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sprachkompetenz bei vierjährigen

Kinder schmökern im Buch (c) magicpen / pixelio.de

sprachkompetenz ist für das lernen besonders wichtig. umso erschreckender, dass experten immer noch davon ausgehen, dass 20 % aller kindergartenkinder sprachentwicklungsprobleme aufweisen. sprachtests oder sprachstandsmessungen decken bei den kindern diese lücken auf, mit dem ziel, diese noch bis zum schulstart zu füllen. als erstes bundesland hat nordrhein-westfalen im frühjahr diesen jahres diese tests als vebindlich eingeführt. dabei wurde festgestellt, dass sogar 30 % der kinder nicht das erforderliche sprachniveau für den eintritt in die grundschule erreichen.

nun liegt es neben den eltern hauptsächlich an den erziehern in den kindergärten, diese sprachentwicklungsprobleme zu lösen. hierzu ist ein bewußter umgang mit der sprache, durch nutzung vielfältiger sprachanlässe und durch die sogenannte literacy-erziehung notwendig. literacy-erziehung vermittelt nicht nur die lese- und schreibkompetenz, sondern auch text- und sinnverständnis, sprachliche abstraktionsfähigkeit, lesefreude und vertrautheit mit büchern sowie die fähigkeit, sich schriftlich auszudrücken. da hilft das tägliche vorlesen genauso, wie das gemeinsame ansehen von kinderbüchern, das erzählen von geschichten und das entziffern von buchstaben auf plakaten oder der milchtüte.

wenn sie in die schule kommen, sollten die kinder über folgende sprachkompetenzen verfügen:

  • laute und wörter korrekt aussprechen
  • grammatikalisch weitgehend korrekt formulieren – also etwa singular und plural bilden
  • steigerungsformen kennen (dick, dicker am dicksten)
  • verben richtig beugen (ich gehe, du gehst …)
  • sätze richtig konstruieren
  • erlebnisse und geschichten inhaltlich zusammenhängend erzählen

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