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Weiterbildung und Fachkräftemangel – 2 Seiten einer Medaille ?

Bildung als Basis für Erfolg in Beruf und Privat (c) Hans / pixabay.de

Bei unserer täglichen Arbeit an den Themen Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterbindung, Arbeitgebermarke und den umgebenden Feldern kommen wir nicht am Schlagwort Weiterbildung vorbei. Erst im April 2013 berichteten wir über die PwC-Studie, die deutliche Defizite bei der Gestaltung der innerbetrieblichen Weiterbildung und Qualifizierung aufzeigte.

Die Auswirkungen fehlender systematischer Weiterbildungen und nachlassender Lernangebote für langjährige und/oder erfahrene Mitarbeiter sind deutlich spürbar, wie z.b. verschiedene Industrie- und Handelskammern durch eigene Anstrengungen in Bezug auf Personaler- und Demografiestammtische beweisen.

Das Erstaunliche an dieser Situation lässt Parallelen zu anderen Herausforderungen, wie z.b. der Demografie und der Anpassung des Bildungssystems an geänderte Rahmenbedingungen, erkennen. Das Problem ist erkannt, es wird aber zuwenig gehandelt. Es ist nicht ausreichend, einfach Seminare in den unterschiedlichsten Bereichen anzubieten und dann löst sich der Knoten bei mangelndem, fachlichen Wissen und damit die Anziehungskraft auf neue Leistungsträger von selbst.

Eine Erfassung und Strukturierung des Weiterbildungsbedarfes muss als Basis aller weiteren Angebote in den Fokus gerückt werden. Ausgehend von den alters- und positionsbezogenen – im besten Fall – Wünschen nach neuem und aktualisiertem Wissen müssen Methoden entwickelt werden, um das Wissen für das gesamte Unternehmen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglich zu machen. Hierzu gehört natürlich auch die Vermehrung und Aktualisierung der Wissensbasis, um für Marktveränderungen und Anpassungen der Belegschaft gewappnet zu sein. Bund und Länder unterstützen an dieser Stelle mit finanziellen Zuschüssen, wie z.b. dem Bildunggutschein.

Wie die Untersuchung von PricewaterhouseCoopers darüber hinaus deutlich macht, fehlt es insbesondere an Schulungen, Trainings und Weiterbildungen zu Teamfähigkeit und Softskills. Ein großer Spalt klafft hier zwischen Notwendigkeit und Bestand. Diese Diskrepanz wird – ganz sicher auch eine Folge der unzureichenden Bedarfsermittlung – nicht versucht durch neue, kreative Angebote zu schließen. Es bleibt, wie auch bei der Abschwächung der demografischen Herausforderungen, der Familien- bzw. Mitarbeiterfreundlichkeit und der Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beim Wunschdenken der obersten Führungsebenen ohne eine Untersetzung mit konkreten Angeboten. Personalverantwortliche können sich in den betrieblichen Ablauf und die Wertschöpfungsketten stärker einbringen und bevor Forderungen gestellt werden, mit einer sauberen Weiterbildungsrendite aufwarten. So können Zweifler aus Marketing, Vertrieb und Controlling vom Nutzen einer breiten, aktuellen Wissensbasis überzeugt werden und der Magnetismus der Arbeitgebermarke kann langsam zu wirken beginnen.

Durch die Netzwerkarbeit der familienfreund KG können die Firmenkundenbetreuer Kontakte zu einer Vielzahl von Weiterbildungsanbietern, Coaches und Trainern herstellen und Empfehlungen für kreative und neuartige Angebote geben. Im Zuge einer Partnerschaft kann dies bis zur passgenauen Recherce ausgeweitet werden und noch besser auf die Bedürfnisse der Belegschaft und des Unternehmens angepasst werden.

Update August 2014

Das bisherige „Einzelbetriebliche Förderverfahren“ der SAB, mit dem Weiterbildungen von Arbeitnehmern gefördert wurden, wird unter neuen Namen fortgesetzt. Die entsprechende Richtlinie „Berufliche Bildung“ wurde am 25. August 2014 beschlossen.

Seit 2007 wurden in Sachsen 15 363 betriebliche Weiterbildungen mit einem Fördervolumen von 62,2 Millionen Euro gewährt. 2010 wurde der Weiterbildungsscheck Sachsen eingeführt, mit dem Arbeitnehmer unabhängig vom Arbeitgeber eine Förderung mittels Zuschuss zu ihrer individuellen Weiterbildung in Höhe von 80 Prozent erhalten können. Seit Einführung des Weiterbildungsschecks haben 10 909 Personen diesen Zuschuss in Anspruch genommen.

Auf Grund der großen Nachfrage hat die Sächsische Landesregierung am 25. August eine neue Richtlinie mit ähnlichem Inhalt verabschiedet. Nähere Informationen zu den neuen Fördermöglichkeiten liefert Ihnen unsere Kundenbetreuung gern.

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1 Kommentar zu “Weiterbildung und Fachkräftemangel – 2 Seiten einer Medaille ?”

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