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Januar 2013: Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung

Rente - Geldscheine (c) Wilhelmine Wulff_All Silhouettes / pixelio.de

(ddp direct)  Ab Januar gibt es einige Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Wichtigsten Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung haben wir für sie hier im Überblick zusammengefasst. los geht es mit der Altersgrenze. Durch die zweite Stufe der Rente mit 67 steigen die Altersgrenzen um einen weiteren Monat. Alle, die 1948 geboren sind, erhalten die abschlagsfreie Regelaltersrente erst mit 65 Jahren und zwei Monaten. Auch bei den anderen Altersrenten steigen die Altersgrenzen allmählich bis zum Jahr 2029 um insgesamt zwei Jahre. Ausnahme: Wer 45 Jahre Pflichtbeiträge hat, kann seine Altersrente weiterhin schon mit 65 Jahren ohne Abschlag beziehen. Ebenfalls abschlagsfrei mit 65 Jahren können Versicherte, die vor 1952 geboren sind, die Altersrente für Frauen sowie die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit erhalten.

Plus beim Hinzuverdienst

Wer in voller Höhe eine Rente wegen Alters, wegen Erwerbsunfähigkeit oder voller Erwerbsminderung bezieht, darf künftig mehr hinzuverdienen. 450 Euro (bisher 400 Euro) im Monat sind möglich, ohne dass sich die Rente mindert. Bei Teilrenten wegen Alters oder wegen Erwerbsminderung gelten individuelle Grenzen. Unbegrenzt hinzuverdienen darf man erst ab der persönlichen Regelaltersgrenze, die je nach Geburtsjahrgang unterschiedlich ist. Für alle, die 1948 geboren sind, liegt sie bei 65 Jahren und zwei Monaten. Wichtig: Auch wer mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen kann, darf erst zwei Monat später unbegrenzt dazuverdienen.

Minijobgrenze erhöht

Minijobber dürfen ab 2013 monatlich bis 450 Euro (bisher 400 Euro) verdienen und sind dann automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Der Minijobber stockt bei einem Verdienst von 450 Euro den monatlichen Pauschalbeitrag seines Arbeitgebers von 15 Prozent durch einen Eigenbetrag von 17,55 Euro auf die normale Beitragshöhe von 18,9 Prozent auf und erwirbt damit das volle Leistungspaket der Rentenversicherung. Wer das nicht will, kann sich auf Antrag befreien lassen. Schon bestehende Minijobs sind von der neuen Regel nicht betroffen; hier kann der Minijobber auf Antrag den pauschalen Arbeitgeberbeitrag freiwillig aufstocken.

Beitragssatz sinkt, Beitragsbemessungsgrenze steigt

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt auf 18,9 (bisher 19,6) Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf monatlich 5 800 Euro (bisher 5 600 Euro) oder jährlich 69 600 Euro (bisher 67 200 Euro). Auch wer mehr verdient, zahlt nur bis zu dieser Grenze Beiträge zur Rentenversicherung.

Pflegeversicherung auch für Rentner höher

Rentner müssen für die soziale Pflegeversicherung künftig 2,05 (bisher 1,95) Prozent aufwenden, für Kinderlose über 23 Jahre steigt der Pflegebeitrag auf 2,3 (bisher 2,2) Prozent. Geringfügig verringert sich dadurch der Zahlbetrag der Rente; der Kontoauszug enthält dazu eine Information.

Freiwillige Versicherung mit neuen Beträgen

Für freiwillig Versicherte steigt der Mindestbeitrag auf 85,05 Euro (bisher 78,40 Euro) im Monat, der Höchstbeitrag sinkt auf monatlich 1 096,20 Euro (bisher 1 097,60 Euro). Für das Jahr 2012 kann man noch bis zum 2. April 2013 freiwillige Beiträge zahlen, dann pro Monat aber mindestens 88,20 Euro und höchstens 1097,60 Euro. Daher kann es sich lohnen, seine freiwilligen Beiträge für 2012 noch im laufenden Jahr einzuzahlen.

Selbstständige zahlen weniger

Für versicherungspflichtige Selbstständige gilt ein neuer Regelbeitrag von monatlich 509,36 Euro (bisher 514,50 Euro).

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1 Kommentar zu “Januar 2013: Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung”

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