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nutzen sie ihre pausen sinnvoll?

umfrage (c) derarteru / pixelio.de

gerade im stressigen arbeitsalltag sind pausen wichtig und notwendig, um sich zu regenerieren und zu erholen – sollte man meinen – aber weitgefehlt: eine repräsentative studie ergab, dass 89 % der deutschen beschäftigten neben der mittagspause noch bis zu 6 zusätzliche pausen machen. das sind bis zu 40 minuten täglich extra. um für die arbeit wieder frisch zu sein, nutzen diese pausen nur 40 % der befragten.

in den pausen wird sich bei 47 % mit den kollegen am eigenen arbeitsplatz ausgetauscht. 75 prozent der befragten beschäftigten sagten, dass in ihrem unternehmen keine spezielle pausenkultur herrschte. das „pausemachen“ in Ihrem unternehmen sei nicht durch besondere angebote zur pausengestaltung unterstützt, wie zum beispiel durch kostenlose pausenverpflegung, spezielle pausenregelungen, entspannungsmöglichkeiten, bewegungsprogramme oder ruheräume. über 50 % der befragten zweifelt generell, dass die mehrpausenzeit ihre konzentrationsfähigkeit oder produktivität erhöhen.

dabei kann gezielte pausenplanung zu wesentlich höherer arbeitseffizienz führen, als man erwartet. das tendenziell schlechte gewissen vieler berufstätiger sei bei mehr pausen ganz und gar überflüssig, Wenn die pause geplant ist. sich ein bisschen bewegen und etwas zu trinken holen oder eine kleinigkeit essen, hilft, dass man wesentlich konzentrierter und motivierter an den arbeitsplatz zurückkehrt, so friedrich georg lischke, deutschlandchef des KLIX-getränkeautomaten-herstellers four square. pausen funktionieren am besten zu festen zeitpunkten, maximal 15 minuten lang und aktiv gestaltet.

[update: 07.08.2007]  keine kündigung trotz trunkenheit am arbeitsplatz

eine fristlose entlassung ist selbst dann nicht gerechtfertigt, wenn arbeitnehmer mit 2,8 promille betrunken zur arbeit erscheinen. das landesarbeitsgerichts frankfurt am main hat einem staplerfahrer recht gegeben, der stockbetrunken zum spätdienst erschienen war. der schichtleiter schickte ihn daraufhin zum polizeilichen alkoholtest und dann nach hause. als das testergebnis bekannt wurde, kündigte ihm die firma sofort.

das gericht beschied nun, dass der arbeitgeber dem staplerfahrer erst hätte mitteilen müssen, das dessen verhalten vertragswidrig sei und er ihn erst abmahnen müsste. erst bei wiederholtem vertragswidrigem verhalten dürfe der arbeitgeber zum letzten mittel, zur kündigung, greifen. urteil des landesarbeitsgerichts frankfurt AZ.: 8 SA 854/06.

[update: 30.11.2007] müssen raucherpausen bezahlt werden?

seit inkrafttreten des nichtrauchergesetzes sieht man immer häufiger mitarbeiter mit einer zigarette in der hand draußen vor der tür stehen. muss ein arbeitgeber seinem mitarbeiter die raucherpause als arbeitszeit anrechnen und ihn somit bezahlen? das lag schleswig-holstein hat dies in seinem beschluss vom 21.6.2007 eindeutig verneint. demnach obliegt es dem arbeitgeber, ob er die raucherpausen bezahlt oder nicht.

im vorliegenden fall konnten sich im betreffenden betrieb der betriebsrat und der arbeitgeber nicht auf eine einheitliche regelung zum betrieblichen nichtraucherschutz einigen. daraufhin hat die einigungsstelle entschieden, wo im betrieb geraucht werden dürfe und dass die mitarbeiter während ihrer raucherpause nicht ausstempeln mussten. damit war der arbeitgeber aber nicht einverstanden, denn die einigungsstelle hätte nicht darüber zu entscheiden, ob die raucherpausen zur arbeitszeit gezählt werden müssten.

die richter in kiel folgten dem arbeitgeber. laut § 87 betrvg habe der betriebsrat kein mitspracherecht bei der regelung der vergütung für die zeit der raucherpausen. demzufolge könne der arbeitgeber über die vergütung der raucherpausen mitbestimmungsfrei entscheiden.

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