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10 Fragen an Dr. med. Rainer Matejka zum Bluthochdruck

Bluthochdruck (c) geralt / pixabay.de

Zur Mitarbeiterunterstützung (EAP) gehört mehr als kleine Kinder und zu pflegende Angehörige. Das wissen Sie und unsere Mitarbeiterbetreuer geben gern umfangreiche Hinweise, wie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch durch das Achten auf das Ich erfolgen kann. Nach unserem Expertentelefon, wo auch Nichtkunden Fragen stellen konnten, haben wir den Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel interviewt. Dr. med. Rainer Matejka nahm sich als Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) Zeit und gab uns Antworten auf nachstehende 10 Fragen.

  1. Unterschätzen Ihrer Erfahrung nach viele Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) ihr persönliches Risiko für Folgeschäden?Dr. med. Rainer Matejka: Sicherlich. Ein großes Risiko besteht in der Tatsache, dass man Bluthochdruck oft nicht spürt und Abweichungen meist zufällig entdeckt werden.
  2. Welche Erfolge sind durch Sport und Bewegung in der Behandlung des Bluthochdrucks möglich?Dr. med. Rainer Matejka: Bewegung bzw. Sport sind zentrale Bausteine einer gesundheitsbewussten Lebensweise. Sie helfen sicherlich in vielen Fällen, das Auftreten eines Bluthochdrucks zu vermeiden. Besteht bereits ein solcher, können sie dazu beitragen, Nebenwirkungen aufzuhalten bzw. den Bedarf an blutdrucksenkenden Medikamenten zu verringern.
  3. Wie entscheidend ist eine Fehlernährung, etwa der häufige Griff zu salzreichen Fertiggerichten, wenn es um die Entstehung einer Hypertonie geht?Dr. med. Rainer Matejka: Salzreiche Kost ist heute neben einem Übermaß an „rotem Fleisch“ eines der Hauptprobleme beim Zustandekommen des Bluthochdrucks. Das Gegenteil, nämlich eine frischkostbetonte, mehr vegetarische Kost, wirkt dagegen dem Bluthochdruck entgegen.
  4. Nehmen Stress und psychische Belastungen Ihrer Erfahrung nach als Ursache für Bluthochdruck zu?Dr. med. Rainer Matejka: Ohne Frage ist heute Stress ein Hauptfaktor beim Zustandekommen des Bluthochdrucks. Und zwar nicht nur Stress am Arbeitsplatz, sondern auch in der Familie und in der Freizeit. Ich sehe immer mehr Menschen, die nicht übergewichtig sind, nicht rauchen, sich gesund ernähren und Sport treiben und die trotzdem zunehmend unter Bluthochdruck leiden. Die meisten davon stehen unter ständiger Anspannung.
  5. Kann chronischer Bluthochdruck ohne entsprechende Therapie zu einem Herzinfarkt führen?Dr. med. Rainer Matejka: Nach dem Nikotinkonsum stellt der unbehandelte Bluthochdruck den wichtigsten Risikofaktor für einen Herzinfarkt dar. Für die Entstehung des Schlaganfalls ist der Bluthochdruck sogar der wichtigste Risikofaktor.
  6. Können Naturheilverfahren dazu beitragen, einen erhöhten Blutdruck dauerhaft zu senken?Dr. med. Rainer Matejka: Gesunde Ernährung, Bewegung und „Stressmanagement“ sind Basistherapien der Blutdruckbehandlung. Sie wirken vorbeugend, können aber auch bei bereits eingetretenem Bluthochdruck oft helfen. Es gelingt aber nicht immer, einen bereits länger bestehenden Bluthochdruck ohne Medikamente in den Griff zu bekommen.
  7. Hypertonie wird oft als typisches Seniorenleiden angesehen. Trifft das tatsächlich zu oder sind auch zunehmend Best Ager betroffen?Dr. med. Rainer Matejka: Ja, immer mehr Menschen gerade im mittleren Lebensalter sind von Bluthochdruck betroffen.
  8. Kann ein Magnesium-Präparat die Therapie einer Hypertonie unterstützen?Dr. med. Rainer Matejka: Durchaus, denn Magnesium, etwa in Form der Substanz Magnesiumorotat, wirkt gefäßentspannend und Stress abbauend. Wenn auch Magnesium als alleiniges Therapeutikum nicht immer ausreicht: Als Ergänzung ist es allemal sinnvoll.
  9. Die Therapie des Hochdrucks erfolgt mit blutdrucksenkenden Medikamenten. Kommt dadurch die Behandlung der Ursachen vielleicht manchmal zu kurz?Dr. med. Rainer Matejka: Mich erstaunt, dass die moderne Medizin die Ursachenfrage oft gar nicht mehr stellt. Wurde ein erhöhter Blutdruck festgestellt, werden entsprechende Blutdrucksenker verordnet, manchmal mit dem wenig aufmunternden Hinweis: „Die müssen Sie jetzt bis an Ihr Lebensende nehmen“. Zugegebenermaßen geht es oft nicht ohne Medikamente. Trotzdem sollten erst einmal die Grundbehandlungen eingeleitet werden, die vor allem auf einem gesünderen Lebensstil beruhen.
  10. Wie kann man am besten vorsorgen, damit sich eine Hypertonie erst gar nicht entwickelt? Dr. med. Rainer Matejka: Genussmittel sollte man weitgehend meiden und sich gesund ernähren. Vorteilhaft ist eine mediterrane Kost mit pflanzlich betonter Frischware, hochwertigen Fetten, wenig rotem Fleisch und wenig Salz. Außerdem wichtig sind regelmäßige Bewegung sowie Entspannung und vor allem Zeit für sich selbst.

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