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Mutterschutz – und Mutterschutzgesetz – Änderungen im Überblick

Frau mit Schwangerschaftsbauch (c) Alexandra Bucurescu/pixelio.de

Wenn MitarbeiterInnen Ihnen als Arbeitgeber ihre Schwangerschaft mitteilen, ändert sich vieles zum Schutz der Mutter und des ungeborenen Kindes. Das Mutterschutzgesetz gibt Aufschluss darüber, welche Änderungen das genau sind. Zum Mai 2017 und auch zum Januar 2018 traten und treten wesentliche Änderungen in Kraft.

Informationspflicht durch Sie und Ihre Arbeitnehmerin

Um Ihre Mitarbeiterinnen besser schützen zu können, ist es ratsam ein Betriebsklima zu haben indem es selbstverständlich ist, dass Ihnen als Arbeitgeber die Schwangerschaft zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach bekannt werden sowie der voraussichtliche Entbindungstermin, mitgeteilt wird. Das schützt nicht nur Sie beim Ergreifen von Schutzmaßnahmen sondern letztlich auch Ihre Mitarbeiterin vor möglichen Gefahren und Überlastung. Auf Verlangen können Sie ein ärztliches Zeugnis von ihrer Mitarbeiterin erhalten. Ebenso werden sie ein Zeugnis für die Zeit des Mutterschutzes benötigen. Die Kosten dafür tragen Sie als Arbeitgeber. Im Gegenzug teilen Sie unverzüglich der zuständigen staatlichen Aufsichtsbehörde die Schwangerschaft mit. Natürlich besteht Kündigungsschutz.

Änderungen bei den Schutzfristen

Ihre Mitarbeiterin darf bis zu 6 Wochen vor der Geburt weiter arbeiten, wenn der Arbeitsplatz das zulässt und keine Gefährdung vorliegt. 6 Wochen vor der Geburt darf Ihre Mitarbeiterin nur dann weiterarbeiten, wenn sie damit einverstanden ist. Der Arzt der Frau, die Aufsichtsbehörde oder Sie als Arbeitgeber können und dürfen im Rahmen einer Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Generell dürfen Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen auch bis zu maximal 12 Wochen nach der Geburt nicht arbeiten. Für behinderte Kinder, für zu frühgeborene Kinder (Geburtsgewicht des Babys unter 2.500 Gramm) und bei Mehrlingsgeburten haben Frauen Anspruch auf verlängerten Mutterschutz von bis zu 12 Wochen.

Wer ist nach Mutterschutzgesetz schützenswert?

Natürlich alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Ob Teil- oder Vollzeit ist im Prinzip egal. Hausangestellte, Heimarbeiterinnen und Azubis fallen ebenfalls unter das Mutterschutzgesetz. Das Mutterschutzgesetz gilt auch nur, wenn sich der Arbeitsplatz in Deutschland befindet. Eine wesentliche Neuerung tritt für Studentinnen und Schülerinnen ab 1.1.2018 in Kraft. Sie fallen automatisch unter das Mutterschutzgesetz. Die Hochschulen und Schulen müssen den Mutterschutz beachten. Wie bei Frauen im Arbeitsverhältnis gilt, dass man natürlich auch seine Ausbildung auf eigenen Wunsch bis unmittelbar vor der Geburt fortsetzen kann.

Was ist mit Selbstständigen?

Auch beim Mutterschutz geht es letztendlich um das liebe Geld. Immerhin erhalten die Frauen, die unter das Mutterschutzgesetz fallen auch das Mutterschaftsgeld. Mutterschaftsgeld ist allerdings eine staatliche Leistung. Eine Absicherung für die Zeit besonders schutzwürdige Zeit der Entbindung. Leider ist der Geltungsbereich des Mutterschutzgesetzes begrenzt. Wer selbstständig und privat versichert ist, erhält kein Mutterschaftsgeld – Ausnahme bildet hier die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse, die sich aus entsprechender Tätigkeit als Künstlerin oder Publizistin ergibt. Dort kann man Mutterschaftsgeld beantragen. Weitere Möglichkeiten unter anderen Umständen Mutterschaftsgeld zu beziehen, bietet die Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes. Zahlt man in der gesetzlichen Krankenversicherung nur den ermäßigten Beitragssatz ist man ebenfalls vom Bezug des Mutterschaftsgeldes ausgeschlossen.

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