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mit teilzeit gegen weibliche altersarmut

Senioren (c) RainerSturm / pixelio.de

(txn). frauen verdienen auch heute meist weniger als ihre männlichen berufs­kollegen bei gleicher qualifikation. dadurch ist nicht nur der lebens­standard vergleichsweise niedriger, auch die einzahlungen in die gesetzliche alters­vorsorge erreichen in der regel nicht das niveau der männlichen kollegen. für mütter ist das besonders dramatisch, da ihre rentenleistungen durch den regel­mäßigen karriereknick nach der schwangerschaft ohnehin viel zu niedrig sind.

eine private altersvorsorge ist daher vor allem für mütter besonders wichtig – muss aber natürlich auch finanziert werden können. experten raten daher, nach der babypause wieder ins berufsleben zurückzu­kehren, um besser für das alter vorsorgen zu können. das betrifft jedoch nicht nur familien, in denen aus finanziellen gründen beide elternteile arbeiten müssen. auch in der „klassischen“ familiensituation mit dem ehemann als alleinverdiener breitet sich bei vielen müttern im hinblick auf die zukunft unbehagen aus. denn wenn sich auf dem weg ins rentenalter das paar trennt, sieht es mit der finanziellen altersab­sicherung für die frau oft sehr schlecht aus. arbeitsmarktexperten gehen von einer drastischen zunahme der weiblichen altersarmut aus.

immer mehr mütter nutzen daher das selbstverdiente geld, um sich über die private altersvorsorge einen finanziell sorgenfreieren lebensabend gestalten zu können. natürlich wird die rückkehr ins berufsleben nach der babypause in der regel von mehreren faktoren motiviert. es geht um soziale kontakte, anerkennung und anhebung des eigenen lebensstandards. aber gleichzeitig wird es zunehmend wichtiger, sich dank eigener finanzieller ressourcen selbstbestimmt um die altersvorsorge zu kümmern.

die chancen stehen gut, dass es mütter zukünftig leichter haben, eine teil­zeitstelle zu finden, die ihrem knowhow entspricht. denn die nachfrage nach qualifizierten teilzeitkräften wird in den nächsten jahren deutlich steigen: „die demographische entwicklung in deutschland führt zu einem mangel an qualifizierten fachkräften. mütter können viele dieser lücken bei einem entsprechend familien­gerechten arbeitsumfeld problemlos füllen.“ so petra timm, unternehmens­sprecherin bei randstad deutschland.

die unternehmen sind also gefordert. sie beugen mit der schaffung von teilzeitarbeitsplätzen nicht nur einem mangel an qualifizierten mitarbeitern vor, sondern übe­rnehmen auch eine wichtige gesellschaftspolitische aufgabe. indem sie ein arbeitsumfeld schaffen, das genug flexibilität bietet, um beruf und familie zu kombinieren, werden mütter in die lage versetzt, sich eigenverantwortlich um die altersabsicherung zu kümmern. und davon profitieren am ende alle.

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