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ver.di-umfrage: vier fünftel aller callcenter-beschäftigten unzufrieden

telefon (c) R. B. / pixelio.de

(ddp direct) die große mehrheit aller callcenter-beschäftigten ist mit ihrer arbeit unzufrieden, wünscht sich bessere arbeitsbedingungen und weniger frustrationen im job. das geht aus einer umfrage der vereinten dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) anlässlich der messe call center world hervor, die am dienstag (22.02.) in berlin beginnt.

danach beklagen sich 83 prozent der teilnehmenden callcenter-beschäftigten an der ver.di-umfrage in 13 callcentern mit insgesamt 7.500 beschäftigten über „schlechte arbeitsbedingungen“. mehr als 88 prozent vermissen anerkennung für ihre arbeit, weitere 78,4 prozent fühlen sich „leer und ausgebrannt“ und 68,7 prozent erleben ihre arbeitssituation oft als frustrierend.

mehr als 82 prozent der befragten callcenter-beschäftigten halten einen arbeitgeberwechsel für möglich. fast 62 prozent schätzen, dass sie ihren job im call-center nicht bis zur rente ausüben können. „in den unternehmen muss deshalb ein besserer arbeits- und gesundheitsschutz durchgesetzt werden. auch müssen die vorhandenen regelungen besser genutzt werden“, betonte ulrich beiderwieden, ver.di-call-center-experte.

deutliche kritik üben callcenter-beschäftigte auch an der bezahlung: 75,9 prozent der befragten halten die derzeitigen entlohnungsbedingungen für nicht angemessen. viele betroffene benötigten zudem einen zweitjob. auch seien „aufstocker“, die am ende des monats zusätzliche staatliche leistungen nach hartz iv beantragen müssten, in call-centern keine seltenheit. „es kann nicht sein, dass sich eine wachstumsbranche auf dauer tarifvertraglichen regelungen verschließt. wir fordern deshalb die vorstände und geschäftsführungen der call-center-dienstleister sowie die interessenverbände call-center-verband und ddv auf, mit ver.di tarifvertragliche strukturen zu schaffen“, sagte beiderwieden.

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