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MINT-Fachkräftemangel: Für Unternehmen unverändert schwierig, Stellen zu besetzen

Arbeiterin (c) Hubert Van Roy / pixelio.de

Berlin. Den deutschen Unternehmen fehlen weiter wichtige Fachkräfte im so genannten MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die MINT-Fachkräftelücke beläuft sich im Monat Oktober auf 120.000 Personen. Trotz der gestiegenen Zahl von Studienanfängern im MINT-Bereich bleibt die Lage unverändert angespannt. Der demografische Wandel verstärkt diese Entwicklung: Auch die Zahl der MINT-Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung wird langfristig jährlich um rund 100.000 zu niedrig sein. Es droht eine gefährliche Blockade der MINT-Wertschöpfung.

Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ erklärt: „Wir müssen die Potenziale von MINT-Studierenden besser nutzen . MINT-Abbrecherquoten von weiter über 50 Prozent an Universitäten sind ein Skandal. Gleichzeitig müssen wir attraktiver für internationale Absolventen werden. Von 100 MINT-Studienanfängern an deutschen Hochschulen aus dem Ausland steigen nur 14 in unseren Arbeitsmarkt ein, 46 brechen ihr Studium ab, 40 verlassen Deutschland nach dem Studienabschluss. Wir brauchen eine echte Willkommenskultur in Behörden, Hochschulen und Unternehmen.“

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, betont: „Im Oktober standen 75.315 Arbeitslosen in hochqualifizierten MINT-Berufen 191.700 offene Stellen gegenüber. Innerhalb der MINT-Berufe bestehen dabei große Unterschiede. In 17 von 24 MINT-Berufskategorien waren mehr offene Stellen als Arbeitslose zu verzeichnen. Besonders groß sind die Engpässe im Bereich der Ingenieurberufe Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Keine Engpässe bestehen hingegen bei Chemikern oder Biologen.“

Peer-Michael Dick, kommissarischer Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, sagt: „Die Metall- und Elektro-Industrie ist mit ihrer Innovationskraft eine wesentliche Stütze des Geschäftsmodells Deutschland. Sie verdankt ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht zuletzt dem hohen Anteil an MINT-Fachkräften. Dabei sind beruflich qualifizierte MINT-Arbeitskräfte in der Breite der innovationsstarken Unternehmen ebenso wichtig für den Innovationserfolg wie MINT-Akademiker.“

Der MINT-Report wird zweimal jährlich durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt. Die Studie entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

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