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Ach du dickes Ei! Verpackungsgrößen freigegeben!

Ernährung | Frühstücksei (c) familienfreund.de

Sich als Verbraucher zu schützen, ist bei den vielen Änderungen die täglich stattfinden sehr schwer. Ab heute, den 11.04.2009 kann nun wieder einmal mehr gemogelt werden. Einmal mehr heißt es gerade beim Einkaufen die Augen offen halten, denn heute, ab 11.04.2009 sind die Verpackungsgrößen freigegeben. Die Folge ist klar.

Was Verbraucherschützer unterstellen

Verbraucherschützer unterstellen dem Handel, dass eine versteckte Preiserhöhung mit abnehmenden Mengen durchgeführt wird. So kann es sein, dass die 100g Tafel Schokolade heute nur noch 90g auf die Waage bringt.“Das ist eine der für die Verbraucher überflüssigsten Neuregelungen der zurückliegenden Jahre“, kommentiert der Verbraucherschützer Gerd Billen die neue Regelung. Und Mogelpackungen gibt es aber schon immer. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat hierzu eine PDF-Liste der Mogelpackungen ins Netz gestellt. Der wichtigste Aspekt ist aber auf jeden Fall, dass man es nun noch schwerer hat den günstigsten Preis zu finden.“Zum einen sollten sie die Mengenangabe auf der Packung noch kritischer prüfen, zum anderen sollten sie sich für Preisvergleiche am Grundpreis, das ist der obligatorische Preis pro Mengeneinheit, orientieren“, rät die Verbraucherzentrale. Die Verbaucherzentrale in Hamburg stellt außerdem weitere Informationen rund um den Einkauf und die damit verbundenen Herausforderungen hier zur Verfügung.

Viel heiße Luft und nischt dahinter

Die Verbraucherzentrale Hamburg geht offensiv auf Mogelpackungen ein. So bekam der Ehrmann Joghurt mit dem FC Bayern München Aufdruck im wahrsten Sinn des Wortes die rote Karte. Er hatte nur 125 g statt wie bisher 150 g Joghurt im Becher und wurde aber für das gleiche Geld verkauft wie das Original. Und Ehrmann ist nicht die einzige Marke, die mit solchen Enthüllungen leben muss. Auch andere große Hersteller müssen federn lassen. Nicht immer kauft man das, was auf der Verpackung steht. So wurden z.b. Fertigprodukte Sauce Hollandaise umfangreich getestet. Die Ergebnisse sind alles andere als zufriedenstellend. Aromen, die wie Butter schmecken und nur geringe Spuren von Ei machen die Fertigprodukte zwar geschmacklich perfekt – allerdings gehen die natürlichen Inhaltsstoffe einer hausgemachten Sauce Hollandaise verloren. Eine Liste von weiteren aufgedeckten Lebensmittelplagiaten gibt es hier. Und noch mehr heiße Luft gibt es hier.

Wie die Hersteller reagieren

Wie sie den Links zu den Listen entnehmen können, reagieren die Hersteller recht unterschiedlich. Einige nehmen das Produkt aus dem Handel, andere ändern die Rezeptur und geloben Besserung, wieder andere drucken nur eine neue Verpackung und einige reagieren gar nicht. Als Verbraucher lohnt es sich die gekauften Produkte beim Kauf genau anzuschauen und auch mal das kleingedruckte auf der Verpackungsrückseite zu lesen. Im großen und ganzen gilt – Mogeleien gibt es bei Marken- wie auch nicht Markenprodukten.

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