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morbus dupuytren – krankenhaus dresden-friedrichstadt bietet mit collagenase neue therapie ohne operationswunden

Babyhand hält Blume (c) Silke Mertens / pixelio.de

als eine der ersten bietet die klinik für unfall-, wiederherstellungs- und handchirurgie am krankenhaus dresden-friedrichstadt die medikamentöse behandlung mit einer enzymlösung bei morbus dupuytren an. die sogenannte collagenase löst punktuell die bindegewebswucherungen, die die fingersehnen blockieren und zur einschränkung der streckfähigkeit der finger führen. patienten profitieren von einer kurzen rehabilitationszeit.

„unsere hand ist unser wichtigstes werkzeug. sie besteht aus 27 knochen und 33 muskeln und ist ein wunderwerk an beweglichkeit, stabilität und funktionellem zusammenspiel“, informiert sven tempel, leiter der abteilung für handchirurgie an der klinik für unfall-, wiederherstellungs- und handchirurgie am krankenhaus dresden-friedrichstadt. so greifen wir nach einer kaffeetasse oder schütteln jemandem die hand. kleinste verletzungen jedoch schränken die bewegung ein und erschweren den alltag – so auch bei morbus dupuytren. bei dieser erkrankung sammelt sich kollagen in der handinnenfläche und verursacht zunächst harte knötchen, die sich zu strängenausbreiten können. schreitet die erkrankung voran, krümmen sich einzelne oder mehrere finger zur handfläche und lassen sich nicht mehr strecken. ring- und kleiner finger sind dabei am häufigsten betroffen, männer häufiger als frauen. die ursachen für die erkrankung sind noch nicht vollständig geklärt; familiäre häufung spielt allerdings eine wesentliche rolle. die krümmung der finger ist in abhängigkeit vom ausprägungsgrad auf verschiedene weise behandelbar. nicht immer muss operiert werden.

seit oktober 2011 setzen friedrichstädter handchirurgen als erste in dresden eine medikamentöse therapieoption ein: speziell geschulte experten spritzen ein enzym, die sogenannte collagenase, direkt in einen dupuytren´schenstrang. in den darauf folgenden 24 stunden löst dieses enzym das kollagenhaltige bindegewebe des stranges auf. am folgetag durchbricht der handchirurg unter örtlicher betäubung diesen strang (cord-breaking). in der regel kann der patient die hand schon nach kurzer zeit wieder vollständig bewegen. „die behandlung erweitert unsere therapiemöglichkeiten und zeigt gute erfolge mit geringen nebenwirkungen. für patienten, die  eine operation scheuen oder eine hohes op-risiko tragen, ist es eine wirksame option“, erklärt oberarzt tempel. „patienten profitieren zudem von einer sehr kurzen rehabilitationszeit, da im allgemeinen keine hautwunden entstehen“, ergänzt er die vorteile der methode.

die kosten für das zugelassene medikament werden von den kassen getragen. für die ärztliche leistung ist für gesetzlich versicherte patienten vorab eine kostenübernahmeerklärung der krankenkasse erforderlich.

für weitere informationen:

krankenhaus dresden-friedrichstadt

städtisches klinikum

oberarzt dm sven tempel

leiter der abteilung handchirurgie

telefon: 0351 480–1510

e-mail: tempel-sv@khdf.de

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