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Einladung: Die Führungskräfte und die sächsische Bläserphilharmonie

Musik Orchester (c) yunje5054 / pixabay.de

Der Familienservice ist auf ein spannendes Veranstaltungsformat der Sächsischen Bläserphilharmonie in Kooperation mit Die Führungskräfte aufmerksam geworden. Dem Vorstandsmitglied Werner Döbritz haben wir einige Fragen gestellt.

21. November 2015 in Bad Lausick

Herr Döbritz, zunächst vielen Dank für den Hinweis auf die Veranstaltung am 21. November 2015 in Bad Lausick. Erläutern Sie uns doch bitte kurz, was die Teilnehmer an diesem Samstag erwartet.

Eine ganz verrückte Veranstaltung mit einem familiengerechten Format, das wir so zum ersten Mal ausprobieren. Wo gestandene Führungskräfte zusammen mit ihren Familien, vor allem ihren Kindern, vielleicht sogar noch mit Opa und Oma dabei sein können und gemeinsam eines der großartigsten Orchester erleben können, die wir hier haben – die Sächsische Bläserphilharmonie in Bad Lausick. Die machen nicht einfach nur hervorragende Musik, sondern etwas ganz Spezielles für die Kinder. Sie werden in das Konzert einbezogen und sind voll dabei.

Das Ganze findet nicht abends unter der Woche, sondern bewusst an einem Samstagnachmittag statt. Im Anschluss an das Konzert können sich die Führungskräfte, die Lust auf Reflektion und Arbeit mit dem Thema haben „Was können Führungskräfte von Orchestern lernen“ in Gruppen zu einem kleinen moderierten Workshop zusammen finden. Währenddessen haben die Kinder Spaß zusammen mit dem anderen Elternteil, Opa und Oma in der nahegelegenen Therme. Hier können sich dann die Familien nach Ende des Workshops zusammen finden.

Für diejenigen, die solange durchhalten, wird das Ganze gegen Abend mit einem gemeinsamen Essen im Spaßbad ausklingen.

DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Das klingt sehr spannend und abwechslungsreich. Können Sie unseren Lesern aus Geschäftsleitung und Personalabteilung etwas genauer erläutern, worin Sie das Ziel von DIE FÜHRUNGSKRÄFTE sehen und wie die einzelne Fachkraft von den Angeboten des Netzwerkes profitieren kann?

Wir bieten den 25.000 Mitgliedern in unserem Verbändenetzwerk eine umfassende Unterstützung bei all dem, was einer Führungskraft die Kraft zum Führen gibt: Beratungsleistungen für den beruflichen Auf- und Einstieg, Seminare und kostenfreien juristischen Service durch unsere spezialisierten Anwälte, auch präventiv. Wir sind eine starke Interessenvertretung in Politik und Wirtschaft sowie ein sehr gut gepflegtes und weit verzweigtes Mitglieder-Netzwerk, in den Regionen, für jüngere Mitglieder, Mitglieder 60+, weibliche Führungskräfte und Geschäftsführer. Wer sich das mal anschauen möchte, den würde ich gerne einladen zu einem Spaziergang auf unserer Webseite

https://www.die-fuehrungskraefte.de/

Die Landesgruppe Sachsen-Thüringen ist noch relativ klein. Man spürt auch hier die strukturellen Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen Ost und West. Erstaunlicherweise scheint es auch noch einen weiteren Unterschied zu geben. Ich habe den Eindruck, dass ostdeutsche Führungskräfte solche sozial/beruflichen Netzwerke weniger offensiv nutzen als ihre westdeutschen Kollegen. Und natürlich wird das alles überlagert von einem zunehmenden Wettbewerb und Karrierismus. Wenn das dann „aus dem Ruder läuft“ haben wir Erscheinungen wie wir sie in der Finanzkrise, aber auch bei den vielen anderen Krisen, bis zur heutigen Flüchtlingskrise erleben können. Dann fehlt Führung! Im privaten, persönlichen Bereich finden ganz ähnliche Entwicklungen statt. Wenn der Partner und Papa vor lauter Karriere und beruflicher Anspannung keine Zeit mehr findet für Partnerin und Kinder, er vor allem die Fähigkeit verloren hat, einfach nur einmal „da“ zu sein.

Daher legen wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt und Austausch zwischen unseren Mitgliedern, sei es in der analogen als auch in der digitalen Welt. Auch und vielleicht gerade bei solchen heiklen Themen, wofür es Vertrauen und so etwas wie geschützte Räume braucht . Man muss ja nicht unbedingt die Fehler oder Umwege Anderer immer selbst machen. Viele Entwicklungen haben bereits sehr frühe entscheidende Weichenstellungen, sowohl im günstigen als auch im ungünstigen Fall. Führungskräfte, die solche Erfahrungen nutzen können, haben es daher leichter, insbesondere auch dann, wenn es einmal schwierig wird. Und das wird in dieser Zeit immer häufiger der Fall sein. Wer dann als Führungskraft das „große Ganze“ aus dem Blick verliert, hat seine Aufgabe verfehlt.

Der Privatmann Werner Döbritz

Die Abonnenten unseres Newsletters für Mitarbeiter und Familienangehörige sind in der Regel recht neugierig, Herr Döbritz. In welcher Familiensituation leben Sie und sehen Sie sich privat auch als Führungskraft?

Ich lebe und arbeite seit nunmehr über 20 Jahren in Leipzig. Fast so lange bin ich mit meiner Partnerin zusammen. Die damals faszinierende Herausforderung eines beruflichen Wechsels nach Leipzig hatte leider auch ihre persönlichen Schattenseiten. Meine zu dieser Zeit 11jährige Tochter aus erster Ehe hat mir diese Trennung bis heute nicht richtig verziehen. Sie lebte bei ihrer Mutter am anderen Ende der Republik, in Saarbrücken. Bis sie schlussendlich zu mir nach Leipzig gezogen ist, bin ich regelmäßig gependelt, um mit ihr zusammen zu sein. Anfangs jedes Wochenende, dann alle 14 Tage. Das war in dieser Hinsicht eine extrem harte Zeit und sehr prägend für mich. Einem Kind möchte ich so etwas nie wieder antun. Sicher war das auch der entscheidende Grund, weshalb ich mich nie wieder getraut hatte, erneut Papa zu werden. Sehr zum Leidwesen meiner heutigen Frau.

Privat als Führungskraft. Na ja, die Begrifflichkeit ist irgendwie unpassend. Trotzdem gibt es ja auch privat Unzähliges vorzubereiten, abzustimmen, Entscheidungen herbei zu führen, Umsetzung zu organisieren und gemeinsam daran zu arbeiten, dass Handlung passiert und Resultate erzielt werden. Zum Beispiel in der Nachbarschaft, bei Hausgemeinschaften, Elternbeiräten, häufig in der Familie oder mit Freunden. Ich denke da nur an unsere häufigen gemeinsamen Radwanderungen. Die gehen manchmal über 1000 Kilometer und mehrere Tage. Jemand muss sich dann halt kümmern, sonst geht das schief. Wir würden dann weder starten, geschweige denn irgendwo ankommen. Ich bin froh, dass ich das dann nicht alleine machen muss und freue mich über jede Form von gelungener Selbstorganisation der jeweiligen Gruppe.

Die Deutsche Bläserakademie

Lassen Sie uns noch einmal auf die Veranstaltung am 21. November zurückkommen. Wie kam es zu der Kooperation mit der Deutschen Bläserakademie und wann bzw. wo kann eine Anmeldung erfolgen?

Die Idee, etwas mit einem Orchester zu machen, hatte ich schon lange. Es ist doch faszinierend zu sehen, wie da aus vielen Solisten, die alle ihr Instrument virtuell beherrschen, etwas größeres Ganzes wird. Jeder, auch wenn er vielleicht keine Noten lesen kann, wird das sehr intuitiv feststellen, einfach nur durch Zuhören und Erleben. Kinder können das übrigens am allerbesten.

Ein guter Freund von uns ist Bläser in der Sächsischen Bläserphilharmonie und hat den Kontakt zu deren Chef, dem Geschäftsführer der Deutsche Bläserakademie GmbH, Heiko Schulze, hergestellt. Er war wunderbar offen für diese Idee und hat ganz spontan nach Bad Lausick eingeladen, um die Arbeit des Orchesters mit Kindern live zu erleben. Ja wirklich ein wirklich tolles Erlebnis! Faszinierend wie sich Kinder ganz auf (klassische!!) Musik einlassen und begeistert mitgehen. Im Zeitalter von smarten Phones und den vielen flachen digitalen Beschäftigungen nicht ganz selbstverständlich. Ganz klar, das liegt auch an der gelungenen Moderation von Heiko Schulze.

Viele Führungskräfte ringen sowohl damit, ihre Organisationen und die vielen Projekte so zu orchestrieren, dass etwas Stimmiges dabei herauskommt. Wenn dann auch noch die Akteure und die Kunden davon berührt sind und vielleicht sogar so mitgerissen werden wie das bei den Kindern im Kinderkonzert der Fall ist, ja was will man mehr. Content-Marketing nennt man das heute. Eigentlich ein alter Hut. Nur hinbekommen muss man es und dazu bedarf es vor allem eines – Führung.

Ich denke, unsere Führungskräfte können von Kindern und Orchestern viel lernen. Sie müssen halt nur Hinschauen, Hinhören und natürlich dabei sein!

Der Eintritt für das Kinderkonzert ist übrigens kostenfrei, die Teilnahme am Workshop für interessierte Führungskräfte ebenfalls. Den Eintritt für die Therme und ggf. das Abendessen übernehmen die Teilnehmer selbst.

Vielen Dank für diese kurzen Einblicke. Die familienfreund KG wünscht Ihnen und ihren Gästen nicht nur viel Spaß, sondern auch tolle Erkenntnisse im Workshop.

Sie können sich hier den Flyer mit allen Details herunterladen. Die Kontaktaufnahme kann ganz einfach über das Büro der Regionalgruppe bzw. den Vorstand erfolgen .

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4 Kommentare zu “Einladung: Die Führungskräfte und die sächsische Bläserphilharmonie”

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