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ab 01.07.2007 erhält jeder bürger eine steuernummer

Mehr Brutto vom Netto - Steuererklärung (c) falco / pixabay.de

am 1.7.2007 wir deutschland durchnummeriert. jeder bürger – vom säugling bis zum greis – erhält eine identifikationsnummer. diese ersetzt die bisherige steuernummer und ist ein leben lang gültig. die identifikationsnummer besteht aus 11 ziffern, gilt ein leben lang und wird erst 20 jahre nach dem tod wieder gelöscht. mit dieser nummer strebt der staat eine lückenlose kontrolle der besteuerung an. jeder steuerpflichtige kann so eindeutig identifiziert werden. andere behörden dürfen ihre daten mit dem finanzamt abgleichen und dabei die identifikationsnummer verwenden.

gespeichert wird der familienname, frühere namen und vornamen, der akademischer grad, ordens- und künstlernamen, der tag und der ort der geburt, das geschlecht, die aktuelle und die letzte bekannte anschrift, zuständige finanzämter und der sterbetag. bei bedarf werden die daten aktualisiert, z.b. bei hochzeit oder umzug. ab juli werden die identifikationsnummern bekanntgegeben und ab oktober automatisch an die bürger verschickt. hier können sie die verordnung zur einführung dauerhafter identifikationsnummern in besteuerungsverfahren und zur änderung der zweiten bundesmeldedatenübermittlungsverordnung nachlesen.

[update: 06.11.2007] live von der steuerfront für dienstleister

wir berichteten bereits von den plänen der bundesregierung, die einnahmen der kindertagespflegepersonen zukünftig der einkommenssteuer zu unterwerfen. aktuell liegt uns ein schreiben nach einer umsatzsteuer-sonderprüfung vor, indem folgendes mitgeteilt wird: „bei den geldleistungen gemäß vereinbarung mit dem jugendamt handelt es sich um echte zuschüsse, gemäß abschnitt 150 (8) s.1 ustr. die verpflegungsleistungen, die von den eltern zu tragen sind, ist entgelt gemäß abschnitt 149 (1) ustr.“ die prüfung fand im herbst 2007 statt und betraf das komplette jahr 2006. in den nächsten tagen erhalten wir auch noch eine entscheidung zu gesetzlichen rentenversicherung.

[update: 15.02.2008] neue grenzen zur buchführungspflicht für arbeitgeber

die umsatzgrenze zur buchführungspflicht wurde bereits zum 1.1.2007 erhöht. nun beschloss der gesetzgeber auch eine höhere gewinngrenze. aktuell liegt die umsatzgrenze zur buchführungspflicht bei 500.000 euro. bis zum 31.12.2006 waren es noch 350.000 euro. mit dem zweiten gesetz zum ausbau bürokratischer hemmnisse wurde die gewinngrenze ab dem 1.1.2008 von 30.000 euro auf 50.000 Euro angehoben.

das bedeutet, dass unternehmen mit einem gewinn unter 50.000 euro diesen mittels einnahme-überschuss-rechnung ermitteln dürfen. kostenaufwendige bilanzen sind in diesem fall nicht nötig. die gewinngrenze findet für wirtschaftsjahre anwendung, die nach dem 31.12.2007 beginnen.

[update: 11.12.2007] ab 2008 gelten neue abschreibungsregeln

unternehmer sollten jetzt noch prüfen, ob sie bewegliche wirtschaftsgüter nicht noch in diesem jahr anschaffen wollen, denn ab januar 2008 gilt die lineare abschreibung für bewegliche wirtschaftsgüter. bis ende 2007 gilt für diese güter noch die degressive abschreibung. danach können unternehmer im moment noch einen größeren anteil in wesentlich kürzerer zeit abschreiben. ab dem 01.01.2008 wird dies nicht mehr möglich sein.

ein beispiel:
bisher konnten unternehmer einen computertisch mit einem wert von 1.300 euro degressiv mit 23 prozent steuerlich abschreiben. ab 2008 verteilt sich die steuerliche entlastung dann jedoch über die festgelegte nutzungsdauer, die für einen computertisch 13 jahre beträgt.

für kleinere unternehmer ergeben sich dadurch nachteile, da normalerweise erst investiert wird wenn das alte gut abgeschrieben ist.

hier nochmal die wichtigsten änderungen zur unternehmenssteuerreform im überblick:

  • senkung des bisherigen körperschaftsteuersatzes von 25% auf 15%
  • abschaffung der degressiven abschreibung
  • begrenzung der sofortabschreibung für geringwertige wirtschaftsgüter
  • anhebung des anrechnungsfaktors der gewerbesteuer bei der einkommensteuer von 1,8 auf 3,8
  • geringwertige wirtschaftsgüter (gwg) – sammelpostenanlage
  • wegfall der bestimmungen zur gesellschafter-fremdfinanzierung

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