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Kinderkrippe Wikalino – Einmalig am bayerischen Untermain

Vereinbarkeit von Beruf und Familie | Beispiele von Unternehmen (c) demografienetzwerk-frm.de

Dieser Beitrag ist Teil 5 von 24 der Serie Demografienetzwerk Frankfurt Rhein Main

Im September 2008 eröffnete die WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG auf ihrem Firmengelände gemeinsam mit der Stadt Klingenberg die Kinderkrippe Wikalino. Das Projekt mit Vorzeigecharakter gilt als bisher einzigartig in der Region Bayerischer Untermain. Mit zwölf Plätzen für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren ging es an den Start. Schon nach einem halben Jahr stieß Wikalino an seine Grenzen, die Kinderkrippe war ausgebucht. Die anhaltend hohe Nachfrage machte es erforderlich aufzustocken. 2009 ließ WIKA auf dem Gebäude der Krippe ein Obergeschoss aufsetzen und verdoppelte damit die Kapazität auf 24 Plätze. Heute ist Wikalino nahezu voll belegt.

Die rund 250 Quadratmeter großen Räumlichkeiten der Kinderkrippe sind ausgestattet mit Spielsachen und Übungsgeräten, mit Bettchen und Bädern. Bei schönem Wetter steht ein Außenspielplatz mit Klettergerüst zur Verfügung. Nach modernem, zeitgemäßem, pädagogischem Konzept kümmern sich zwei Kinderpflegerinnen (in Vollzeit) und fünf Kindererzieherinnen (teilweise in Teilzeit) um den Nachwuchs. Die Krippe ist montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr geöffnet.

Betreiber der Kinderkrippe ist die Stadt Klingenberg. Sie stellt Personal ihrer kommunalen Kindertageseinrichtung „Tabaluga“ zur Verfügung. Das Unternehmen WIKA kümmert sich vor allem um das Gebäude und die Ausstattung und übernahm die Baukosten. Das Haus wurde von WIKA eigens dafür erworben. Aufgrund der Kooperation mit der Kommune steht Wikalino nicht nur den Kleinen der WIKA-Mitarbeiter/innen offen, sondern ist auch für die Betreuung der Kinder der Klingenberger Bürger/innen gedacht. Heute halten sich Kinder beider Zielgruppen in etwa die Waage. Die Gebühren richten sich nach der kommunalen Gebührenordnung.

Motivation und Auslöser für das Familienunternehmen WIKA, eine Kinderkrippe einzurichten, war die beabsichtigte Bindung der Mitarbeiter/innen an das Unternehmen zum Zwecke einer nachhaltigen Fachkräftesicherung. Dabei ist Wikalino nur ein Baustein der ausgeprägt familienorientierten Personalpolitik von WIKA. Viele weitere Maßnahmen fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Fokus des Unternehmens stand aber auch der Imagegewinn in der Öffentlichkeit: Ein familienbewusster Arbeitgeber ist für potenzielle Beschäftigte attraktiver – gerade in einer ländlichen Region kann dieser Aspekt schnell zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

Und die Rechnung ging auf: Die Einrichtung der Kinderkrippe wurde in der Bevölkerung äußerst positiv aufgenommen und erntete nicht nur bei der Belegschaft von WIKA, sondern auch bei den Bürgern/innen in und um Klingenberg, bei der Stadt und der Politik Zustimmung und große Anerkennung. Die Kinderkrippe erwies sich als ideale Ergänzung zu den ansonsten bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen vor Ort. Stolpersteine auf dem Weg zur Einrichtung der Krippe waren mitunter Erfordernisse bürokratischer Art. Es wurden Mittel aus dem bayerischen Investitionsprogramm zur Kinderbetreuungsfinanzierung in Anspruch genommen.

Die WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG ist Weltmarktführer in der Druck- und Temperaturmesstechnik mit einem Jahresumsatz von rund 570 Millionen Euro. Hergestellt werden beispielsweise elektronische und mechanische Manometer sowie Thermometer und Temperaturregler. Zu den Kunden zählen vor allem Unternehmen aus dem Anlagen- und Maschinenbau, der allgemeinen Investitionsgüterindustrie sowie der Automobilindustrie. 65 Jahre nach Gründung des inhabergeführten Familienunternehmens beschäftigt WIKA in 40 Niederlassungen weltweit über 6.500, am Standort Klingenberg rund 2.000 Mitarbeiter/innen.

Autorin: Silke Heinbücher, Geschäftsführerin Recht & Fair Play / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, IHK Aschaffenburg

Über das Entstehen und die Idee dieses Beispieles

Die Wirtschaft in der Region FrankfurtRheinMain boomt, die Bevölkerung nimmt immer noch leicht zu, doch die Unternehmen stellen fest, dass sie die neuen Mitarbeiter, die sie benötigen, nicht bekommen.Um Unternehmen Anregungen zu geben, wie sie Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter vereinbar gestalten können, hat das IHK-Forum Rhein-Main gemeinsam mit dem Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain 25 Unternehmen in der Region FrankfurtRheinMain besucht, die interessante Maßnahmen in ihren Betrieben umsetzen.

In 25 Artikeln beschreiben die Interviewer/innen Maßnahme und Unternehmen. Fotos aus den Unternehmen ergänzen die Darstellung. Damit möchten die Industrie- und Handelskammern der Region und der Arbeitskreis Beruf und Familie im Demografienetzwerk FRM einen Beitrag dafür leisten, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Menschen und Unternehmen leichter gelingt. So könnte die Erwerbstätigenquote von Frauen erhöht, mehr Frauen in Führungspositionen gebracht und für Väter Familienzeit gewonnen werden – und nicht zuletzt den Unternehmen erleichtert werden, ihre Fachkräfte zu finden und zu binden.

* Hinweis: Es handelt sich bei der Wiedergabe des Beitrages um ein wörtliches Zitat. Lediglich zu Zwecken der Lesbarkeit wurden  Formatierungen vorgenommen. Die Rechte des Beitrages liegen weiterhin beim Autor bzw. dem Demografienetzwerk. Der vollständige Download der Broschüre ist kostenlos möglich.

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Broschürenempfehlung: Fachkräfte sichern – Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Für kleine und mittlere Unternehmen kommen verschiedene Maßnahmen infrage, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. In dieser Broschüre werden die familienfreundlichen Maßnahmen, von der Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder bei der Pflege von Angehörigen bis hin zur aktiven Gestaltung der familienbedingten Auszeit, ihren Kosten und Nutzen gegenübergestellt.

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