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Pflegelust, Burnout und dann Karrierecoach für die Kollegen

Aktentasche | Pflege und Beruf (c) Erfolgsfaktor Familie

Kai ist nun seit mehr als 15 Jahren examinierter Altenpfleger und hat die Pflegedienstleitung im Pflegeheim Abendsonne. Gleich nach der Oberschule hat er sich für die Ausbildung zum Altenpfleger beworben. Er wusste, was er werden wollte. Schon während der Schulzeit hat er ein Praktikum im Pflegeheim absolviert. Seit dem Abschluss seiner Lehre war er schon in 3 Pflegeheimen beschäftigt. Er hat eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung abgeschlossen und ist froh, dass er das Stellenangebot in der Abendsonne vor 10 Jahren angenommen hat.

Pflegefrust statt Pflegelust

Das Kai morgens gut gelaunt an seinem Arbeitsplatz erschien, ist leider schon eine Weile her. Denn die Frühschicht zu absolvieren, bereitet ihm Zusehens Mühe. Schuld sind nicht die Bewohner, die er zu versorgen hat sondern die knappe Zeit, die er für jeden einzelnen zur Verfügung hat. Wecken, waschen, anziehen, Hilfestellung geben und das Frühstück reichen, ist schwere Arbeit. Normalerweise teilt er sich die Frühschicht auf seiner Station mit mindestens einer weiteren Kollegin und mit 3 Pflegehilfskräften. Aber seit längerem gibt es im Pflegeheim Abendsonne eine dünne Personaldecke. Offene Stellen, die ausgeschrieben wurden, bleiben mangels qualifizierter Bewerber lange unbesetzt. Zwei Kolleginnen erwarten Nachwuchs und haben ein Beschäftigungsverbot erhalten.

Kai hat normalerweise auch noch Spät- und Nachtdienst. Da er aber aktuell als einzige qualifizierte Fachkraft in der Lage ist die Pflegehilfskräfte anzuleiten und zu betreuen, arbeitet er schon seit Wochen nur noch Frühschicht. Seine Kollegin ist schon länger krank. Wann sie genau wieder kommt, weiß er nicht. Die verbleibenden Kollegen, die sich im 3-Schichtsystem um die 80 Bewohner kümmern, sind ebenfalls gestresst. Im Tagesablauf leiden nicht nur die Bewohner sondern auch das Betriebsklima zusehens. Fast in jeder Pause kommt es zu Reibereien. Außerdem tragen sich einige Kollegen mit dem Gedanken zu ambulanten Pflegediensten zu wechseln. Viele bekommen täglich Angebote.

Wechselwilligkeit sehr hoch

Viele Altenpfleger, wie Kai, arbeiten täglich am Belastungslimit. Der Wunsch sich gut um die zu Pflegenden zu kümmern ist da aber die Wünsche kollidieren mit der Wirklichkeit in deutschen Pflegeheimen. Die Bereitschaft von stationär zu ambulant zu wechseln, ist ebenso hoch wie die Wechselwilligkeit in andere Branchen. Viele Kollegen von Kai müssen auch gesundheitsbedingt die Notbremse ziehen. Stresserkrankungen, wie Burnout und Depressionen sind auf dem Vormarsch. Manche sind auch körperlich schon nach wenigen Jahren so am Ende, dass sie drohen berufsunfähig werden. Kai prüft aktuell seine Möglichkeiten. Sein Arbeitgeber weiß noch nichts davon, dass er sich mit dem Gedanken trägt selbst die Ausbildung seiner Kollegen voranzutreiben.

Vor dem Burnout als Karrierecoach durchstarten

Vor kurzem hat er einen alten Schulkamerad wiedergetroffen, welcher als Coach und Trainer arbeitet. Nach all den Jahren gab es natürlich viel zu erzählen. Neben der Familie wurde auch über die Arbeit geredet. Coach Marcel bietet Kai Unterstützung bei seinen beruflichen Schwierigkeiten an. Das Coaching, welches Kai absolviert, hilft ihm sich dem Veränderungsprozess zu stellen. Nach dem Coaching sieht er viel klarer in seine Zukunft und der Wunsch sich beruflich weiterzubilden wächst. Kai fasst den Entschluss eine Weiterbildung zum Karrierecoach zu starten. Er möchte auch weiterhin in der Pflege tätig sein aber sich mehr auf die Menschen, die im System arbeiten, fokussieren und diese besser unterstützen. Dazu zählen auch seine Kollegen.

Im Arbeitgebergespräch die Möglichkeiten ausloten

Als Kai nun seinen Entschluss zur Weiterbildung gefasst hat, möchte er natürlich auch seinen Arbeitgeber darüber informieren. Er weiß, dass sein Unternehmen grundsätzlich offen für Entwicklungs- und Weiterbildungswünsche der Mitarbeiter ist. Erst vor kurzem wurde in einer Mitarbeiterbesprechung die durchgeführte Qualifizierungsanalyse zur Potential- und Kompetenzermittlung allen Kollegen vorgestellt. Viele waren von den Ergebnissen überrascht. Es wurde deutlich, dass sich Kai in den letzten Jahren vor allem im pflegerischen Bereich weiterbildete. Dazu gehörte u.a. die Aufstiegsfortbildung zur Pflegedienstleitung (PDL) ebenso wie ein Qualifizierungskurs Palliativpflege. Das wiederum hat sein Arbeitgeber mit der Beförderung zur PDL honoriert. Das Leistungsangebot der Abendsonne hatte sich schon vor Jahren um Palliativpflege erweitert. Seine Kollegin Katrin hingegen nahm außer an den Pflichtweiterbildungen kaum an externen und betrieblichen Weiterbildungen teil. Katrin erhielt daraufhin von ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit an Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung teilzunehmen.

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