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begeisterung für politik ist lehrbar!

Schule | Bücher im Regal (c) Paul-Georg Meister / pixelio.de

kaum eine schule wirkt, wenn man sie anspricht wirklich flexibel. aktionen und projekte müssen oft langfristig geplant werden. die zeit für wirkliches erfahrungslernen außerhalb des schulgebäudes ist knapp bemessen. aber andersrum funktioniert es scheinbar gut. denn viele kinder und jugendliche tragen, dass was sie jeden tag erleben und im elternhaus und den medien aufnehmen in die schule hinein. oft hört man dann aber, dass lehrerInnen kaum auf diese situationsbezogenen themen eingehen (können). und gerade dafür muss aber zeit da sein. wenn kinder und jugendliche sich öffnen, wenn themen, wie die bundestagswahl fast rund um die uhr präsent sind, muss es dafür raum und zeit geben.

anja besand, professorin für politische didaktik der technischen universität dresden ist der meinung, dass kernkonzepte der demokratie durch lehrer an die schülerInnen vermittelt werden müssen. „die jugendlichen meinen, dass politik nur das ist, was politiker machen. dabei geht es um viel mehr, zum beispiel darum, wie wir uns in der gesellschaft über unser zusammenleben verständigen.“ doch die vokabel politik sei für jugendliche „total negativ gefärbt“. die politikbegeisterung nimmt laut shell-studie eher noch ab als zu. nur noch 39% im alter von 15 bis 24 jahren sind politisch interessiert. aber was macht der rest? anja besand sagt:“ die meisten wissen ganz viel und bekommen ganz viel durch die medien mit.“ das scheinbar, reicht aber bei weitem nicht aus um die kinder und jugendliche später mal geschlossen zur wahl zu bewegen.

die bundestagswahl ist wie alles andere irgendwann zwischen 15. dem und 16. lebensjahr bestandteil des lehrplanes. und der 1. urnengang liegt oft noch in weiter ferne. „wichtig sei es zu diesem zeitpunkt vielmehr, schülern zu vermitteln, warum es überhaupt wahlen gibt, wie sich mehrheiten durchsetzen und wie grundsätzlich festgestellt wird, was die menschen in einem staat wollen. dies seien die „kernkonzepte“ von demokratie, die schüler verstehen müssten“, so besand. und es wird sicher noch viel optimaler, wenn lehrerInnen, eltern und kinder sich einander gut zuhören und erwachsene generell versuchen wertfrei an themen wie bildung und politik ranzugehen und diese rüberzubringen. eine information über aktuelle themen und das kurzfristige darauf reagieren, muss immer möglich sein – selbst, wenn laut lehrplan keine zeit  übrig ist. z.b. gab es jugendliche, die zur u18 wahl im familienbüro-leipzig waren und sich als als mitglieder des schülerrates mit der organisation der wahlbeteiligung der ganzen schule schlichtweg überfordert fühlten. einfach nur einen zettel weitergereicht zu bekommen von den lehrerInnen reicht eben doch nicht aus.

ein aufstrebender jungpolitiker und potentiell zukünftiges mitglied des bundestages nach dem 27.9.09 formulierte in der letzten woche, dass die wahl vorrausichtlich am samstag nachmittag bzw. abend entschieden wird. ob stefan raab mit seiner tv-sendung da anteil hat, bleibt hier offen. fakt ist, dass kinder uns jugendliche so viele informationen benötigen wie nur irgend möglich um fundiert eine entscheidungsgrundlage zu bekommen und dann eine entscheidung treffen zu können. stellen sie sich mal die frage, wie der zukünftige erstwähler aussehen kann und soll!

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