Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

richtlinien zur qualifikation von pflegepersonal in kraft getreten

Seniorin backt | Aktivierung (c) Gerd Altmann / pixelio.de

laut pflege-weiterentwicklungsgesetz soll in pflegeheimen für je 25 bewohner mit dementiellen erkrankungen eine zusätzliche betreuungskraft beschäftigt werden. über deren einsatz und qualifikation kam es in den letzten wochen zum teil zu heftigen diskussionen. der gkv-spitzenverband hat am 19. august die  „richtlinien zur qualifikation und zu den aufgaben von zusätzlichen betreuungskräften in stationären pflegeeinrichtungen“ beschlossen und  am 25. august 2008 wurde diese vom bundesgesundheitsministerium genehmigt.

demnach sollen die zusätzlichen pflegekräfte lediglich zur unterstützung des bereits vorhandenen pflegepersonals eingesetzt werden. sie sollen die zu betreuenden menschen zu alltagsaktivitäten wie spaziergängen, ausflügen, malen, basteln, singen usw. motivieren und aktivieren. sie dürfen nicht in der pflege eingesetzt werden.

bevor die personen aber in den pflegeheimen eingesetzt werden können, werden sie auf ihre eignung hin überprüft und unter anleitung von fachleuten im team geschult. aus der richtlinie ergeben sich drei wesentliche anforderungskriterien.  die qualifikation setzt ein orientierungspraktikum von fünf tagen vor beginn der tätigkeit voraus. im anschluss erfolgt eine qualifizierungsmassnahme im umfang von 160 stunden plus ein zweiwöchiges praktikum und regelmäßige fortbildungen. bewerber mit berufserfahrung und 30 geleisteten fortbildungsstunden können  die umfassende qualifikation bis ende 2009 absolvieren.

„die schwierige situation von menschen mit dementiellen erkrankungen ist schon lange bekannt. es war ein fehler, diese menschen nicht gleich von beginn an in der pflegeversicherung zu berücksichtigen. durch die mit der pflegereform beschlossenen leistungsverbesserungen wurde dieses in der ambulanten wie der stationären pflege zumindest teilweise korrigiert. durch die genehmigung wird der weg frei gemacht für die zusätzliche betreuung in heimen“, so bernd meurer, präsident des bundesverbands privater anbieter sozialer dienste e.v. „die heimbewohner mit dementiellen erkrankungen mussten lange genug auf die verbesserungen warten. deshalb muss der einsatz der zusätzlichen betreuungskräfte jetzt schnell und unbürokratisch ermöglicht werden“, so meurer weiter.

nun liegt es an den bildungseinrichtungen, die entsprechenden qualifizierungsmaßnahmen zu konzipieren und anzubieten. außerdem ist mit der richtlinie die voraussetzung dafür geschaffen, dass die pflegekassen mit den trägern der pflegeeinrichtungen vergütungszuschläge für die zusätzliche betreuung der betroffenen heimbewohner vereinbaren können.

die richtlinien zur qualifikation und zu den aufgaben von zusätzlichen betreuungskräften in pflegeheimen stehen ihnen hier zum download zur verfügung.

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.