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barrieren abbauen, beratung ausbauen

Barrierefreier Zugang (c) Thomas Max Müller / pixelio.de

deutsches studentenwerk (dsw) wertet online-befragung von mehr als 15.000 studierenden mit behinderung und chronischer krankheit aus forderungen: studien- und prüfungsordnungen flexibilisieren, nachteilsausgleiche besser durchsetzen, barrierefreiheit sichern, beratung ausbauen, behinderungsbedingte mehrbedarfe durch sozialleistungen decken. dsw-präsident dieter timmermann: „bund, länder, hochschulen und studentenwerke müssen gemeinsam handeln“ derzeit 8% der studierenden mit behinderung oder chronischer krankheit
berlin, 14. juni 2012. „um chancengleiche studienbedingungen für studierende mit behinderung und chronischer krankheit zu realisieren, sind gemeinsame anstrengungen von bund, ländern, hochschulen und studentenwerken nötig“, erklärte prof. dr. dieter timmermann, der präsident des deutschen studentenwerks (dsw) heute in berlin zur eröffnung einer dsw-tagung.

(ddp direct)  timmermann benannte eine reihe von forderungen, die er aus einer kürzlich vorgestellten dsw-online-befragung von mehr als 15.000 studierenden mit behinderung und chronischer krankheit ableitet.

so müssten bauliche, kommunikative und didaktische barrieren weiter abgebaut werden. er verwies dabei auf die besondere rolle der behindertenbeauftragten der hochschulen, die die notwendigen veränderungen als qualifizierte experten von anfang an begleiten könnten. das amt, so der dsw-präsident, sollte in allen bundesländern gesetzlich verankert und mit den nötigen ressourcen und mitwirkungsrechten ausgestattet sein.

timmermann betont: „um studienschwierigkeiten zu reduzieren, brauchen studierende mit gesundheitlichen beeinträchtigungen dringend mehr flexibilität im studium.“ nachteilsausgleiche müssten klarer verankert sowie transparent und nachvollziehbar gestaltet werden. verbessert werden müsste dringend auch die information über dieses wichtige instrument zur sicherung der chancengleichheit.

für viele studierende mit gesundheitlichen beeinträchtigungen sei die studienfinanzierung nicht gesichert, fährt timmermann fort. sie hätten nicht nur beeinträchtigungsbedingte mehrkosten, sondern könnten aufgrund ihrer beeinträchtigung nicht jobben wie andere studierende. „hier müssen endlich sozialrechtliche regelungen an moderne bildungswelten angeglichen werden. von chancengleichen studienbedingungen kann sonst keine rede sein“, so timmermann.

„und ganz wichtig: beratungsangebote müssten ausgebaut und auch auf studierende mit nicht-sichtbaren beeinträchtigungen wie teilleistungsstörungen oder chronischen erkrankungen ausgeweitet werden“, fordert timmermann und ergänzt: „ein hoher anteil der studierenden mit behinderung und chronischer krankheit hat psychische beeinträchtigungen; diese studierenden sind in besonderem maße auf die psychologischen oder psychosozialen beratungsstellen der studentenwerke angewiesen.“

„alle akteure müssen ihrer sozialen verantwortung gegenüber allen studierenden gerecht werden“, fordert timmermann, „und das müssen sie erst recht gegenüber den studierenden mit gesundheitlicher beeinträchtigung. bund, länder, hochschulen und studentenwerke müssen gemeinsam handeln und chancengleiche studienbedingungen realisieren.“

derzeit haben 8% der studierenden eine behinderung oder chronische krankheit. die dsw-studie „beeinträchtigt studieren“ zum download

 

barrierefreie fassung der studie: www.best-umfrage.de
internetseite der befragung: www.best-umfrage.de
12-seitige dsw-publikation mit sieben betroffenen studierenden

 

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