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Viele Frauen in den Wechseljahren verlieren die Lust auf Zärtlichkeit

Liebe (c) Viktor schwabenland / pixelio.de

(djd.) Die Wechseljahre schicken die meisten Frauen auf eine emotionale Achterbahn. Mal nervös und gereizt, mal traurig und den Tränen nahe, wechselt die Stimmung häufig mehrmals am Tag. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen führen außerdem dazu, dass sich die Betroffenen in ihrem Körper oft nicht wohlfühlen. Dies sind Folgen des kontinuierlichen Rückgangs der Hormonproduktion bei der Frau. Wie stark die Symptome ausgeprägt sind und wie lange sie anhalten, kann niemand im Voraus sagen. Die entsprechende Zeitspanne kann wenige Wochen bis hin zu etlichen Jahren betragen.

Den Partner ins Vertrauen ziehen

Unter dem Hormonchaos leidet nicht zuletzt die Partnerschaft. Denn neben emotionalen und körperlichen Begleiterscheinungen stellen viele Frauen auch Veränderungen in ihren sexuellen Bedürfnissen fest. Schmerzen können das Interesse an körperlicher Nähe zusätzlich negativ beeinflussen. “In den Wechseljahren wird aufgrund des sinkenden Hormonspiegels die Scheidenhaut oft trocken und empfindlich, was den Geschlechtsverkehr unangenehm macht”, erläutert die Münchner Frauenärztin Dr. Eva Göpfert. Betroffenen rät die Expertin, gemeinsam mit dem Frauenarzt nach möglichen Lösungen zu suchen und nicht zuletzt auch offen mit dem Partner über die eigenen Empfindungen zu sprechen.

Hormongabe über die Haut erlaubt individuelle Dosierung

Je nachdem, wie belastend die Symptome der hormonellen Veränderung empfunden werden, kann möglicherweise eine Hormontherapie ratsam sein. “Dabei werden die Hormone beispielsweise durch Tabletten zugeführt, oder auch als Pflaster oder Gel über die Haut, wie etwa mit Gynokadin Dosiergel”, so Dr. Göpfert. “Der Vorteil der transdermalen Hormonzufuhr mit einem Gel ist, dass über die Haut eine sehr individuelle und niedrige Dosierung möglich wird”, weiß die Hormontherapeutin. Zudem werde die Leber nicht belastet und dadurch mögliche Risiken und Nebenwirkungen insgesamt minimiert.

Intime Beschwerden in den Wechseljahren

Östrogene, die weiblichen Geschlechtshormone, fördern normalerweise die Durchblutung der Scheidenschleimhaut, stärken die Elastizität des Scheidenbindegewebes und sorgen für eine optimale Befeuchtung. Fehlen die Östrogene, geht die Durchblutung der Scheide zurück. Die Scheidenschleimhaut wird dünner, trockener und anfälliger für kleine Verletzungen oder Infektionen mit Bakterien und Pilzen. Nicht selten ist damit auch ein Nachlassen der sexuellen Lust verbunden, weil der Geschlechtsverkehr häufig als schmerzhaft erlebt wird.

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