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einfache op-checklisten machen operationen sicher

ist es der richtige patient? das richtige bein? sind alle geräte einsatzbereit, die erforderlichen vorbereitungen getroffen? diese fragen sind einfach und doch lebenswichtig. daher kommt bei jedem operativen eingriff am klinikum dresden-friedrichstadt seit dem 1. januar 2012 eine checkliste zum einsatz, die hilft, systematisch alle relevanten punkte vor, während und nach dem eingriff zu überprüfen. risiken werden
minimiert und fehler vermieden – die patientensicherheit steigt.

mit einem einfachen fragenkatalog können fehler rund um einen operativen eingriff verhindert werden. das hat eine studie der weltgesundheitsorganisation (who) gezeigt.  krankenhäuser aus acht verschiedenen ländern hatten 2007 und 2008 daran teilgenommen. die komplikationsrate nahm um ein drittel durch die verwendung einer simplen checkliste ab. „wir wollen allen unseren patienten diese hohe sicherheit bieten, deshalb ist die checkliste op bei uns standard“, sagt dr. andreas nowak, chefarzt der klinik für anaesthesiologie und intensivmedizin, notfallmedizin und schmerztherapie am krankenhaus dresden-friedrichstadt. die anwendung von op-checklisten in krankenhäusern ist grundsätzlich freiwillig, das städtische klinikum kommt aber mit dem einsatz der liste den forderungen des aktionsbündnisses patientensicherheit nach. ähnlich einer checkliste im flugzeug werden im op bestimmte aspekte abgefragt und abgehakt, um mögliche risiken, verwechslungen oder komplikationen zu verhindern. die sicherheitsliste füllt lediglich zwei din-a4-seiten und enthält leicht verständliche informationen. „es kostet nur wenige sekunden, doch es rettet leben. die liste rückt für einen augenblick sehr wichtige dinge in den fokus. ist es der richtige patient? ist die richtige op geplant? ist die richtige seite vorbereitet?“ erklärt der anästhesist nowak.

vor der narkose wird der patient unter anderem nach seinem namen und geburtsdatum sowie nach art und stelle des eingriffs gefragt. ehe der chirurg den ersten schnitt macht, verständigen sich alle an der operation beteiligten ärzte und pflegekräfte nochmals über die identität des patienten und die operation sowie über zu erwartende komplikationen. direkt nach der op kommt die liste erneut zur hand. es wird geprüft, ob alle medizinischen instrumente und tücher wie vor dem eingriff vorhanden sind. eine operation ist ein komplexer vorgang mit vielen beteiligten mit unterschiedlichen aufgaben. „durch die checklisten haben wir eine systematische kontrolle vor einleitung der narkose, vor dem ersten schnitt und bevor der patient den operationssaal verlässt. mögliche gefährdungen werden ausgeschlossen, wir verbessern die kommunikation im team, vermeiden komplikationen und gewährleisten höchste sicherheit für unsere patienten“, zählt dr. nowak die vorteile der dokumentation auf.

jährlich werden nach angaben der deutschen gesellschaft für chirurgie in deutschen krankenhäusern 17 millionen patienten behandelt und dabei rund 35 millionen operationen und medizinische eingriffe vorgenommen. im krankenhaus dresden-friedrichstadt werden pro jahr zwischen 17.000 und 18.000 operative eingriffe durchgeführt.

für weitere informationen:

klinik für anaesthesiologie und intensivmedizin, notfallmedizin und schmerztherapie

dr. med. andreas nowak

chefarzt

tel.: 0351 480-1170

e-mail: nowak-an@khdf.de

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