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Die schöne neue Welt des flexiblen Arbeiten

Handwerk Arbeit (c) apostelhaus.de

Wir leben und dies weiß nun wirklich jedes Schulkind in einer Wissens- und Informationsgesellschaft. Hierzu zählen auch die Kopfarbeiter – neudeutsch ‚Knowledge Worker‘. Und gerade in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergeben sich viele Chancen und Risiken.

Die Medien und auch die Fachliteratur sind hierzu gut gefüllt und auch der Film nimmt sich hier nicht aus. Selbst zu dem Thema Vereinbarkeit und Work-Life-Balance wird immer suggeriert, das Arbeiten von zu Hause ein Segen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist. Dies ist jedoch nur eine Seite der Medaille und oft werden die wichtigen Voraussetzungen für diese Arbeitsweise vergessen.

 

 

Der Traum vom Arbeiten auf der Terrasse, dem Strand oder dem Café ist für all die ‚Büroarbeiter‘ möglich, die

  • über die notwendige Technik verfügen (Tablet & Co.),
  • kein (ständiger) direkter Kontakt mit seinem Team, Kunden oder Dienstleistern notwendig ist und
  • ein Firmenregelwerk existiert, das dieses ’neue‘ Arbeiten auch ermöglicht.

Auch bei der familienfreund KG wird so gearbeitet und einige unserer Informationspartner haben in den vergangenen Jahren geäussert, dass wir ja ‚immer‘ arbeiten und erreichbar sind. Dies ist aber für den Einzelnen nicht so, sonst könnten wir sicher nicht die Leistung bringen, die nach Außen sichtbar wird.

Die Gefahr, die aus der gewonnenen Flexibilität für den Einzelnen entsteht ist groß, denn die individuellen Freiheitsgrade führen nicht automatisch zu einer Verringerung oder Vereinfachung des Arbeitsalltages. Genau das Gegenteil kann der Fall sein – ein erhöhter Kommunikations- und Koordinierungsaufwand muss vom Individuum betrieben werden, um z.b. Zeitverschiebungen bei den ‚Arbeitsfenstern‘ zu kompensieren. Ebenso nimmt die Komplexität der Aufgaben stetig zu und genaue Arbeits- und Jobprofile sind in Wissensfabriken kaum noch möglich. Die Belastungen äußern sich – wenn es dem Unternehmen, der Struktur nicht gelingt dies vorher und strategisch aufzufangen – dann in einer Spirale aus Missmut, die sich letztlich im Wechselwillen, Unzufriedenheit, Innerer Kündigung oder Depression und Burn-Out äußern kann. Von Leistungseinbußen im betriebswirtschaftlichen Sinn durch Reibungsverluste wollen wir gar nicht reden.

Ziel des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers muss es also gleichermaßen sein, die Balance zwischen beruflichen und privatem Tun zu finden – ohne eines von beiden zu vernachlässigen. Aus Sicht der aufgabengebenden Struktur gibt es unterschiedlichste Instrumente dies zu unterstützen – nicht zuletzt unser Familienservice tut seit 7 Jahren genau dies. Aber auch der Einzelne ist mit seinen Kompetenzen gefragt, seinen Beitrag zur Ausgewogenheit zu leisten.

Gero Hesse von saatkorn bringt es mit seinen 3 Regeln sehr schön auf den Punkt:

  • Vor 7:30 Uhr und nach 19:00 Uhr sowie am Wochenende keine Mails an das Team.
  • Im Urlaub nicht erreichbar. (Assistentin darf Frau anrufen, dann wäre er erreichbar. Kam in den letzten drei Jahren nicht vor.)
  • 30 Tage Urlaub jedes Jahr nehmen und keinen Urlaubstag verfallen lassen

Bei familienfreund gibt es ähnliche, wenn auch nur mündliche Absprachen und Jeder / Jede kann diese Regeln für sich verändern. Wie sieht es denn bei Ihnen aus – sowohl beruflich als auch individuell ?

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