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gew: „inklusion ist chance zur weiterentwicklung des schulsystems

Seniorin mit Rollator (c) matchka / pixelio.de

„inklusion ist die chance zu umbau und weiterentwicklung des schulsystems in deutschland“, betonte marianne demmer, leiterin des vorstandsbereichs schule der gewerkschaft erziehung und wissenschaft (gew), mit blick auf ein presseöffentliches fachgespräch der kultusministerkonferenz (kmk) am freitag in berlin. während der tagung werden die kmk-empfehlungen zur „inklusiven bildung von kindern und jugendlichen mit behinderungen in schulen“ diskutiert.

(ddp direct) demmer warf den kultusministern vor, beim thema inklusion bisher „nicht konsequent“ zu agieren. „es bleibt dabei: jedes große bildungsthema in deutschland endet in kleinstaaterei und föderalem chaos – zum schaden der kinder und jugendlichen, zu lasten der lehrkräfte. die kmk vertagt den abschied vom selektiven schulsystem erneut“, sagte die gew-schulexpertin.

sie machte deutlich, dass die meisten länder die tragweite des themas inklusion bisher nicht erkannt hätten und viele maßnahmen den anforderungen der behindertenrechtskonvention (brk) nicht ausreichend entsprächen. „inklusion meint nicht nur den einbezug von kindern und jugendlichen mit behinderungen in schulen, sondern das recht auf diskriminierungsfreien zugang zu inklusiver bildung in der allgemeinen schule für alle, kurz: den generellen abschied von der selektion“, unterstrich demmer. sie schlug den ländern vor, endlich die teure doppelstruktur von allgemeinem, gegliedertem schulsystem und sonderschulwesen zu beenden: „wir brauchen die individuelle förderung aller kinder und jugendlichen in einem inklusiven wohnortnahen regelschulsystem, in der ‚einen schule für alle’. alle ressourcen, die in ein inklusives schulwesen fließen, bringen einen viel reicheren ertrag als im gegliederten, selektiven system.“

„in drei bereiche müssen wir investieren: in einen mentalitätswandel in der bundesrepublik in richtung inklusion, die ressourcen für die individuelle förderung aller kinder und jugendlichen sowie die aus-, fort- und weiterbildung der pädagoginnen und pädagogen an den schulen“, appellierte die gew-sprecherin an die kultusminister.

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