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„altersgerecht umbauen“ – programm sollte fortgeführt werden

Barrierefreier Zugang (c) Thomas Max Müller / pixelio.de

obwohl millionen barrierefreie wohnungen und häuser für ältere menschen in deutschland fehlen, soll der bundeshaushalt 2012 keine mittel für das programm „altersgerecht umbauen“ enthalten. das kuratorium deutsche altershilfe (kda) kritisiert den entsprechenden kabinettsbeschluss vom 6. juli 2011. es fordert die bundesregierung auf, das programm über 2011 hinaus fortzuführen.

(ddp direct) „der demografische wandel verlangt, dass ältere menschen, die dies wünschen, bei pflege- und hilfebedarf länger in der eigenen wohnung leben können. grundvoraussetzung hierfür ist die barrierefreiheit von wohnraum“, sagt kda-geschäftsführer dr. peter michell-auli.

eine vielzahl von studien belegt, dass der großteil der menschen im alter zu hause wohnen will. allerdings leben nur etwa fünf prozent aller senioren in weitgehend barrierefreien haushalten, wie die aktuelle studie „wohnen im alter“ nachgewiesen hat. das kda hat diese studie für das bundesbauministerium erstellt. demnach befinden sich in 83 prozent der seniorenhaushalte barrieren, die eine selbständige lebensführung gefährden können.

programm ist wichtiger baustein für altersgerechtes wohnen
das kda hat das 2009 von der bundesregierung eingeführte förderprogramm „altersgerecht umbauen“ sehr begrüßt. mit verbilligten darlehen oder zuschüssen entstanden durch das kfw-programm mehr als 51.000 barrierefreie wohneinheiten. „das programm ist ein zentraler baustein, um barrieren in bestehenden wohnungen und häusern zu reduzieren. das kda empfiehlt daher, die einkommensunabhängige förderung für selbstnutzer, vermieter und mieter über 2011 hinaus fortzuschreiben“, sagt ursula kremer-preiß, leiterin des bereichs wohnen und quartiersentwicklung.

entgegen ihrer bisherigen beratungen sollten die fraktionen also in den bundeshaushalt 2012 mittel für dieses programm einstellen. „die regierungsfraktionen haben im koalitionspapier die anpassung des wohnungsbestandes an die zukünftigen herausforderungen der gesellschaft als aufgabe formuliert. nun sollten sie in den haushaltsberatungen zeigen, dass sie diese aufgabe auch angehen wollen“, sagt michell-auli.

die kda-studie „wohnen im alter“ machte deutlich, dass der aktuelle und zukünftige bedarf an altersgerechten wohnungen sehr groß ist. will man nur für ältere menschen mit bewegungseinschränkungen entsprechende wohnangebote zur verfügung stellen, müssen vier- bis fünfmal so viele barrierefreie wohnungen entstehen, wie es bisher gibt. kurzfristig ist von einem bedarf von 2,5 millionen altersgerechten wohnungen auszugehen, mittelfristig steigt der bedarf auf etwa drei millionen wohneinheiten.

download studie „wohnen im alter unter “

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