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Arbeiten am Limit in der KiTa

Kind rutscht (c) Monika Torloxten / pixelio.de

So oder so ähnlich kann man die Arbeit in den vollen Kindertagesstätten in Sachsen beschreiben. Kommunen und der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe wissen bestens Bescheid, wie die tatsächlichen Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen aussehen und wie stark am Limit in der Kita gearbeitet wird. Die gesetzlichen 1:13 im Kindergarten, die im letztem Haushaltsjahr (2009) auf 1:12 gesenkt werden sollten, sind längst nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Eltern und sogar Träger und Personal der Einrichtungen selbst geben an, dass der Schlüssel in den Einrichtungen in etwa bei 1:16 und in Stosszeiten bei 1:20 liegt.

Das bringt die ErzieherInnen ans Limit der Leistungsfähigkeit. In Leipzig z.b. wurden durch den Statdtrat in 2009 ein Zuschuss von 90.0000 Euro gewährt, um die pädagogische Qualität in den Einrichtungen zu verbessern. Natürlich ging das nicht in mehr Personal. Im Gegenzug werden 2010 die Elternbeiträge erhöht bzw. an die gestiegenen Betriebskosten 2008 angepasst und auch hier soll ein Teil der Einnahmen in die Qualität gehen.

Leider reicht mehr Geld für sach- und projektbezogene Kosten nicht aus, um eine bessere Bildung zu machen oder/und den sächsischen Bildungsplan besser umzusetzen. Die Krankenstände sind extrem hoch, die Belastung körperlich und auch psychisch führt zu chronischen Erkrankungen und damit viel längeren Ausfallzeiten.

So wäre es sicher eine Lösung des Disasters, die im Gesetz verankerten 1:13 und 1:6 erst mal dauerhaft umzusetzen – also auch, wenn mal ein(e) ErzieherIn krank ist oder Urlaub bzw. Weiterbildung hat.

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung der familienfreund KG.

 

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