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bundesverband kritisiert hormonbehandlung

Verkehr | Behindertenparkplatz (c) Gabi Schoenemann / pixelio.de

die körperlich und geistig behinderte ashley (9 jahre) ist seit ihrer geburt unverhältnismäßig schnell gewachsen. auf bitten der eltern wurde das mädchen ab dem 6. lebensjahr einer hormonbehandlung unterzogen, da sie befürchteten ashley bald nicht mehr pflegen zu können. das mädchen hat einen geistigen entwicklungsstand von 3 monaten und kann sich nicht selbständig bewegen.

im sommer 2004 wurden ashley (gehts zur hp der eltern) die gebärmutter und die brüste entfernt und die östrogenbehandlung hat das wachstum gebremst. nach bekanntwerden haben sich die eltern jetzt an die öffentlichkeit gewandt und ihr vorgehen erklärt. durch die gebärmutteroperation bleibt ashley erspart, unter monatsblutungen und schmerzen leiden zu müssen. die familienbedingt großen brüste habe man durch die entfernung der brustwarzen vermeiden können. „so etwas wäre in deutschland ethisch und praktisch undenkbar“, sagt dr. dirk schnabel, oberarzt der pädiatrischen endokrinologie von der berliner charité zum magazin „spiegel online“.

auch der bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte kritisiert das vorgehen: „das ist nicht der richtige weg“, so der geschäftsführer des verbandes, norbert müller-fehling, im berliner „tagesspiegel“. „ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man einen arzt findet, der so etwas mitmacht.“ zwar werden auch in deutschland behinderungen mit hormonen behandelt. „aber das muss medizinisch indiziert sein“, sagte müller-fehling.

kann man jemanden was wirklich ersparen?

kann man jemanden was wirklich ersparen, indem man ihm im voraus um die Möglichkeit beraubt die Erfahrung zu machen? diese frage treibt auch unsere redaktion bei diesem beitrag um. ob es ethisch, moralisch oder medizinisch notwendig oder richtig ist, kann, wenn überhaupt nur ein arzt bewerten oder entscheiden, wenn er denn das kind behandelt. ebenso kann man von der ferne nicht entscheiden, ob sich hier dem willen und wünschen der eltern das wohl des kindes unterordnet. auch das würde in deutschland erst geprüft werden müssen. sicher würde sich bei solchen wünschen vor allem der arzt an die behörden wenden.

andere länder, andere sitten…

in deutschland beklagen eltern behinderter kinder oft, dass alles, was sie für ihre kinder benötigen nur sehr stark bürokratisiert beantragen können und die bearbeitungen langwierig sind. in anderen ländern ist vieles anders. so scheint es manchmal auch, dass unmögliche sachen einfach möglich werden, weil es weniger auch schützende regelungen gibt. ob und wie fern das gut oder schlecht ist, möchten wir an dieser stelle ihnen überlassen zu entscheiden. wie aber ein altes sprichwort sagt: wer das eine will, muss das andere mögen…

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