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Sachsen: Schulverwaltungsamt zieht positives Resümee zur Schulpflichtverletzung

Schule | Zeugnis (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Schnelle und effektive Hilfe für Schulverweigerer – Das Schulverwaltungsamt konnte in den letzten vier Jahren eine positive Entwicklung im Bereich der Schulpflichtverletzung an Dresdner Schulen beobachten. Dies ist zum einen auf die gute Zusammenarbeit von Eltern, Schule, dem Stadtteilsozialdienst des Jugendamtes, dem Kinder- und Jugendärztlichen sowie Psychiatrischen Dienst, der Sächsischen Bildungsagentur, dem Schulverwaltungsamt, dem Ordnungsamt, der Jugendgerichtshilfe und der Polizei zurückzuführen. Zum anderen meldeten die Schulen versäumte Schuluntersuchungen oder Schulanmeldungen ebenso wie einzelne Fehltage, Fehlstunden oder dauerhafte Fehlzeiten zeitnah dem Schulverwaltungsamt, so dass die Mitarbeiter umgehend helfen konnten.

Es ist eine positive Entwicklung, dass es gelungen ist, die Schulen entsprechend zu sensibilisieren und Schwierigkeiten im Schulalltag früher anzuzeigen sowie durchgeführte Maßnahmen und Gespräche sorgfältig zu dokumentieren. Dadurch konnte das Schulverwaltungsamt im Zusammenspiel mit anderen Institutionen schneller und effektiver reagieren. Konsequenzen aus Schulschwänzerei werden meist in Form von Bußgeldern geahndet. Diese werden von den Jugendlichen häufig als Sozialstunden abgeleistet. In Einzelfällen kommt es zu einer Arreststrafe. Im Jahr 2013 leitete das Schulverwaltungsamt 1 364 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verletzung der Schulpflicht ein. In den letzten drei Jahren blieb die Anzahl dieser Verfahren weitestgehend konstant. Zur Unterstützung der Eltern, Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung unterschiedlicher Problemlagen im schulischen Bereich haben sich in Dresden geeignete Projekte in den letzten Jahren bewährt. So wurden beispielsweise Angebote an Schulen wie Schulsozialarbeit, das Modellprojekt „Chancengerechte Bildung“, Projekte zur Kompetenzentwicklung und das Vorhaben „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ installiert. Sie leisten einen Beitrag zum Abbau von Konflikten und Diskrepanzen bei Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern und können somit schulvermeidendem Verhalten entgegenwirken.

Die Sozialpädagogen unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von sozialen Kompetenzen und der Stärkung des Selbstwertgefühls. Ziel ist es, gemeinsam eine Perspektive herauszufinden, um die Jugendliche zu einem gelingenden Schulabschluss oder zu einer Berufsausbildung zu motivieren. Ergebnisse dieser Projekte zeigen, dass über 50 Prozent der Teilnehmenden in die Regelschule oder in andere weiterführende Projekte reintegriert werden konnten. Ziel ist es, die Dresdner Schülerinnen und Schüler zu einem regelmäßigen Schulbesuch anzuhalten und ihnen damit einen erfolgreichen Schulabschluss und den Weg ins Berufsleben zu ebnen.

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