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Bayern: Mit noch 5 Bundesländern zu mehr Vergleichbarkeit beim Abitur

Schule | Rechenschieber (c) S. Hofschlaeger / pixelio.de

In 16 Bundesländern in einem föderalistischen System auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen bedarf langer und oft auch harter Verhandlungen. Nicht immer sind alle mit im Boot jedoch wird es ab dem neuem Schuljahr 2013/2014 in Bayern auch in Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einen Teil gemeinsamer Aufgaben in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Abitur geben.

Während Niedersachsen auch noch die inklusive Schule offiziell rechtssicher einführte , Sachsen seine Mittelschulen zu Oberschulen erweitert , wird es nun erstmals 2014 mit noch 4 Bundesländern dieses Novum bei den ABI-Prüfungen geben. Die Neugestaltung der Abiturprüfung erfordert in z.b. in Bayern für die Schulen vor Ort keinen Mehraufwand. In Bayern, Sachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien erstmals im Jahr 2014 gemeinsame Aufgaben in den Abiturprüfungen lösen . Den Anstoß zu länderübergreifenden und vergleichbaren Abiturprüfungen wurde bereits im Jahr 2008 durch Bayern gemeinsam mit seinen Partnerländern gegeben. Die beteiligten Länder streben kein Zentralabitur an, erhöhen aber die Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen deutlich.

Für die bayerische Abiturprüfung heißt das:

  • Im Fach Deutsch wird eine der fünf schriftlich gestellten Aufgaben von den Ländern gemeinsam erarbeitet. Von diesen fünf Aufgaben wählt jeder Schüler eine aus.
  • Im Fach Mathematik werden gemeinsame Aufgaben im Umfang von einem Sechstel der erreichbaren Bewertungseinheiten im bayerischen Abitur gemeinsam erarbeitet. Die übrigen Aufgaben werden in Bayern eigens erstellt.
  • Im Fach Englisch werden sich die Schülerinnen und Schüler einer gemeinsamen Aufgabe im Umfang von 60 Minuten stellen. Schriftliche Prüfungen dauern im Fach Englisch derzeit ca. vier Stunden.
  • Die Prüfungsdauer wird in den Ländern harmonisiert.
  • Der von den Ländern gewählte Weg eines länderübergreifenden Abiturs ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität und setzt nicht unbedingt gemeinsame Prüfungstermine voraus.
  • Die Schulen werden durch das veränderte Vorgehen ab 2014 nicht zusätzlich belastet. Wie bisher erhalten sie vom Ministerium die entsprechenden Prüfungsaufgaben und korrigieren sie vor Ort. Lediglich 2013 wird in Bayern zusätzlich eine Übungsklausur geschrieben.

Die Grundlage für die Prüfungsaufgaben liefern die Einheitlichen Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung und die gemeinsamen Bildungsstandards, die noch 2012 in der Kultusministerkonferenz verabschiedet wurden.

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