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„Schule unterm Baum“ bildet junge Umweltbotschafter in Burundi aus

Natur | Baum des Lebens (c) blumenfeld / pixelio.de

Gemeinsam mit der burundischen Partnerorganisation Action Ceinture Verte pour l‘Environment (ACVE) und dem NABU-Landesverband Baden-Württemberg hat die NABU International Naturschutzstiftung ein Umweltbildungsprogramm in Burundi gestartet. Der zentralafrikanische Staat zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

(ddp direct) Berlin/Bujumbura – Eine hohe Bevölkerungsdichte übt einen immensen Druck auf die Ressourcen des kleinen Landes aus. Aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und starker Abholzung ist die natürliche Vegetation in Burundi fast gänzlich verschwunden. Der Lebensraum vieler Tierarten ist bereits stark eingeschränkt oder schon zerstört. Das neue Projekt ist Teil des Afrika-Programms des NABU und wird aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) steht von der Projektantragstellung bis zur abschließenden Berichterstattung beratend zur Seite.
Das entwicklungspolitische Projekt beinhaltet vier Bausteine, darunter die „Schule unterm Baum“. Dabei nehmen zwei Gruppen von Schülern und Jugendlichen zwischen 10 und 25 Jahren über vier Monate an einem interaktiven Umweltunterricht im Stadtpark der burundischen Hauptstadt Bujumbura teil. „Ziel ist es, die Jugendlichen zu Umweltbotschaftern für ihr Land auszubilden, um das Bewusstsein für Umweltschutz in Burundi zu stärken“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

Ein weiterer Programm-Baustein sind Lehrerfortbildungen, mit denen NABU und ACVE gezielt Multiplikatoren erreichen möchten, die langfristig zu einem Umdenken in Sachen Umweltschutz beitragen können. Im Herbst 2013 findet – als dritter Baustein des Programms – ein Workshop mit NABU-Vertretern in Burundi statt, der die „Schule unterm Baum“ sowie die Lehrerfortbildungen evaluiert und mögliche Kooperationsprojekte für die kommenden Jahre identifiziert.

Vierter und letzter Baustein des Programms ist die Analyse der biologischen Vielfalt im Rusizi-Nationalpark. Der Nationalpark spielt eine Schlüsselrolle bei der angestrebten verstärkten Zusammenarbeit zum Schutz der Biodiversität und der Anpassung an den Klimawandel. Auch Forschungseinrichtungen sollen in die Kooperation eingebunden werden, damit der wissenschaftliche Austausch zwischen Burundi und Deutschland verstärkt wird. „Beim Thema Nationalpark ist Baden-Württemberg noch Entwicklungsland. Wir können von Burundi lernen und gleichermaßen unser Partnerland beim Schutz der biologischen Vielfalt unterstützen“, sagte Dr. Andre Baumann, NABU-Landesvorsitzender Baden-Württemberg, mit Blick auf die baden-württembergische Nationalpark-Diskussion.

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