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übermäßiges trinken und rauchen gefährdet jugendliche

Drogen abhängig (c) Helga Schmadel / pixelio.de

immer wieder hört und liest man von kindern und/oder jugendlichen, die sich mit übermäßigem alkoholkonsum oder/und den gebrauch von rauschmitteln in ernsthafte gefahr begeben oder/und körperliche schäden davon tragen. übermäßiges trinken und rauchen macht süchtig und bringt ernsthafte langzeitschäden. viele, viele instutionen, vereine, verbände  und unternehmen argumentieren, klären auf, betreuen oder helfen gar, bei suchtproblemen und suchtgefahr. während draußen auch im flachland der winter einkehrt und sich breit macht, sind viele weihnachtsmarktbesucher unterwegs und genießen die schönste zeit im jahr bei glühwein, punsch und jägertee. partys werden gefeiert, das fest wird vorbereitet und auch mit blick auf den jahreswechsel wissen viele schon, wo und wie sie feiern.

während die bundeszentrale für gesundheitliche aufklärung (bzga) gern und umfassend kindern und jugendlichen aber auch lehrern und eltern mit zahlreichen broschüren und kampagnen zur seite steht, sind auch im familienbüro leipzig diese woche cocktails ohne alkohol der dauerbrenner! erfreulich ist, dass sich in deutschland ein positiver trend abzeichnet. wie eine internationalen gesundheitsstudie der weltgesundheitsorganisation (who) untersuchte, rauchen und trinken jugendliche weniger als in den vorjahren. befragt wurden insgesamt 3600 schüler an verschiedenen schulen in hessen.

im vergleich zu 2002 gab es zwar einen positiven trend jedoch gibt es immer noch viel zu tun! so rauchen bei den elf bis 15jährigen statt 12,7% immer noch 5,6%. immer noch 12% trinken regelmäßig (1 mal pro woche) alkohol. schwierig ist, dass die intensität bei den rauchern und trinkern zugenommen hat. es betrifft zwar nur noch ausgewählte und kleinere gruppen von kindern und jugendlichen – sind sie aber betroffen trinken und rauchen sie „richtig“!! den kleinen unterschied gibt es auch kaum noch! immer mehr mädchen greifen zu glimmstängel und flachmann. auch diese zahlen näherten sich im vergleich an die jungsgruppe an bzw. holten sie die jungs fast ein.

präventiv hilft es zu wissen, welche auswirkungen drogen und alkohol auf den körper haben und welches limit man sich setzen sollte um sicher und gesund nach hause zu kommen. so gibt die bzga an, dass erwachsen frauen nicht mehr als 12 gramm reinen alkohol an mehr als 5 tagen pro woche trinken sollten. für männer gelten 24 gramm reinen alkohol an 5 tagen die woche. für jugendliche und kinder, wo gerade das gehirn sich noch bis ca. zum 20 lebensjahr im reifeprozess befindet, sind diese mengen auf keinen fall zu empfehlen.

wissen was drin steckt?

  • in 0,25 liter bier stecken 10 gramm reiner alkohol.
  • in 0,125 liter sekt/wein stecken 11 gramm reiner alkohol.
  • in einem doppelten schnaps (4 cl) stecken 12 gramm reiner alkohol.
  • in einem alkopops 275 ml stecken 11 gramm reiner alkohol.

alle angaben sind aus den heft coktails ohne alkohol der bzga und sind ca. angaben. diese und viele andere hefte rund um prävention und sucht gibt es täglich von 17 bis 18 uhr im familienbüro leipzig.

[update: 31.05.2012] rauchen beeinflusst die lebensqualität

rauchen beeinflusst die lebensqualität, wirkt sich aber auch in weiteren bereichen des alltäglichen lebens aus. einige gründe, vielleicht weniger oder gar nicht mehr zum »glimmstengel« zu greifen, nennt das statistische landesamt sachsen:

2.138 personen (1.655 männer und 483 frauen) starben 2010 in sachsen an einer für raucher symptomatischen krebserkrankung (lungen-, bronchial-, kehlkopf- sowie luftröhrenkrebs). das waren 4,2 prozent aller gestorbenen. bundesweit lag dieser anteil bei 5,2 prozent. zudem mussten 10.834 entsprechende krebsfälle sächsischer patientinnen und patienten 2010 im krankenhaus behandelt werden (etwa so viele wie im vorjahr). bei einer vielzahl weiterer erkrankungen und todesfälle, insbesondere bei herz-kreislauferkrankungen sowie der chronisch obstruktiven lungenkrankheit (copd), spielte das rauchen eine rolle.

wer dem nikotin entsagt, hat jedoch nicht nur einen gesundheitlichen bonuspunkt, sondern auch einen finanziellen. dies belegt eindeutig die verbraucherpreisstatistik. vor rund zehn jahren kosteten »tabakwaren« im schnitt 73 prozent weniger als gegenwärtig. besonders »tabakfeinschnitt« (85 prozent) und »zigaretten« (71 prozent) unterlagen u. a. durch steuererhöhungen einem beträchtlichen preisauftrieb. dieser ließ sich auch bei »zigarren und zigarillos« beobachten, fiel allerdings mit 42 prozent nur etwa halb so groß aus. durch steueranpassungen im mai 2011 und januar 2012 in umsetzung einer eu-richtlinie erhöhten sich allein im letzten jahr die ausgaben der raucher für “feinschnitt” um 9,5 prozent, für »zigaretten« um 5,9 prozent sowie für »zigarren und zigarillos« um 2,0 prozent.

nach ergebnissen der einkommens- und verbrauchsstichprobe (evs) kauften sächsische haushalte 2008 monatlich im durchschnitt 83 zigaretten, 10 mehr als noch 2003. bundesweit ging dieser wert gleichzeitig von 105 auf 72 stück zigaretten im monat zurück.

 

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