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Work-Life-Balance als strategischer Wettbewerbsvorteil

Computer (c) familienfreund.de

txn. Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sind schon länger bekannt und allgemein akzeptiert. Und dennoch sind es nach wie vor meist Mütter, die Kinder, Küche und Karriere unter einen Hut bringen müssen. Kommt dann noch die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen dazu, ist die ganze Familie gefordert. In letzter Konsequenz ist unter Umständen gar eine Anpassung der Arbeitszeiten an die anstehenden Herausforderungen erforderlich. An dieser Stelle spielt Work-Life-Balance als strategischer Wettbewerbsvorteil seine ganze Bedeutung aus.

Zeit für Familie, Leben und Beruf

Doch maßgeschneiderte Arbeitszeitmodelle sind nicht nur für Familien wichtig, sondern gewinnen mit dem Begriff Work-Life-Balance in nahezu allen Arbeitsbereichen an Bedeutung – denn immer öfter geht es darum, neben der Arbeit ausreichend Zeit für Freunde, Hobbys oder Reisen zu ermöglichen. Petra Timm, Unternehmenssprecherin des Personaldienstleisters Randstad Deutschland: „Für Arbeitgeber ist Work-Life-Balance eine gesellschaftspolitische Herausforderung und ihre Umsetzung durch flexible Bedingungen am Arbeitsplatz ein betrieblich relevantes Thema. Es wird in Zukunft immer wichtiger, Arbeitsverhältnisse so zu gestalten, dass ausreichend Raum für Familienkultur und die Gestaltung individueller Lebensstile bleibt.“ Wie das im Detail funktioniert, zeigt ein kurzer Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten bei der Ausgestaltung von Arbeitsplätzen:

  1. Beim klassischen Teilzeitmodell werden die Arbeitsstunden regelmäßig auf die Arbeitstage verteilt und die tägliche Arbeitszeit stundenweise reduziert. Für den Arbeitgeber ist diese Form der Teilzeit am einfachsten umzusetzen. Eine Variante zu diesem Modell ist die variable Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf zwei bis fünf Tage. Dabei kann die tägliche, wöchentliche oder monatliche Stundenanzahl variieren. So ist Teilzeit mit Vollzeit kombinierbar und führt zu höherer Effizienz und besserer Auslastung bei schwankendem Arbeitsaufkommen.
  2. Beim Jobsharing teilen sich zwei Arbeitnehmer eigenverantwortlich eine Stelle. Mitarbeiter können in dieser Variante auch Vollzeitprojekte übernehmen und verantwortlich leiten. Ebenfalls möglich: Die unsichtbare Teilzeit, bei der unverändert in Vollzeit gearbeitet, jedoch nur Teilzeit bezahlt wird. Die Differenz wird als Zeit- oder Geldguthaben auf einem Langzeitkonto angespart. So werden mehrmonatige Urlaubsphasen, sogenannte Sabbaticals oder der vorgezogene Ruhestand ermöglicht.
  3. Auch das Arbeiten von zu Hause funktioniert. Dabei sind Arbeitnehmer im heimischen Büro tätig und stellen mit abgestimmten Arbeitszeiten die Erreichbarkeit sicher. So entfallen tägliche Leerlaufzeiten wie Hin- und Rückfahrten.

Work-Life-Balance als strategischer Wettbewerbsvorteil

Bei alldem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf jedoch nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Humanisierung der Arbeitswelt oder der Chancengleichheit zu sehen, sondern auch als lohnenswerte Investition für die Betriebe. Studien belegen, dass flexible Arbeitszeitregelungen die Produktivität steigern, für höhere Zufriedenheit bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sorgen und dem guten Ruf des Unternehmens nützen. So spielt bereits bei der Rekrutierung von jungen Fachkräften – laut Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Bundesfamilienministeriums – die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers eine entscheidende Rolle und wird zum strategischen Wettbewerbsvorteil.

„Angesichts des demografischen Wandels und eines dramatischen Mangels an Fachkräften empfiehlt es sich für Unternehmen, diesen Vorteil für sich zu nutzen und auf die individuellen Bedürfnisse mit größtmöglicher Flexibilität zu reagieren“, so Petra Timm abschließend.

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