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fahrradhelm: eigenverantwortung statt zwang

Fahrradhelm (c) CFalk / pixelio.de

radfahren ist „in“ – sowohl als freizeitsport, aber auch als fortbewegungsmittel im alltag. die schattenseite des booms: die zahl der fahrradunfälle mit schweren oder sogar tödlichen verletzungen ist alarmierend hoch. die unfallforschung der versicherer (udv) prognostiziert, dass bei steigender nutzung und dem anhaltenden boom bei elektromotorisch unterstützten rädern die zahl der opfer sogar noch drastisch ansteigen werde. in diesem zusammenhang kommt immer wieder die frage nach der helmpflicht für pedalritter auf: die quote der freiwillig einen helm tragenden erwachsenen liegt laut udv bei nur neun prozent.

fahrradhelm: 39 prozent lehnen helmpflicht ab

(mpt109). in einer aktuellen umfrage von tns emnid im auftrag der ergo direkt versicherungen lehnten 39 prozent der befragten eine solche generelle helmpflicht für alle radfahrer allerdings ab. deutlich weniger, nämlich 33 prozent, befürworten das obligatorische tragen des helms. 20 prozent sind der ansicht, dass es für kinder unter 14 jahren eine helmpflicht geben sollte. auffällig bei der umfrage waren die unterschiede zwischen west und ost: während sich in den alten bundesländern 42 prozent gegen eine allgemeine helmpflicht für radfahrer aussprechen, sind es in den neuen bundesländern nur 25 prozent.

fahrradhelm: nutzen umstritten

studien über die schutzwirkung des helms kommen zu unterschiedlichen ergebnissen. in deutschland hat es der amtlichen todesursachenstatistik zufolge zuletzt bei der hälfte der tödlich verlaufenen fahrradunfälle eine kopfverletzung gegeben. aber auch bei den weniger schwer verletzten radfahrern ist nach angaben der udv der anteil der kopfverletzungen sehr hoch. allerdings, so der udv, stoße auch die schutzwirkung des helms an natürliche grenzen: wer als radfahrer von einem auto oder lkw überrollt werde, könne auch durch den helm die gefahr schwerster verletzungen nicht senken. der allgemeine deutsche fahrrad-club (adfc) lehnt eine helmpflicht ab. begründung: dies führe dazu, dass weniger menschen das rad nutzen würden. durch die damit einhergehende zunahme des autoverkehrs würde alles nur noch gefährlicher.

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