ihrer Arbeit überfordert zu fühlen. Bei 42 Prozent ist die Notwendigkeit nach mehr Qualifizierung und Training gestiegen. Positiv: 60 Prozent fühlen sich bei der persönlichen Weiterbildung von ihrem Arbeitgeber gut unterstützt.

Wie wichtig die Förderung älterer Arbeitnehmer ist, erklärt Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland: „Die zunehmende Technologisierung führt heute zu Entlassungen Älterer. Bei steigendem Fachkräftemangel wird diese Strategie kaum funktionieren. Unternehmen müssen zukünftig mehr Wert darauf legen, den Wissenstransfer zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern zu fördern, denn erfahrene Arbeitnehmer verfügen oft über ein besseres Know-how, während sie bei modernen Technologien von Jüngeren lernen und so Wissenslücken schließen können.“

Von erfahrenen Arbeitskräften profitieren

txn-p. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen ist 2012 auf über 60 Prozent gestiegen. Der zweite Demografiegipfel der Bundesregierung, der Mitte Mai stattfand, führt diesen positiven Trend auf die Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze und die sinkende Anzahl jüngerer qualifizierter Jobanwärter zurück.

Von der steigenden Beschäftigung älterer Mitarbeiter profitieren auch die Unternehmen. Denn Erfahrung und Expertenwissen sowie das Urteilsvermögen sind bei älteren Arbeitnehmern besser ausgeprägt als bei jüngeren. Auch beim Sicherheitsbewusstsein und der Kommunikationsfähigkeit haben Ältere klare Vorteile. Dennoch müssen ältere Arbeitnehmer gezielt gefördert werden, um den steigenden Leistungs- und Innovationsdrucks im Arbeitsalltag zu bewältigen. Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland erklärt dazu: „Die Berufserfahrung Älterer muss in die Fördermaßnahmen eingebunden werden. Das Lernverhalten erfahrener Weiterbildungsteilnehmer weicht jedoch stark von dem Jüngerer ab. Gelingt es Firmen, die jahrelange Lernentwöhnung älterer Mitarbeiter durch zertifizierte und kurze Maßnahmen zu überwinden, profitieren beide Seiten von der Weiterbildung. So bleibt das fachliche Know-how und der Erfahrungsschatz der älteren Belegschaft bis zur Rente im Unternehmen.“ An dem Erfahrungswissen Älterer können schließlich auch die Jüngeren teilhaben.

Arbeiten bis zum Ruhestand ist für viele nicht möglich

txn-p. Nur knapp die Hälfte derjenigen, die Altersgeld beziehen, ist regulär in Rente gegangen. Die anderen 50 Prozent sind vorher aus gesundheitlichen Gründen aus der Arbeitswelt ausgeschieden, haben Vorruhestandsregelungen genutzt oder sind aus der Arbeitslosigkeit in die Rente gewechselt. Die Informationen des Statistischen Bundeamtes stammen zwar aus dem Jahr 2009, zeigen aber den Ernst der Situation. Denn jeder Arbeitnehmer, der vorzeitig aufhört zu arbeiten, bekommt nicht nur weniger Rente, sondern nimmt wertvolles Know-how mit, das den Unternehmen dann fehlt. Durch den demografischen Wandel starten zudem immer weniger junge Menschen ins Berufsleben. Unternehmen werden darauf reagieren und altersgerechte Arbeitsplätze schaffen müssen, um ältere Mitarbeiter so lange wie möglich im Erwerbsleben zu halten.

Allerdings steigt das Risiko arbeitslos zu werden mit zunehmendem Lebensalter. Dafür verantwortlich sind die Verdrängung durch jüngere Mitarbeiter und der schlechter werdende Gesundheitszustand im Alter. Erkrankungen wie Burnout, Depressionen oder Rückenschmerzen nehmen zu. „Firmen können vorsorgen, indem sie älteren Mitarbeitern flexiblere Arbeitsmodelle, kräfteschonende Verfahren und präventive und reaktive Gesundheitsförderung anbieten“, erklärt Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland. Denn laut des Randstad Arbeitsbarometers können sich 28 Prozent der Arbeitnehmer vorstellen, bis zu zwei Jahre über ihr aktuelles Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten.

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1 Kommentar zu “Die Arbeit im Wandel der Zeit”

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