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pflegeheime können in naher zukunft eigene ärzte beschäftigen

Arztbesuch | Aufklärungsgespräch (c) sparkie / pixelio.de

am montag kündigte bundesgesundheitsministerin ulla schmidt im „tagesspiegel“ an, dass beabsichtigt sei, heimärzte im gesetz zu verankern. dabei sollen die pflegeheime nicht verpflichtet werden, ärzte zu beschäftigen, sondern es soll ihnen die möglichkeit gegeben werden eigene ärzte in ihr heim zu integrieren.

die medizinische versorgung weist in vielen heimen große defizite auf. viele krankenhauseinweisungen von pflegeheimen würden nicht stattfinden, wenn das pflegeheim über eigene ärztliche versorgung verfügen würde. pflegebedürftige werden oft nur deshalb in ein krankenhaus eingewiesen, da der gerufene notdienst den patienten nicht richtig einschätzen kann. für die patienten ist dies ein unhaltbarer zustand.

grundsätzlich wurde die idee von der bundesärztekammer positiv aufgenommen. allerdings bezweifelte der vorstand rudolf henke, dass die einrichtungen genügend geld für die bezahlung eines mediziners hätten und dieser auch nicht rund -um-die-uhr zur verfügung stehen könne. schmidt schlug vor, dass in den heimen beispielsweie drei oder vier niedergelassene ärzte verantwortlich für die patienten sein könnten. die mediziner könnten so ausserdem auch ihren beitrag zur qualitätssicherung leisten.

in bayern werden diese pläne bereits durch die aok-pflegenetze umgesetzt. die pflegenetze beruhen auf integrierten versorgungsverträgen, die die zusammenarbeit zwischen kranken- bzw. pflegekassen, ärzten, krankenhäusern und pflegeheimen stärken. jedes pflegenetz besteht aus cirka 25 hausärzten, etwa zehn bis 15 pflegeeinrichtungen und mindestens einem krankenhaus, wobei die ärzte die koordination der erforderlichen leistungen übernehmen. besonders auch in sprechstundenfreien zeiten ist so eine umfassende präsenz von hausärzten und eine verbesserte kommunikation aller beteiligten im pflegeheim gewährleistet. ziel dieser pflegenetze ist es unnötige krankenhausaufenthalte zu verringern, doppeluntersuchungen zu vermeiden und die prophylaxe zu verbessern.

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