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Neues Auslandsschulgesetz passiert Bundesrat

Migrant mit Kind (c) Jerzy pixelio.de

Mit dem heutigen positiven Votum des Bundesrats hat das Gesetz über die Förderung Deutscher Auslandsschulen die letzte Hürde genommen. Das vom Deutschen Bundestag am 13. Juni 2013 verabschiedete Gesetz schafft erstmalig eine eigene gesetzliche Grundlage für die Förderung der Deutschen Auslandsschulen und soll diesen über einen neuen Förderanspruch mehr Planungssicherheit geben.

Was ist das Auslandsschulgesetz?

Viele Deutsche leben und arbeiten im Ausland, z.b. im diplomatischen Dienst. Ihre Kinder besuchen oft deutsche Schulen im Ausland, die es bereits in vielen Ländern gibt. Als Orte der Begegnung, des gemeinsamen Lernens, der schulischen Persönlichkeitsbildung, der Bikulturalität und des interkulturellen Austausches vermitteln sie zwischen Deutschland und dem Sitzland.  Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft des jeweiligen Sitzlandes, zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur im Ausland und zur Gewinnung hoch qualifizierter Studierender und Fachkräfte für Deutschland. Als Verbreitungsorte für die deutsche Sprache binden sie Kinder deutscher Eltern, die im Ausland leben, an die deutsche Kultur. Sie bieten deutschen Unternehmen – gerade mit ihrem Angebot an die Kinder der Mitarbeiter – eine wichtige Voraussetzung für die Erschließung neuer Märkte im Ausland und tragen somit zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Deutschland bei. Die Nachfrage nach deutschen schulischen Angeboten im Ausland ist gestiegen.

Aber auch für deutsche Schulen ist die Zusammenarbeit mit Auslandsschulen wichtig. Man gewinnt Erkenntnisse bezüglich bilingualem Unterricht und bilingualen Schulabschlüssen sowie eigenverantwortlicher Schule und Qualitätsmanagement. „Am Auslandsschulwesen zeigt sich beispielhaft, was Bund und Länder in der Bildungspolitik bewegen können, wenn sie vertrauensvoll zusammenarbeiten“, würdigte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, die Unterstützung des Bundesrates. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, erklärte: „Mit dem heutigen Tag sichern wir auf Dauer die Attraktivität der Deutschen Schulen im Ausland. Mit dem vorliegenden Gesetz wird auch das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz als vorrangiges Instrument der Förderung der deutschen Sprache im Ausland bestätigt.“

Bund und Länder kooperieren seit Jahrzehnten eng bei der personellen und finanziellen Förderung und der pädagogischen Betreuung der über 140 Deutschen Auslandsschulen und der fast 1.000 Schulen, die im Ausland das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) anbieten. Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens hatten beide Seiten gemeinsam intensiv über die zukünftige Ausgestaltung der Auslandsschulförderung beraten.

Das Auslandsschulgesetz wird nach der Ausfertigung durch den Bundespräsidenten am 1. Januar 2014 in Kraft treten.

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