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streit um lehrerbenotung geht in die nächste runde

lehrer (c) Gila / pixelio.de

darf man seine lehrer im internet benoten? darf man schreiben, welche arbeit sie machen? einige lehrer sind der meinung nicht, denn sie wollen nicht im internet auf portalen jeglicher art erscheinen. und so geht der streit um lehrerbenotung in die nächste runde. nachdem im november das kölner olg beschlossen hatte, dass schüler ihre lehrer weiter im internet benoten dürfen (az: 15 u 142/07), wollen nun zwei lehrerinnen in einem zivilprozess in köln ihre lehrerbenotung durch schüler im internet-portal spickmich verbieten lassen.
die gymnasiallehrerin und die schuldirektorin wollen mittels unterlassungsklage erreichen, dass ihre persönlichen daten und ihre bewertung aus dem portal gelöscht werden. nachdem die gymnasiallehrerin im einstweiligen verfügungsverfahren eine juristische niederlage hinnehmen musste, handelt es sich bei der jetzt anhängigen klage auf unterlassung um das hauptsacheverfahren. im gegensatz zum einstweiligen verfügungsverfahren kann im zivilprozess nun intensiver ermittelt werden.

in dem bundesweit für aufsehen sorgenden portal spickmich können schüler ihre lehrer in kategorien wie „gut vorbereitet“, „faire noten“ oder „menschlich“ auf einer notenskala von 1 bis 6 bewerten. das portal ist nicht frei zugänglich. schüler, lehrer und eltern müssen sich vorher registrieren.

das von drei kölner studenten betriebene nicht kommerzielle portal soll einen fairen kommunikationskanal für schülermeinungen bieten und das schulangebot transparenter machen. die gewerkschaft erziehung und wissenschaft ( gew ) und der deutsche philologenverband stehen dem angebot allerdings ablehnend gegenüber.

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